Tagung zur Genderforschung (2003)

Tagung zur Genderforschung am 10./11. Januar 2003 an der Universität Bamberg

Strukturierung von Wissen und die symbolische Ordnung der Geschlechter

 

Die Idee zur Tagung wurde im interdisziplinären Arbeitskreis Genderforschung, der von den Universitätsfrauenbeauftragten im Sommersemester 2001 gegründet wurde, diskutiert und weiterentwickelt. 


Tagungsband

 

"Strukturierung von Wissen und die symbolische Ordnung der Geschlechter"

herausgegeben von Marianne Heimbach-Steins, Bärbel Kerkhoff-Hader, Eleonore Ploil und Ines Weinrich

LIT-Verlag Münster 2004, Zahlr. Abbildungen, Broschur, 200 Seiten, 15,90 Euro, Reihe Gender-Diskussion Bd. 1, ISBN 3 8258 7251 3

Es bedurfte der Kategorie Gender als einer Disziplinen und Diskurse übergreifenden Meta-Kategorie, um die Polarisierung zwischen der nota bene „normalen“ Männerperspektive und einer besonderen, für viele männliche wie weibliche Wissenschaftssubjekte suspekt bleibenden Frauenperspektive aufzubrechen und feministische Kritik aus der Nische des Partikularen herauszuführen.

Gender fungiert als Wahrnehmungs- und Analyseinstrument für gesellschaftliche Geschlechterverhältnisse, die sich in vielfältigen kulturellen Ausdrucksformen und gesellschaftlichen Ordnungen verfestigen und sich mit Hierarchisierungen und Machtasymmetrien verbinden.

Der vorliegende Band dokumentiert die Beiträge der Tagung „Strukturierung von Wissen und die symbolische Ordnung der Geschlechter“ , mit der die Frauenbeauftragtender Universität Bamberg das Jubiläumsjahr 2003 „100 Jahre akademische Bildung von Frauen in Bayern“ eröffneten: Die Hauptbeiträge präsentieren aktuelle Grundlagendiskussionen und exemplarische Anwendungsfelder des Gender-Diskurses in den Bereichen Medienwissenschaften, Soziologie, Geschichte und Ethik. Workshop-Berichte ergänzen das fachliche und thematische Spektrum und geben Einblicke in die Vielfalt innovativer Genderforschung von der Frühgeschichte/Archäologie bis zur Sozialpolitik, von der alttestamentlichen Exegese bis zur historischen Musikwissenschaft.

Drei Beiträge zur Frage von Gender Mainstreaming, zur Ehrenpromotion von Elisabeth Gössmann, zum Stand der geschlechterspezifischen Situation an der Bamberger Universität sowie eine Zukunftsvision über die Hochschulen nach weiteren hundert Jahren weiblicher Präsenz runden den Band ab.

Der Tagungsband wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.