Antike mal anders

Am Mittwoch, dem 16. Juli, machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des geschichtsdidaktischen Seminars „Antike Kultur in Öffentlichkeit und Unterricht“ zur Abrundung des Semesters zu einer Reise der besonderen Art auf. Binnen kurzem erreichte der gecharterte Reisebus die Donau bei Regensburg, wo am Zufluss der Naab ein rekonstruiertes Römerschiff (eine sog. „navis lusoria“) auf die Gruppe wartete. Dieses war in den Jahren zuvor vom althistorischen Seminar der Universität Regensburg nach Originalplänen detailgetreu und aufwändig rekonstruiert und zum praktischen Einsatz auf den Fluss gesetzt worden. Insofern durften die Studierenden mit ihrer eigenen Hände Kraft erleben, mit wie schnellen und wendigen kleinen Schiffen die Römer ihre spätantike Verteidigung am sog. „nassen Limes“ organisiert hatten. Auch an diesem Tag, bei erfreulich gutem Wetter, ruderte es sich entschlossen, aber vergnüglich und vor allem ohne Barbarenangst!

Nach einer ausgiebigen Stärkung im gemütlichen Biergarten Kneitinger mit bekanntem Altstadtblick stand ein weiterer, nicht minder interessanter Aspekt der Antike auf dem Programm: Dank den kraftvollen Pferdestärken des Reisebusses erklomm man bei Donaustauf mühelos die Walhalla, die der gräkophile Bayernkönig Ludwig I. seinerzeit in nationaler Euphorie hoch über dem Donauufer hatte errichten lassen. Im Inneren des Tempelbaus informierte man sich über jene großen deutschen Frauen und Männer, denen im Laufe der Jahrzehnte eine Ehrenbüste oder -inschrift gewidmet worden ist.

Am Ende eines abwechslungsreichen Tages fand man schließlich wieder gut aus der Antike ins heutige Bamberg zurück.