Zweifelsfälle: Definition, Erforschung, Implementierung

Sprachliche Zweifelsfälle begegnen uns auf allen Sprachebenen und laden zur Sprachreflexion ein. Aus diesem Grund bieten sie die Möglichkeit des Austausches zwischen Sprachwissenschaft, Sprachdidaktik und Laienlinguistik. Dieser Sammelband widmet sich daher gleichermaßen der linguistischen und sprachdidaktischen Perspektive auf Zweifelsfälle sowie dem Umgang mit Zweifelsfällen in der breiten Öffentlichkeit.

Dabei setzt er vier Schwerpunkte: Erstens liegt der Fokus auf einer adäquaten Definition des Gegenstands, zweitens erproben viele Beiträge unterschiedliche Methoden, die zur Identifikation der Zweifelsfälle genauso beitragen wie zur Aufdeckung der sprachreflektorischen und soziolinguistischen Mechanismen, die Zweifel (re-)produzieren. Die Analyse ausgewählter Zweifelsfälle beschränkt sich drittens nicht auf das Deutsche, sondern bringt exemplarisch Zweifelsfälle im Englischen und Katalanischen in die Diskussion ein. Das vierte Anliegen des Bandes ist es, Ansätze zur Implementierung des linguistischen Wissens in den laienlinguistischen Diskurs sowie in die schulische Praxis vorzuschlagen.

Zweifelsfälle: Definition, Erforschung, Implementierung

Eleonore Schmitt, Renata Szczepaniak, Annika Vieregge (Hgg.)
Olms 2019
410 Seiten

ISBN: 978-3-487-42269-5

Preis: 78,00 €


Sprachen vergleichen

Die Modelle in diesem Heft zeigen, dass das Vergleichen von sprachlichen Erscheinungen reizvoll ist, weil es Differenzerfahrungen ermöglicht und vielfältige Entdeckungen zulässt: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Bildung und Bezeichnung von Monats- und Wochentagsnamen gibt es in unterschiedlichen Sprachen? Welche Funktionen und Besonderheiten haben Adjektive? Wie unterscheidet sich die Bildung und Funktion des Passivs? Der Basisartikel und die Modelle zeigen Ihnen, welche Sprachen sich für ein sprachvergleichendes Arbeiten eignen und wie man das Thema in den Deutschunterricht einbinden kann.

Sprachen vergleichen. Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht 278.

Renata Szczepaniak, Astrid Müller (Hgg.)
Ausgabe 278: 2019
64 Seiten

Bestellnummer: 52278

                                               Preis: 17,90 €


Historische Korpuslinguistik

Vom 20. bis 22. September 2018 fand in Bamberg die 10. Jahrestagung der Gesellschaft für germanistische Sprachgeschichte statt. Die am Lehrstuhl für Deutsche Sprachwissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Renata Szczepaniak) organisierte Tagung war dem Thema „Historische Korpuslinguistik“ gewidmet. Die insgesamt 41 Vorträge kamen z. T. aus sehr unterschiedlichen Forschungsbereichen, hatten aber in der empirischen Arbeit mit historischen Sprachkorpora einen gemeinsamen Fixpunkt. Neben Studien zu einzelnen Forschungsfragen fand auch die Vorstellung diverser Korpusprojekte ebenso einen Platz wie die Erörterung methodischer Überlegungen für die Arbeit mit sprachhistorischen Korpora.

Historische Korpuslinguistik
Jahrbuch für germanistische Sprachgeschichte 10

Renata Szczepaniak, Stefan Hartmann, Lisa Dücker (Hgg.)
De Gruyter 2019

ISSN: 1869-7038

Preis: 128,00 €


Namen und Wörter

Die Beiträge in diesem Band gehen auf Vorträge bei der Tagung „Namen und Wörter. Theoretische Grenzen – Übergänge im Sprachwandel” zurück, die im Oktober 2017 an der Universität Bamberg stattgefunden hat. Sie lassen sich vier übergreifenden Themenbereichen zuordnen. Zunächst stehen begriffliche und terminologische Aspekte im Vordergrund des Interesses, was sich besonders an einem Terminus wie „Gattungseigenname” ablesen lässt. Auch der von der Linguistik abweichende allgemeine Sprachgebrauch, in dem Appellative als Namen bezeichnet werden (Monatsnamen, Pflanzennamen usw.), wird berücksichtigt. Die Übergangsphänomene der Onymisierung und Deonymisierung bilden einen zweiten Schwerpunkt. Die Unterscheidung von Wort und Name ist aber auch in praktischen Forschungszusammenhängen wie in der Lexikographie relevant, und sie hat schließlich auch graphische Aspekte, und zwar in der gegenwärtigen Orthographie und in historischen Quellen. Der Band kann keine erschöpfende systematische Darstellung der gesamten Problematik bieten, er greift aber wichtige theoretische Aspekte und manche empirischen Befunde auf und fördert damit hoffentlich die weitere Forschungsdiskussion.

Namen und Wörter.
Theoretische Grenzen - Übergänge im Sprachwandel

Rolf Bergmann, Stefanie Stricker (Hgg.)
Winter 2018
262 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6899-9

Preis: 64,00 €


Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft

Der Tagungsband des Nachwuchskolloquiums „Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft. Aktuelle Fragestellungen – Methoden – Probleme“, das am 4. und 5. Dezember 2015 an der Universität Bamberg abgehalten wurde, vereint Beiträge aus nahezu allen dem Mittelalter zugewandten Disziplinen.
Handschriftenbasierte Forschung aus der germanistischen Mediävistik, der historischen Sprachwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte eröffnet eine breite Perspektive auf die mittelalterliche bis frühneuzeitliche Kultur und Gesellschaft, auf die sprachlichen Begebenheiten dieser Epoche, deren Manifestation durch Schreiber und die kodikologische und paläographische Analyse der Schreibumstände sowie die Chancen und Anforderungen einer zeitgemäßen Forschung durch die Nutzbarmachung informationstechnologischer Ressourcen und die Digital Humanities. Mit der vorliegenden Publikation werden Forschungsergebnisse von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, aber auch renommierten Fachvertreterinnen und -vertretern aus dem In- und Ausland dergestalt zusammengeführt, dass sich ein vielschichtiges Bild über die aktuelle Situation in der Forschung handschriftlicher Quellen ergibt.

Handschriften als Quellen der Sprach- und Kulturwissenschaft.
Aktuelle Fragestellungen – Methoden – Probleme.
Akten des Nachwuchskolloquiums, Bamberg, 4. und 5.12.2015.

Anette Kremer, Vincenz Schwab (Hgg.)
Univ. of Bamberg Press 2018
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien 13)
272 Seiten

ISBN: 978-3-86309-535-2

Preis: 21,50 €


Deutsche Sprachgeschichte

Sprache ist nichts Statisches, sondern in stetem Wandel begriffen. Um zu verstehen, wie die deutsche Sprache wurde, was sie ist, muss man sich daher mit ihrer Geschichte auseinandersetzen.
Diese Einführung präsentiert umfassend, verständlich und aktuell den Stand der germanistischen Sprachgeschichtsforschung und gibt Studierenden und Lehrenden zahlreiche Methoden an die Hand, selbst historische Sprachwissenschaft zu betreiben. Von der komparativen Methode über Korpuslinguistik bis hin zu komplexen phylogenetischen Methoden wird das Repertoire der germanistischen Sprachgeschichtsforschung erklärt und mit vielen Aufgaben eingeübt. Zahlreiche Beispiele und Übungsaufgaben sowie umfangreiches digitales Begleitmaterial machen das Buch zu einem idealen Begleiter in Studium und Lehre.

Deutsche Sprachgeschichte. Grundzüge und Methoden

Stefan Hartmann
Narr 2018
376 Seiten

ISBN: 9783825248239

Preis: 22,99 €


Sichtbare und hörbare Morphologie

Die Verarbeitung morphologischer Informationen wird im Deutschen ausdrucksseitig durch vielfache graphematische und phonologische Mittel unterstützt. Sie dienen nicht nur zur Markierung der morphologischen Grenzen, sondern auch dazu, den "Körper" der Morpheme in Abhängigkeit von ihrer Funktion formal zu differenzieren. Die Beiträge in diesem Sammelband befassen sich unter Anwendung psycholinguistischer, experimenteller und korpuslinguistischer Methoden mit folgenden Fragen: Welche Strategien im Deutschen und Englischen unterstützen die Dekodierbarkeit morphologischer Strukturen? Mit welchen Methoden kann die Sichtbarkeit und Hörbarkeit morphologischer Strukturen ermittelt werden? Welchen sprachdidaktischen/sprachvermittlerischen Vorteil haben solche die Dekodierung unterstützenden Strategien? Können in anderen Sprachen ähnliche oder andere Mittel beobachtet werden? Der Sammelband ist daher wichtig für alle, die sich mit der Ermittlung ausdrucksseitiger Dekodiermittel und ihrer Anwendung in sprachdidaktischen und sprachtypologischen Arbeitsfeldern befassen.

Sichtbare und hörbare Morphologie

Nanna Fuhrhop, Renata Szczepaniak und Karsten Schmidt (Hgg.)
De Gruyter 2017
260 Seiten

Preis: 99,95 €


Historische Sprachwissenschaft des Deutschen

Dieses Standardwerk der deutschen Sprachgeschichte stellt die wichtigsten historischen Umbrüche der deutschen Sprache bis in die heutige Zeit dar und leistet deren Begründung, theoretische Fundierung und typologische Einordnung. So hat sich das Deutsche von einer Silben- zu einer ausgeprägten Wortsprache entwickelt, was sich z.B. in Phonologie, Orthographie und Morphologie niederschlägt. In der Syntax wird auf das Klammerprinzip abgehoben. Diesem übergreifenden und einigen weiteren Prinzipien gehen die Autorinnen anhand vieler Beispiele nach und ermöglichen so ein tieferes Verständnis der deutschen Sprachgeschichte.
Die 5. Auflage wurde aktualisiert und auf den neuesten Stand der Forschung gebracht.

Historische Sprachwissenschaft des Deutschen.
Eine Einführung in die Prinzipien des Sprachwandels

Damaris Nübling, Antje Dammel, Janet Duke, Renata Szczepaniak
5., aktualisierte Auflage
Narr 2017
404 Seiten

ISBN: 978-3-8233-8073-3

Preis: 24,99 €


Yearbook of the German Cognitive Linguistics Association 2017

The Yearbook of the German Cognitive Linguistics Association documents the exchange of ideas in the Cognitive Linguistics research community and related fields, not just in Germany but all over the world. It brings together researchers from a variety of theoretical and methodological frameworks, whose work is informed by a broad view of language both as an integral part of human cognition and as a set of socially situated communicative practices.

Yearbook of the German Cognitive Linguistics Association

Stefan Hartmann (ed.)
Band 5, Heft 1 (2017)

ISSN: 2197-2796

Preis: 98 €


Grammatische Zweifelsfälle

Kakteen oder Kaktusse? Ess oder iss? Wegen des Staus oder wegen dem Stau? Wenn man erst einmal angefangen hat, über grammatische Phänomene nachzudenken, kommt man aus dem Zweifeln gar nicht mehr heraus. Zweifel begegnen uns überall – und sie begegnen auch Ihren Schülerinnen und Schülern. Warum sollte man diese Gelegenheit nicht nutzen und solche Zweifelsfälle einmal zum Unterrichtsgegenstand machen?

Grammatische Zweifelsfälle
Praxis Deutsch. Zeitschrift für den Deutschunterricht 278.

Renata Szczepaniak, Astrid Müller (Hgg.)
Ausgabe 264: 2017
64 Seiten

Preis: 17,90 €


Volkssprachige Wörter in Pactus und Lex Alamannorum

Die Arbeit setzt es sich zum Ziel, die Überlieferungsträger der Rechtsaufzeichnungen der Alemannen zu sichten, bewerten und zu sortieren. Das darin enthaltene volkssprachige Wortgut wird nach zeitgemäßen philologischen Maßstäben ganzheitlich erfasst und aufbereitet. Die Erschließung dieses genuin deutschen Wortmaterials bietet Erkenntniswert für die historische Sprachwissenschaft im Bereich der Grammatik, Lexik und Pragmatik.

Volkssprachige Wörter in Pactus und Lex Alamannorum

Vincenz Schwab
Univ. of Bamberg Press 2017
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien 11)
Vollzugriff über OPUS.

ISBN: 978-3-86309-495-9

Preis: 29,50 €


Römer - Baiern - Franken: Archäologie, Namenforschung, Sprachgeschichte im Main-Donau-Raum

Der Band stellt ausgewählte Aspekte der älteren Siedlungs- und Sprachgeschichte im Main-Donau-Raum in den Mittelpunkt. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung wird es möglich, archäologische Befunde mit den sprachlichen Spuren in den Namen in Beziehung zu setzen. In römischer Zeit teilte der Limes das nördliche Bayern. Die Frage nach römischen Namenspuren berührt sich direkt mit der archäologischen Problematik der Kontinuität Spätantike-Frühmittelalter. Mit der wiederum durch Grabungen nachgewiesenen germanischen Siedlung hängen zentrale sprachhistorische Probleme zusammen, insbesondere das der Entstehung des bairischen Sprachraums. Bairische Kennwörter wie Ertag für Dienstag und Pfinztag für Donnerstag weisen dabei auf ostgotische Einflüsse, während im System der Wochentagsbezeichnungen ansonsten die römischen Grundlagen dominieren. Vom Nordwesten her setzt sich seit der Merowingerzeit fränkischer Einfluss in Herrschaftsstrukturen durch, die bei einer aktuellen Grabung bei Gerolzhofen sichtbar geworden sind.

Römer - Baiern - Franken: Archäologie, Namenforschung, Sprachgeschichte im Main-Donau-Raum

Rolf Bergmann, Stefanie Stricker (Hgg.):
Univ. of Bamberg Press 2016
273 Seiten

ISBN: 978-3-86309-431-7

Preis: 21,50 €


Sprachhistorisches Arbeitsbuch zur deutschen Gegenwartssprache

Gegenstand dieses Arbeitsbuchs sind solche Phänomene der Gegenwartssprache, die auf den ersten Blick Unregelmäßigkeiten und Störungen des Systems zu sein scheinen, sich aber aus Lautgesetzen und Sprachwandel-phänomenen historisch erklären lassen. Behandelt werden etwa das Nebeneinander von verschiedenen Schreibungen für den gleichen Laut (heute/Häute), die Groß- und Kleinschreibung von Personalpronomen (im Anredezusammenhang), das Nebeneinander von verschiedenen Pluralformen (Länder/Lande), Unregelmäßigkeiten in der Kasusflexion und Verbflexion, die Rolle des Umlauts in der Morphologie, das Nebeneinander von Wechselflexion und Parallelflexion beim Adjektiv, syntaktische Konkurrenzen wie zwischen gedenken mit Genitiv, mit Dativ oder mit der Präposition an, verdunkelte Wortbildungstypen wie in Fahrt und Gift, Lehnwortbildungen in der Konkurrenz zu heimischen Wortbildungen (Geiger/Violinist), Fremdheitsmerkmale in Phonologie, Graphematik und Morphologie und vieles mehr.

Das Buch wendet sich an fortgeschrittene Germanistikstudenten, insbesondere an Studierende in der Examensvorbereitung. Zu jedem Kapitel des Arbeitsbuches werden entsprechende Aufgaben vorgestellt und bearbeitet. Für die Neuauflage wurde am Konzept des Buches nichts geändert. Auf vielfachen Wunsch wurden neue Kapitel zur Zweiten Lautverschiebung, zur Syntax und zur Wortbildung hinzugefügt. Darüber hinaus konnten in den bisherigen Kapiteln zahlreiche Korrekturen und Verbesserungen vorgenommen werden.

Sprachhistorisches Arbeitsbuch zur deutschen Gegenwartssprache

Stefanie Stricker, Rolf Bergmann, Claudia Wich-Reif, Anette Kremer
2., aktualisierte und erweiterte Auflage
Winter 2016
257 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6570-7

Kartoniert, € 19,00


Aus Buchwerkstatt und Bibliothek : Manuskriptkulturen des Mittelalters in Orient und Okzident

Handschriften, seien sie Produkte des europäischen Mittelalters oder des vormodernen islamischen Orients, bergen eine Fülle von Informationen über grundlegende kulturelle Praktiken der Alten Welt, die aber auch entschlüsselt sein wollen. In den Fächern, die sich am Zentrum für Mittelalterstudien der Universität Bamberg beteiligen, hat die Beschäftigung mit Manuskripten ihren festen Platz. Unter dem Titel „Manuskriptkulturen des Mittelalters“ wurden im Rahmen der Ringvorlesung des Zentrums für Mittelalterstudien an der Universität Bamberg im Sommersemester 2011 zehn Vorträge gehalten, die sich ganz verschiedenen Aspekten des Themas widmeten. Chronologisch umspannten die Beiträge etwa ein Jahrtausend, geographisch sind sie zwischen dem Atlantik und dem Indischen Ozean angesiedelt. Die in den Vorträgen behandelten Handschriften repräsentieren die verschiedensten Inhalte und literarischen Formen – vom Epos bis zur juristisch-religiösen Traditionssammlung. Dennoch zeigen sich übergreifende Aspekte von Manuskriptkulturen, die sich im spezifischen Umgang mit den Texten und ihren Illustrationen, in den Anforderungen eines Layouts und grafischer Gestaltung niederschlagen. Diese wirkten sich bis weit in die Geschichte des gedruckten Buches aus. Der vorliegende Band enthält sieben Vorträge der Ringvorlesung, die zum Teil wesentlich überarbeitet wurden,
sowie einen weiteren Beitrag, der aus einer Abschlussarbeit im Fach Iranistik hervorging.

Aus Buchwerkstatt und Bibliothek : Manuskriptkulturen des Mittelalters in Orient und Okzident

Lorenz Korn, Birgitt Hoffmann und Stefanie Stricker (Hgg.)
Univ. of Bamberg Press 2014
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien/Vorträge und Vorlesungen 3)

ISBN: 978-3-86309-296-2

Preis: 22,50 €


Die Anfänge der deutschen Fremdwortlexikographie

Simon Roths ‚Ein Teutscher Dictionarius‘ ist in doppelter Hinsicht ein besonderes Werk der deutschen Lexikographie: Es sticht als überwiegend einsprachig-deutsches Wörterbuch für Lateinunkundige aus der Menge der einsprachig-lateinischen und lateinisch-deutschen Wörterbücher des 16. Jahrhunderts heraus, die primär für den Lateinunterricht gedacht waren. Auch ist er das erste Wörterbuch im deutschen Sprachraum, das schwere, unbekannte Wörter nicht nativer Herkunft erklärt, weshalb es als Vorläufer der heutigen Fremdwörterbücher gilt.

Der Band enthält eine detaillierte metalexikographische Analyse der 1. Auflage von 1571. Er bietet Informationen zu antiken wie zeitgenössischen Quellen und Vorlagen. Ein Vergleich mit Bernhard Heupolds ‚Teutschem Dictionariolum‘ (1602) liefert zudem neue Erkenntnisse über die unmittelbare historische Rezeption. Die Arbeit verortet Roths Werk innerhalb der humanistischen Wörterbuchpraxis und zeigt seinen Wert im Spiegel der Wörterbuchentwicklung bis heute.

Die Anfänge der deutschen Fremdwortlexikographie.
Metalexikographische Untersuchungen zu Simon Roths ‚Ein Teutscher Dictionarius‘ (1571)

Anette Kremer
Winter 2013
255 Seiten

ISBN: 978-3-8253-6144-0

Preis: 35,00 €


Althochdeutsche und altsächsische Literatur

Der Band enthält in alphabetischer Anordnung die neubearbeiteten Artikel zur althochdeutschen und altsächsischen Literatur aus der zweiten Auflage des Verfasser-Lexikons (Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Zweite Auflage 1978 bis 2008). Die ca. 150 Artikel behandeln die großen Dichtungen und Prosatexte wie Tatian, Otfrid, Heliand, die kleineren poetischen und Prosadenkmäler, die Glossare und erstmals systematisch auch die glossierende Rezeption wichtiger antiker, patristischer und frühmittelalterlicher Autoren. Die Angaben zur Überlieferung der Werke wurden aktualisiert, die neueste Literatur ausgewertet und bibliographisch nachgewiesen.
Als Bearbeiter wurden zahlreiche an der neueren Forschung beteiligte Wissenschaftler gewonnen. Das Werk präsentiert somit den aktuellen Forschungsstand zur althochdeutschen Überlieferung in zusammenhängender Form.

Althochdeutsche und altsächsische Literatur

Rolf Bergmann (Hg.)
De Gruyter 2013
566 Seiten

ISBN: 978-3-11-024550-9

Preis: 149,95 €


Grammatikalisierung im Deutschen

Die Grammatik des Deutschen verändert sich ständig. Grammatische Strukturen kommen und gehen. Im Fall des (jüngeren) Perfekts kann man gut beobachten, wie es seit mittelhochdeutscher Zeit das (ältere) Präteritum mehr und mehr überlagert und verdrängt (vgl. heute: danke, ich habe schon gegessen, aber nicht *danke, ich aß schon). Dieses Studienbuch führt zum Einen in die aktuelle Grammatikalisierungsforschung und ihre Theorien ein. Zum Anderen hat es die Entstehung und weitere Entwicklung der wichtigsten grammatischen Kategorien des Deutschen zum Gegenstand, z.B. den Negationswandel, die Herausbildung des Artikels und die Entwicklung neuer Hilfsverben wie haben, werden und bekommen. Auch die Entstehung neuer Konjunktionen wie dass, weil, obwohl und Präpositionen wie neben, mithilfe, im Vorfeld wird auf verständliche Weise dargestellt. An solchen und anderen Beispielen werden verschiedene Aspekte und Modelle der Grammatikalisierung diskutiert wie z.B. die kognitiven Grundlagen des Bedeutungswandels oder das Phänomen der Reanalyse. Dieses Buch richtet sich an Studierende wie Lehrende der germanistischen Linguistik und bietet Einblicke in aktuelle Forschungsgebiete der historischen Sprachwissenschaft.

Grammatikalisierung im Deutschen. Eine Einführung

Renata Szczepaniak
Narr 2011
229 Seiten

ISBN: 978-3-8233-6666-9

Preis: 19,90 €


Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Die Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft richtet sich an Germanistikstudenten, insbesondere an Studienanfänger. Ziel des Buches ist es, in die wichtigsten Fragestel-lungen, Begriffe, Methoden und Ergebnisse der deutschen Sprachwissenschaft einzuführen. Als Leitfaden dienen dabei die universitären und staatlichen Prüfungsordnungen des Faches, im weiteren aber auch übergreifende Bildungsziele im Bereich von Sprache und Sprachkultur.

Gegenstand des Buches sind die Strukturen der Laut- und Schriftebene, der Wort-, Satz- und Textebene. Die Darstellung bezieht sich auf die Gegenwartssprache, daneben aber auch auf die früheren Sprachstufen des Deutschen und auf den Sprachwandel. Dargestellt werden die geographischen, sozialen und fachlichen Differenzierungen der deutschen Sprache ebenso wie die Anwendung der Sprachwissenschaft im Wörterbuch und in der Sprachberatung. Schließlich werden Techniken sprachwissenschaftlicher Arbeit vorgestellt, die digitale Medien nutzen.

Der Schwerpunkt liegt auf der einzelsprachlichen germanistischen Sprachwissenschaft, wodurch sich das Buch von anderen Einführungen unterscheidet. Der Zielsetzung und dem Adressatenkreis entsprechend wird Wert auf Anschaulichkeit und Konkretheit der Beispiele gelegt und überwiegend mit authentischem Sprachmaterial gearbeitet.

Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft

Rolf Bergmann, Peter Pauly, Stefanie Stricker:
Einführung in die deutsche Sprachwissenschaft.
5., überarbeitete und erheblich erweiterte Auflage
Winter 2010
431 Seiten

ISBN 978-3-8253-5797-9

Preis: 24,00 €


Der i-Umlaut im Althochdeutschen

Die Arbeit untersucht die althochdeutschen Umlautprozesse aus phonetischer und phonologischer Sicht. Behandelt werden die Typologie von Umlautprozessen, phonetische Aspekte der Umlautphonemisierung, Effekte der Gebrauchsfrequenz und morphologisch erscheinende Irregularitäten sowie Fragen der Rekonstruktion des Umlauts im Rahmen der Optimalitätstheorie.

Der i-Umlaut im Althochdeutschen.
Theorie, Phonetik und Typologie sowie eine optimalitätstheoretische Analyse


Jan Henning Schulze
Univ. of Bamberg Press 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik 3)

ISBN 978-3-923507-92-4

Preis: 13,50 €

Zugriff auf den Volltext über OPUS


Handbuch zur althochdeutschen und altsächsischen Glossographie

Im Anschluss an den 'Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften' (erschienen 2005) ist ein Handbuch zur althochdeutschen und altsächsischen Glossographie erstellt worden. Das Handbuch wertet den Katalog aus, führt darüber hinaus in die Erforschung der Glossen ein und dokumentiert den derzeitigen Forschungsstand in den verschiedenen Bereichen der Glossographie. Das Handbuch ist unter der Leitung von Rolf Bergmann und Stefanie Stricker bearbeitet worden, wobei die einzelnen Kapitel von etwa zwei Dutzend namhaften Sprachhistorikern erstellt wurden. Das Handbuch ist im Sommer 2009 im de Gruyter Verlag erschienen.

Die althochdeutsche und altsächsische Glossographie. Ein Handbuch

Rolf Bergmann, Stefanie Stricker (Hgg.)
De Gruyter 2009
1878 Seiten

ISBN 978-3-11-018961-2    

Preis: 459,00 €                                          


Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

Glossen sind Wort- oder Sacherklärungen, die in derselben oder einer anderen Sprache (marginal) an den Rand oder (interlinear) zwischen die Zeilen eines Textes geschrieben sind. Im frühen Mittelalter finden sich Glossen in althochdeutscher und altsächsischer Sprache in lateinischen Texten, vor allem in biblischen und kirchlichen sowie antiken und spätantiken literarischen Texten. Es sind Verständnishilfen, die Lehrer oder Schüler in lateinische Texte eintrugen, um den Sinn besser erfassen zu können. Neben den Einzelglossen, die punktuell die Bedeutung eines lateinischen Wortes angeben, sind auch Glossare, d. h. lateinisch-althochdeutsche Wörterverzeichnisse auf uns gekommen, die im klösterlichen Schulbetrieb bzw. bei der Lektüre Verwendung fanden. Etwa 1350 Handschriften mit althochdeutschen und altsächsischen Glossen sind überliefert; Hauptorte der Glossierungstätigkeit waren St. Gallen und die Reichenau, Tegernsee, Freising, Regensburg, Würzburg, Fulda, Echternach, Köln und Werden. Glossen sind wegen ihrer unmittelbaren Anbindung an ein lateinisches Wort für die historische Lexikologie, Semantik und Morphologie von größter Bedeutung und unverzichtbare Quellen für die
Erforschung des Althochdeutschen und Altsächsischen.

Der Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften bietet zum ersten Mal in der Forschungsgeschichte eine Darstellung der gesamten bekannten Überlieferung althochdeutscher und altsächsischer Glossen. Die einzelnen Handschriften wurden in großem Umfang in den größeren und kleineren Bibliotheken Europas autopsiert und werden aufgrund der Autopsie und der umfassend recherchierten Literatur kodikologisch und inhaltlich exakt beschrieben. Die in ihnen enthaltenen Glossen werden nach Zahl und Art, Entstehungszeit und -ort sowie Mundart bestimmt. Ausführliche Bibliographien zu den Handschriften und ihrem Glosseninventar runden jeden Eintrag ab. Zahlreiche Register, u. a. zu Orten, Personen, Autoren und zur Glossenart, erschließen das Datenkorpus systematisch. Ein Tafelband mit ca. 300 Abbildungen bietet ergänzend in repräsentativer Auswahl Faksimiles von Handschriften mit allen wichtigen Glossentypen.

Der Katalog ist die umfassende Bearbeitung und Erweiterung des einschlägigen, kurzen Verzeichnisses der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften von Rolf Bergmann (de Gruyter 1973). Er ist ein künftig unverzichtbares Standardwerk zur Geschichte der deutschen Sprache, zur Mediävistik und zur Frühmittelalterforschung.

Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften

Rolf Bergmann, Stefanie Stricker (Hgg.)
De Gruyter 2005
3017 Seiten

ISBN 978-3-11-018272-9

Preis: 900,00 €