Mutterschutz

Mutterschutzgesetz für Studentinnen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt seit 01.01.2018 auch für schwangere und/oder stillende Studentinnen soweit Ort, Zeit und Ablauf einer universitären Veranstaltung verpflichtend vorgebeben sind oder die Studentinnen im Rahmen der hochschuleigenen Ausbildung ein Praktikum absolvieren (§ 1 Abs. 2 Nr. 8 MuSchG).

Eine Studentin bzw. Frau im Sinne des Mutterschutzgesetzes ist jede Person, die schwanger ist, ein Kind geboren hat oder stillt, unabhängig von dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen Geschlecht.

Die Studentin sollte ihre Schwangerschaft unter fgh(at)uni-bamberg.de anzeigen, um die Otto-Friedrich-Universität Bamberg in die Lage zu versetzen, umfassende Schutzmaßnahmen für die (werdende) Mutter und ihr (ungeborenes) Kind ergreifen zu können.

 

 

Mutterschutz für Studentinnen

Was muss ich als Studentin beachten?

Sobald sie Kenntnis von Ihrer Schwangerschaft erlangt haben, sollten Sie dies in eigenem Interesse dem Eltern-Service-Büro der Otto-Friedrich-Universität Bamberg unter fgh(at)uni-bamberg.de mitteilen und fügen bitte eine Kopie der Seite aus dem Mutterpass mit dem errechneten/voraussichtlichen Entbindungstermin bei.

Wir vom Eltern-Service-Büro berechnen anhand des voraussichtlichen Entbindungstermins die Mutterschutzfrist und teilen dies sowohl Ihnen als auch dem zuständigen Dekanat, dem Prüfungsamt und der Aufsichtsbehörde mit.

Sie erhalten innerhalb kurzer Zeit alle wichtigen Informationen zum Mutterschutz und möchten Sie auch auf diesem Weg herzlich zu einem persönlichen Beratungsgespräch in das Eltern-Service-Büro einladen, um über eventuelle Schutzmaßnahmen zu informieren und eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, zu welcher die Otto-Friedrich-Universität Bamberg verpflichtet ist.

Bei einem ärztlichen Beschäftigungsverbot muss das Eltern-Service-Büro unverzüglich per E-Mail darüber informiert werden.

Wir bitten Sie das Eltern-Service-Büro auch im Falle einer Fehlgeburt sowie bei einer Korrektur des Entbindungstermins (siehe Mutterpass „Entbindungstermin ggf. nach Verlauf korrigiert) zu informieren.

Die Geburt ist anhand einer Kopie der Geburtsurkunde per E-Mail an  fgh(at)uni-bamberg.de mitzuteilen, um das Ende der Mutterschutzfrist entsprechend dem tatsächlichen Geburtstermin anzupassen und die Unterlagen zu vervollständigen.

 

Was bedeutet der Mutterschutz an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Der Mutterschutz ist ein besonderer Schutz für Studentinnen, die schwanger sind oder ein Kind stillen und wird grundsätzlich und ohne Antrag gewährt.

Er schützt die Gesundheit der schwangeren/stillenden Studentin und ermöglicht ihr die Fortführung ihres Studiums, soweit es verantwortbar ist.

Er soll insgesamt Benachteiligungen während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und in der Stillzeit, die sich aus der Umsetzung von mutterschutzrechtlichen Maßnahmen ergeben können, entgegenwirken.

Er beginnt, sobald die Studentin schwanger ist. Die Hochschule kann die Gesundheit der Studentin und die ihres Kindes/ihrer Kinder erst dann wirkungsvoll mit den erforderlichen Maßnahmen schützen, wenn sie dem Eltern-Service-Büro der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ihre Schwangerschaft bzw. Stillzeit mitteilt. Die Studentin sollte die Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch zum Mutterschutz nutzen – Termine unter fgh(at)uni-bamberg.de .

Studier- und Prüfungsverbote

Die schwangere und/oder stillende Studentin darf zwischen 20 Uhr und 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen tätig werden, sofern sie dafür einwilligt und dies für das Studium erforderlich ist – jedoch ist kein behördliches Genehmigungsverfahren nötig.

Während der gesetzlichen Mutterschutzfrist besteht ein relatives Prüfungsverbot – die schwangere und/oder stillende Studentin hat demnach das Recht nicht an Prüfungen teilnehmen zu müssen. Dies gilt auch für Kurse, Praktika und Exkursionen.

Die Studentin kann in ihrer Schutzfrist an Prüfungen teilnehmen, wenn sie hierfür den Verzicht auf den Mutterschutz(57.5 KB) erklärt – diese Verzichtserklärung ist am Prüfungstag dem jeweiligen Dozenten vorzulegen.

Auch während der Prüfung kann die Studentin jederzeit von ihrem Mutterschutz Gebrauch machen und von dieser zurücktreten – die Prüfung gilt dann als ‚nicht angetreten'.

Schutzfristen

Der Mutterschutz gilt in der Regel 6 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt.

Das bedeutet, die Universität darf die schwangere Studentin in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht studieren lassen, es sei denn die Studentin hat sich ausdrücklich zur Weiterführung ihres Studiums bereit erklärt – diese Verzichtserklärung(57.5 KB) kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Für die Berechnung der Schutzfrist vor der Entbindung ist der voraussichtliche Tag der Entbindung maßgeblich (siehe Mutterpass oder ärztliche Bescheinigung).

Die Schutzfrist nach der Entbindung ist für die Studentin nicht verbindlich. Die Studentin kann ihr Studium fortsetzen, wenn sie dies ausdrücklich verlangt – die Verzichtserklärung(57.5 KB) kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Die Schutzfrist nach der Entbindung beginnt mit dem Tag der Entbindung.

Die Schutzfrist nach der Entbindung verlängert sich auf zwölf Wochen

  1. bei Frühgeburten
  2. bei Mehrlingsgeburten
  3. wenn vor Ablauf von acht Woche nach der Entbindung bei dem Kind eine Behinderung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satz 1 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch ärztlich festgestellt wird.