Tagung Bilingualer Geschichtsunterricht

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich am 19. März 2009 auf Einladung der Professur für Didaktik der Geschichte an der Universität Bamberg ein, um an der regionalen Fortbildung „Bilingualer Sachfachunterricht Geschichte im G8“ teilzunehmen.

Den Gymnasial- und Realschulkolleginnen und -kollegen, die meist aus Oberfranken, z.T. aber auch aus Thüringen und Oberbayern stammten, sowie einigen Studierenden der Universität Bamberg war ein facettenreiches Programm geboten, das sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil gliederte: Vormittags stellte zunächst Alexander Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Didaktik der Geschichte an der Universität Bamberg, in seinem Vortrag „Bilingualer Sachfachunterricht Geschichte im Rahmen des Interkulturellen Lernens“ die aktuellen fachlichen Grundlagen bilingualen Lernens vor. Ihm folgte Josef Koller vom ISB München, der die konzeptionellen Überlegungen des bayerischen Kultusministeriums präsentierte und auf eine brandneue bilinguale Homepage mit vielen Unterrichtstipps und Materialien verwies. Dem Titel der Tagung entsprechend, gab es auch tiefer gehende Vorträge zum englisch- wie französischsprachigen Geschichtsunterricht anhand geschichtsdidaktischer Theoriemodelle (Carola Gruner, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt) oder des neuen Deutsch-Französischen Geschichtsbuchs (Maureen Lukan-Knabl, Dante-Gymnasium München).

Nach der Mittagspause widmete sich die Tagung dann ganz der Praxis des zweisprachigen Geschichtsunterrichts an verschiedenen konkreten Beispielen. „Möglichkeiten bilingualen Arbeitens in den Seminaren der Oberstufe G8“ – so der Titel des Vortrags – stellten Dr. Petronilla Ehrenpreis und Stefanie Dürr-Richardson (Hans-Sachs-Gymnasium Nürnberg) vor. Hans-Dieter Scholz erläuterte diverse praktische Unterrichtseinheiten seines Graf-Münster-Gymnasiums in Bayreuth. Einer kleineren Gruppe frankophiler Kolleginnen und Kollegen stellte Manfred Durchholz (Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching) schließlich im Workshop „Bilinguale Module“ Themen wie Chansons und Bilder, Das Jahr 1789 oder Erwin Pelzig und die Außenpolitik im Kaiserreich vor.
Prof. Dr. Bert Freyberger, Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Bamberg und Initiator der Tagung, äußerte sich am Ende sehr zufrieden: „Die Vorträge und Workshops waren nach allgemeiner Meinung von erfreulich hoher Qualität, die Organisation hat sehr gut geklappt; alle können somit zufrieden sein“.

Programm der Tagung

(5.4 KB)Präsentationen:

"Chancen und Möglichkeiten des Historischen Lernens im  Bilingualen Geschichtsunterricht"(2.1 MB) (Frau Gruner)

"Bilingualer Geschichtsunterricht am bayerischen Gymnasium - Von der Theorie zur Praxis"(1.4 MB) (Herr Koller)

"Bilingualer Sachfachunterricht Geschichte im Rahmen des Interkulturellen Lernens"
(1.0 MB)(Herr Müller)

Präsentation von Frau Ehrenpreis und Frau Dürr-Richardson(237.5 KB)