Berufliche Perspektiven

  • Sprachvermittlung im In- und Ausland
  • Deutsch als Fremdsprache
  • Universität (Lehre und Forschung; Promotion und Habilitation)
  • Forschungseinrichtungen (Wörterbuchunternehmen, Sprachberatung)
  • Medien (Print, Fernsehen, Radio, online)
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Coaching (z. B. Rhetorik, Kommunikation), Sprach- und Schreibberatung
  • Werbung

Weitere Informationen zu Ihren beruflichen Perspektiven finden Sie im Bamberger Verzeichnis germanistischer Berufe.


Das sagen Bamberger Alumni mit Studien-Schwerpunkt Sprachwissenschaft und DaF...

Nino Cordes

Staatlich geprüfte, öffentlich bestellte und beeidigte Übersetzerin für die georgische Sprache

"An der Universität Bamberg habe ich die familiäre Atmosphäre und persönliche Betreuung durch die Dozenten sehr geschätzt. Auch das Studentenleben kommt in der überschaubaren oberfränkischen Domstadt nicht zu kurz: Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt, mit denen ich bis heute in Kontakt bin. Mein Studium mit dem Schwerpunkt „Deutsche Sprachwissenschaft“ war eine optimale Vorbereitung auf meinen Beruf, da meine Wahrnehmung auf die Gepflogenheiten deutscher Sprache und auf ihre kulturspezifischen Aspekte ganz besonders geschult wurde. Besonders gut ist das vielseitige Angebot an verschiedenen Lehrveranstaltungen im Bereich der deutschen Sprachwissenschaft. Das hat es mir ermöglicht, selbst Schwerpunkte zu setzen und mein Studium dadurch abwechslungsreich zu gestalten."


Monja Eberlein

arbeitet seit 2016 bei der kothes GmbH als Technische Redakteurin. Seit 2018 ist sie zudem als Projektleiterin für Redaktions-, Beratungs- und Schulungsprojekte tätig.

„Im ersten Semester meines Lehramtsstudiums in Bamberg stolperte ich völlig ahnungs-, aber auch erwartungslos in die Veranstaltung „Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft.“ Spätestens im zweiten Semester hatte ich mein Herz an diese Disziplin verloren. Unsere Sprache öffnet uns tagtäglich so viele Türen. Sie zu ergründen, zu sezieren und zu analysieren machte mir einfach Spaß.

Heute helfen mir mein Verständnis für den Aufbau von Sprache, das Bewusstsein für die Ein- oder Mehrdeutigkeit von Begriffen und mein über die Semester hinweg entwickeltes Sprachgefühl dabei, bei anderen ein Verständnis für Technik zu wecken. Als Technische Redakteurin recherchiere ich vor Ort oder aus dem Büro Informationen zu vielfältigen Produkten und erstelle anschließend zielgruppengerechten Content für die unterschiedlichsten Informationsarten, z. B.  Bordbücher für Autos, Betriebs- und Serviceanleitungen im Sondermaschinen- und Anlagenbau oder Schulungsunterlagen für Medizinprodukte.  

Mir gefällt, dass ich durch meine Arbeit einen kleinen Beitrag leisten kann, die zunehmend komplexer werdende Welt für den Einzelnen ein bisschen zu vereinfachen.“


Kirsten Vates-Asheti

hat in Bamberg Lehramt Gymnasium Deutsch und Geschichte studiert und darauf aufbauend den (inzwischen eingestellten) einjährigen Master 'Germanistik: Deutsch als Fremdsprache' absolviert; nachdem sie längere Zeit als DaF-Lehrerin gearbeitet hat, befindet sie sich jetzt im Referendariat

„Für meinen Entschluss, auf das gymnasiale Lehramtsstudium noch den einjährigen Germanistikmaster „Deutsch als Fremdsprache“ aufzusatteln, spielten sicherlich verschiedene Faktoren eine Rolle, letztlich war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Das zwar recht kurze Studium, für das ein Lehramtsstudium auch eine Voraussetzung ist, hatte es aber in sich: In dieser kurzen Zeit lernte ich, vor allem in Bezug auf verschiedene Methoden, gefühlt mehr als in meinem Lehramtsstudium. Auch waren die Dozierenden mit viel Freude dabei und es herrschte immer ein angenehmes Arbeitsklima.

In verschiedenen Seminaren bekommt man eine Fülle an Möglichkeiten an die Hand, seine Muttersprache sowie die deutsche Landeskunde passend an Fremd- oder Zweitsprachler zu vermitteln. Durch verschiedene analytische Vergleiche mit anderen Sprachen lernt man zum einen wahnsinnig viel über die unterschiedlichen Sprachstrukturen, zum anderen erlangt man ein Verständnis dafür, warum es eben für manche MuttersprachlerInnen bestimmter Ausgangssprachen schwieriger ist, unsere Sprache zu lernen. Man betrachtet seine eigene Muttersprache also noch einmal aus verschiedenen Blickwinkeln. Weiterhin ist es gut, dass man im Studium auch viele ausländische Studierende kennenlernt, wovon auch die angestellten Sprachvergleiche profitieren. Dieser „Blick über den Tellerrand“ war sehr bereichernd und prägte mich und mein Leben nachhaltig! Zudem war das zu absolvierende Pflichtpraktikum während des Studiums sinnvoll, da man so die Möglichkeit hatte, die Theorie gleich in der Praxis auszutesten.

Dieses Praktikum war für mich persönlich auch ein Türöffner für meine erste Beschäftigung bei einem Bildungsträger nach Beendigung meines Studiums. Noch während des Verfassens meiner Masterarbeit habe ich bereits Deutschkurse gegeben und bin nach der letzten Prüfung auch sofort in eine Anstellung übernommen worden. Alles, was ich in meinem Studium gelernt habe, konnte ich bei meiner Beschäftigung täglich anwenden und es erleichterte mir auch das Absolvieren weiterer Fortbildungen.

Auch wenn ich mein Lehramtsstudium sehr genossen habe, habe ich aus dem DaF-Master in Bezug auf Didaktik und Methodik gefühlt mehr mitgenommen als aus dem sehr wissenschaftlich geprägten Gymnasiallehramt. Das merke ich auch jetzt noch. Mittlerweile habe ich dann doch mein Referendariat angetreten und obwohl ich momentan keinen Deutschunterricht für Fremd- oder ZweitsprachlerInnen gebe, profitiere ich immer noch von dem erworbenen Wissen sowie von der dadurch ermöglichten Praxiserfahrung. Für mich ist der von allen Lehramtsstudierenden gefürchtete „Praxisschock“ ausgeblieben.“


Maksym Vovk

ist Absolvent des M.A. Deutsche Sprachwissenschaft mit Schwerpunkt historische und systematische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Study-Abroad-Koordinator im Akademischen Auslandsamt der Universität Bamberg

„Als ich 2013 im Rahmen eines Austauschprogramms nach Bamberg kam, konnte ich es mir nicht vorstellen, hier zu bleiben und gar einen Masterabschluss zu machen. Allerdings hat mich diese Stadt mir ihrer bezaubernden Atmosphäre so beeindruckt, dass ich mich entschlossen habe, mein Studium an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg fortzusetzen.

Da ich in der Ukraine Deutsche Philologie studiert habe, hatte ich zu dem Zeitpunkt alle Voraussetzungen erfüllt, um zum Masterstudiengang „Germanistik Sprachwissenschaft“ zugelassen zu werden, bis auf ein paar Fächer, die ich während der Studienzeit nachholen musste. Dies ließ sich aber problemlos mit dem regulären Studium kombinieren.

Das Studienangebot im Rahmen meines Studiengangs war immer mehr als zufriedenstellend, denn unter allen angebotenen Vorlesungen und Seminaren konnte man stets etwas finden, was nicht nur zu den abzuschließenden Modulen passt, sondern auch eigenen (fachlichen) Interessen entspricht.

All die inhaltsreichen Lehrveranstaltungen, die durch die Lehrenden des Instituts für Germanistik wunderbar gestaltet waren, sowie die professionelle Betreuung bei der Erstellung der Masterarbeit haben mich nach vier Semestern zum erfolgreichen Abschluss gebracht.

Nun bin ich im Akademischen Auslandsamt der Universität Bamberg als Study-Abroad-Koordinator beschäftigt und genieße mein Berufsleben. Auch wenn mein Studienabschluss nicht direkt zur ausgeübten Tätigkeit passt, hatte ich immer Spaß am Studium und bereue meine Entscheidung, in Bamberg zu bleiben, nicht. Allen, die sich überlegen, den akademischen Werdegang an der Otto-Friedrich-Universität zu beginnen oder fortzusetzen, kann ich es nur empfehlen.“


Dr. Alexandra Paulfranz

hat in Bamberg Germanistik (Schwerpunkt Sprachwissenschaft, Nebenfach Neuere deutsche Literaturwissenschaft) und Kommunikationswissenschaft (WS 2005-SS 2010) studiert und von 2010-2012 in der Deutschen Sprachwissenschaft promoviert. Heute arbeitet sie als Journalistin bei einer Thüringer Tageszeitung.

„Wenn ich an meine Studienzeit in Bamberg zurückdenke, dann nur mit positiven Erinnerungen: die heimelige Atmosphäre in der Stadt, der familiäre Umgang an der Uni, die Qualität der Vorlesungen und Seminare, die exzellente Betreuung durch Dozenten und Tutoren und natürlich der Spaß, den ich mit meinen Kommilitonen hatte.

Während meines Studiums ab 2005 habe ich meine Begeisterung für die Sprachwissenschaft entdeckt, befeuert auch durch meinen regelmäßigen Austausch mit Frau Professor Stricker. Besonders der Sprachwandel, vor allem der unserer gegenwärtigen Zeit, fasziniert mich.

Althochdeutsche Flexionen zu lernen, erinnerte an den Lateinunterricht in der Schule. Erstaunlich, wie ausdifferenziert die Formen der Wörter mal waren. Dann die mittelalterlichen Begriffe, die eine ganz andere Bedeutung hatten als ihre heutigen Entsprechungen: Wenn jemand beispielsweise „bloede“ war, war er nicht etwa dumm, sondern einfach schwach. Und die Zukunft? Schon möglich, dass der Dativ dem Genitiv sein Tod wird, irgendwann. Sprache ist lebendig – und genau das macht sie so spannend.

Schnell war mir klar: Fünf Jahre an der Uni sind zu wenig. Denn Sprachwissenschaft rockt! Um noch ein bisschen länger in den Genuss zu kommen, habe ich mich für die Promotion entschieden – und in Professor Stricker die perfekte Doktormutter gefunden. Fachlich sowieso. Und nicht einmal Feiertage oder Urlaubszeiten waren ihr zu wertvoll, um nicht binnen Minuten auf meine Mails zu antworten, wenn ich einen Hänger oder ein Problem hatte. Weil alles so unkompliziert ablief, waren innerhalb von zwei Jahren meine Dissertation fertig und die Prüfung bestanden.

Mit meinem Promotionsthema, „Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen“, konnte ich mein Faible für Sprache mit meiner zweiten Leidenschaft verknüpfen: Dem Journalismus. Seit meinem Abi 2003 habe ich freiberuflich für eine Coburger Lokalzeitung geschrieben, später bei einer Thüringer Tageszeitung volontiert, für die ich heute in der Regionalredaktion arbeite. Wer täglich Texte – eigene oder fremde – für Leser aufbereitet, braucht ein besonderes Gespür für Sprache, Satzbau und Wortbedeutungen. Mein Studium in Bamberg hat mir geholfen, dieses Gefühl zu entwickeln. Ich habe dort gelernt, Sprache tatsächlich zu verstehen.“