Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart

Online-Vortrag am 14.01.2021 um 19:30 Uhr

Antiziganismus bezeichnet die spezifische Form des Rassismus gegenüber sozialen Gruppen und Personen, die von der Mehrheitsgesellschaft als „Zigeuner“ wahrgenommen, stigmatisiert oder verfolgt werden. Anfangs religiös geprägt, erlangte der Antiziganismus im Laufe der Geschichte vor allem eine ordnungspolitische Funktion. Im Nationalsozialismus radikalisierte er sich zum Völkermord. Nach 1945 wurde die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma institutionell und gesellschaftlich fortgeführt.

Der Vortrag skizziert die Geschichte des Antiziganismus und seine Erscheinungsformen in der Gegenwart. Die Rolle der Tsiganologie, die den politischen und wissenschaftlichen Diskurs in der Bundesrepublik über lange Zeit dominierte, soll ebenfalls beleuchtet werden. Der Referent Thomas Höhne M.A. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im bayerischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma.

Für die Teilnahme an diesem Vortrag wird um vorherige Anmeldung bis Mittwoch 13.01.2021, 12 Uhr gebeten.
Senden Sie dazu bitte eine Mail an hiwi.euroethno(at)uni-bamberg.de.
Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie einen Link zu der Veranstaltung.
Die Teilnahmeplattform ist Zoom.

Hinweis für Studierende:
Der Vortrag kann als Exkursionsersatzangebot des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie im WS 20/21 genutzt werden.
Genauere Informationen dazu finden Sie im VC-Kurs zum Exkursionsersatzangebot der Europäischen Ethnologie im WS 2020/21.