Laufende Forschungsprojekte / Drittmittelprojekte

BamBI: Bamberger Baby Institut

Im Bamberger Baby Institut untersuchen wir Fragen der geistigen Entwicklung und ihrer Förderung in den ersten Lebensjahren. Darüber hinaus interessieren wir uns für Bedingungen und Prozesse eines verzögerten Wortschatzerwerbs, der ein Risiko für die sprachliche, kognitive und sozial-emotionale Entwicklung darstellt.

Weitere Informationen: BamBI-Webseite

DICE: Entwicklung von Disparitäten in früheren Leistungen von Kindern: Eine Sechs-Länder-Studie

(gefördert im Rahmen des ORA-Programms  (“The Open Research Area for the Social Sciences”)  / DFG)

In DICE werden mithilfe von sechs internationalen large-scale Kohortenstudien und unter Harmonisierung von längsschnittlichen Daten soziale Ungleichheiten im kognitiven und im sozial-emotional Bereich sowie in der Gesundheit von Kindern vom Vorschulalter bis zum Ende der Vollzeitschulpflicht in Deutschland, Frankreich, Japan, den Niederlanden, dem England und den USA untersucht. Speziell wird analysiert, wie sich soziale Disparitäten im Alter von 3 bis 16 Jahren entwickeln und unterscheiden, durch welche Faktoren sie beeinflusst werden, und wie die nationalen Kontexte diese Prozesse moderieren.

Weitere Informationen: www.uni-bamberg.de/entwicklungspsychologie/forschung/dice/

SEED: Soziale Ungleichheiten und deren Effekte auf die Entwicklung von Kindern: Eine Studie mit Geburtenstichproben in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden

(Social InEquality and its Effects on child Development: A study of birth cohorts in the UK, Germany and the Netherlands)

(gefördert durch das EU NORFACE Programm – mit EU Partnern aus Deutschland, England und den Niederlanden und weiteren internationalen Kooperationspartnern). Sprecher: James Law, England

Leitung des deutschen Teams: Prof. Dr. Sabine Weinert & Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Otto-Friedrich Universität Bamberg; Dr. Jutta von Maurice & Dr. Manja Attig, Leibniz Institut für Bildungsverläufte (LIfBi), Bamberg

Bereits lange vor Schulbeginn zeigen sich im Zusammenhang mit sozialen Ungleichheiten deutliche Entwicklungsunterschiede zwischen Kindern (z.B. im Bereich der Sprache). Diese Disparitäten erweisen sich als sehr stabil und persistieren über das Vorschul- und Schulalter hinweg bis in die berufliche Bildung und den Arbeitsmarkt. Im Projekt 'SEED' werden die Mechanismen der Entstehung, Veränderung und Wirkungen sozialer Disparitäten anhand repräsentativer Längsschnittstudien aus verschiedenen Ländern untersucht. SEED hat zwei zentrale Ziele: 1. Die Untersuchung der Mechanismen, durch die sich soziale Ungleichheiten auf die kindliche Entwicklung, insbesondere den Erwerb sprachlicher und sozio-emotionaler Kompetenzen, auswirken; 2. Die Untersuchung der Auswirkungen der sich entwickelnden sozialen Disparitäten auf Leistungsmuster in der Schule und die weitere Entwicklung der Kinder. Die Analysen basieren auf großen repräsentativen Längsschnittstudien (Kohorten) der drei Antragsländer (England, Niederlande, Deutschland) und werden durch weitere Kooperationen ergänzt und erweitert (USA, Kanada, Australien).

Weitere Informationen: www.uni-bamberg.de/entwicklungspsychologie/forschung/seed/

BRISE: Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (Verbundvorhaben)

(gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Im Rahmen des Verbundvorhabens BRISE wird eine Langzeitstudie durchgeführt, die untersucht, wie sich eine bereits pränatal einsetzende koordinierte Förderung auf verschiedene Bereiche der kindlichen Entwicklung (u.a. die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung) auswirkt.

BRISE begleitet für mehrere Jahre etwa 1.000 Familien in Bremen, die gerade ein Kind bekommen haben bzw. erwarten und bestimmte soziale oder kulturelle Merkmale aufweisen (z. B. Migrationshintergrund, geringes Einkommen). Alltagsintegrierte, zumeist bereits in Bremen vorhandene Angebote zur frühkindlichen und vorschulischen Förderung in Familien und Kindertageseinrichtungen werden systematisch zu einer Maßnahmenkette verknüpft. Mit BRISE wird somit erstmals in Deutschland eine Langzeitstudie zu einem regional großflächig angelegten Förderprogramm durchgeführt.

Als Vergleichsgruppe werden Kinder betrachtet, deren Familien nach eigenem Ermessen die Förderangebote in der Stadtgemeinde Bremen nutzen. Durch die Anbindung sowohl an das Nationale Bildungspanel (NEPS) als auch an das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) kann BRISE auf weitere hochwertige Vergleichsdaten zurückgreifen. Die Verzahnung von BRISE mit dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) wird gemeinschaftlich durch die Verbundpartner Otto-Friedrich-Universität Bamberg und Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. verantwortet.

Weitere Informationen: BRISE

ViVAplus: Bedeutung der frühen häuslichen und außerhäuslichen Lernumwelt für die kindliche Entwicklung

(gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Das ViVAplus-Projekt zielt darauf ab, die Entwicklungsauswirkungen der Qualität des häuslichen Lernumfelds (HLE) und der Quantität und Qualität frühkindlicher institutioneller und familiärer Kinderbetreuung und Bildung (ECEC) zu untersuchen und dabei verschiedene allgemeine und domänenspezifische kognitive, sowie sozioemotionale Ergebnisse im späteren Kindergartenalter miteinzubeziehen.
Das Projekt stützt sich auf Daten der Säuglingskohorte von NEPS und dem ViVA-Projekt, wobei der Schwerpunkt auf Längsschnittanalysen der frühen Kindheit bis zu Welle 6 liegt. Die Hauptziele des ViVAplus-Projekts sind: (1) die tatsächlichen Betreuungsregelungen der repräsentativen Stichprobe von Kindern zu beschreiben, die unter den sich verändernden Bedingungen der frühkindlichen Betreuung und Pflege in Deutschland aufwachsen (2) verschiedene umfassende Indikatoren, die die Voraussetzungen für die in ViVAplus durchgeführte Analyse bilden, zu generieren (3) die Untersuchung der Auswirkungen von HLE und ECEC auf die Entwicklung von Kindern und (4) die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen HLE, ECEC und den kindlichen Eigenschaften.

Weitere Informationen: www.uni-bamberg.de/entwicklungspsychologie/forschung/viva/ 

BiKSplus_3-18: Langfristige Bedeutung früher Entwicklungen und Bildungserfahrungen in Kindergarten und Familie für den Bildungs- und Lebenserfolg junger Erwachsener im Alter von 18 Jahren

(gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Seit Mitte 2005 (gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft) begleitete die Forschergruppe BiKS fast 4.000 Kinder in den beiden Längsschnittstudien BiKS-3-10 und BiKS-8-14 auf ihrem Bildungsweg. Dabei konnten viele wichtige neue Erkenntnisse über kindliche Kompetenzentwicklungsverläufe, Bildungsentscheidungen und der Bedeutung und den Einfluss von verschiedenen Lernumwelten gewonnen werden.

Von 2014 bis 2018 wurden die beiden Längsschnittstudien als einzelne DFG-Projekte unter den Namen BiKSplus [3-13] und BiKSplus [8-18] fortgeführt. Weitere Informationen: https://www.uni-bamberg.de/biks/biksplus-3-13/

Seit Mitte 2019 wird das Projekt (gefördert durch das BMBF) weitergeführt. Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens ist es, die langfristige Bedeutung der Qualität frühkindlicher Bildung in Kindergarten und Familie und der frühen Kompetenzentwicklung für Bildungs- und Lebenserfolg im frühen Erwachsenenalter herauszustellen und mehr Erkenntnisse über mögliche Wirkmechanismen in diesem Zusammenhang zu gewinnen. Dazu sollen die mittlerweile ca. 18 Jahre alten jungen Erwachsenen, über die Daten seit dem Alter von 3 Jahren bis zum Alter von 13 Jahren aus den Projekten BiKS[3-10] und BiKSplus[3-13] vorliegen, und deren Eltern zu einem weiteren Messzeitpunkt erneut befragt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

BiSpra: Bildungssprachliche Kompetenzen - Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik

(gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Im Rahmen dieses Verbundprojekts werden (1) bildungssprachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie damit einhergehende grundständige (entwicklungstypische) Sprachkompetenzen detailliert bestimmt, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um im Unterricht erfolgreich agieren zu können und (2) wird daraus ein linguistisch und (sprach-)entwicklungspsychologisch fundiertes Verfahren entwickelt, das zur Einschätzung und Förderung schulrelevanter sprachlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten von Schülerinnen und Schülern im Grundschulalter verwendet werden kann. Aktuell bearbeitet wird das Projekt „BiSpra-Aufgaben: Weiterentwicklung zu einem diagnostisch nutzbaren Testinstrument und Prüfung der Sensitivität für Fördereffekte“.

Weitere Informationen: BiSpra I; BiSpra II; BiSpra Aufgaben

DFG-Schwerpunktprogramm 1646 “Education as a Lifelong Process. Analyzing Data of the National Educational Panel Study (NEPS)”

gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Das Schwerpunktprogramm 1646 "Education as a Lifelong Process. Analyzing Data of the National Educational Panel Study (NEPS)" beinhaltet verschiedene Forschungsprojekte, die sich einem oder mehreren der folgenden Forschungsthemen widmen: (1) Untersuchung der Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf, (2) Verwendung der NEPS-Daten für weitere relevante inhaltliche Analysen und/oder (3) Lösen von methodischen Fragen mit besonderer Relevanz für das NEPS. Das Projekt soll Ausgangspunkt einer weit verbreiteten Verwendung und Analyse der NEPS-Daten sein und die Forschungsmöglichkeiten des NEPS aufzeigen. Das Schwerpunktprogramm mit einer Gesamtdauer von sechs Jahren startete im Jahr 2012 und wird von Prof. Dr. Sabine Weinert (Universität Bamberg) und Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Blossfeld (European University Institute, Florenz) koordiniert. Insgesamt beinhaltet das Schwerpunktprogramm 26 DFG-geförderte Projekte aus fünf Disziplinen. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Projektwebseite spp1646.neps-data.de.

Koordination und Organisation des DFG-Schwerpunktprogramms 1646 “Education as a Lifelong Process. Analyzing Data of the National Educational Panel Study (NEPS)”

Projektleitung: Sabine Weinert (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) und Hans-Peter Blossfeld (European University Institute, Florenz, Italien)

Das Koordinationsprojekt unterstützt die Arbeit der Teilprojekte des DFG-Schwerpunktprogramms, indem es eine effiziente Infrastruktur zur Verfügung stellt, die disziplin- und projektübergreifende Aktivitäten anregt und unterstützt. Die Hauptziele des Koordinationsprojekts sind die Organisation und Durchführung von Tagungen, Kolloquien und Workshops, um Synergien zwischen den einzelnen Projekten zu bündeln sowie einen interdisziplinären Diskurs zu fördern. Für die NachwuchswissenschaftlerInnen wird ein spezielles Programm im Rahmen zweier Summer Schools angeboten. Weitere Informationen finden Sie hier.

BEaST: Bilingualismus, Exekutive Funktionen, Arbeitsgedächtnis, Sprache und Theory of Mind

Im Rahmen der BEaST-Studie beschäftigen wir uns mit den Entwicklungsbedingungen von Kindern, die mit mehr als einer Sprache aufwachsen. Zweisprachig aufwachsende Kinder haben den Vorteil, dass sie von Kleinauf nicht nur mit einer, sondern mit zwei Sprachen konfrontiert sind und diese im Alltag erwerben können. Auch in anderen Bereichen, wie z. B. der Fähigkeit zur Selbststeuerung (exekutive Funktionen) oder in ihrem Verstehen mentaler Zustände und Prozesse (Theory of Mind) wird von Vorteilen von zweisprachig aufwachsenden Kindern berichtet. Andererseits scheinen zweisprachig aufwachsende Kinder unter gewissen Bedingungen auch Schwierigkeiten in der Sprachentwicklung und damit später im schulischen Lernen zu haben.

Vor diesem Hintergrund werden in der BEaST-Studie die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten und Herausforderungen von mehrsprachig aufwachsenden Kindern genauer in den Blick genommen und es wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung die sprachliche Anregung einerseits und die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder andererseits für die sprachliche und kognitive Entwicklung von zweisprachigen Kindern haben.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Dr. Susanne Ebert und/oder Dipl.-Psych. Katharina Mursin.

Bamberger Projekt WegE für Bund-Länder-Programm "Qualitätsoffensive Lehrerbildung"

Kern der Bamberger Qualitätsoffensive ‚Wegweisende Lehrerbildung‘ (WegE) ist die systematische Weiterentwicklung der Kommunikation und der fachlichen Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaften sowie den Lehramtsausbildungs- und Beratungsangeboten der Universität Bamberg und der Schulpraxis.

Der Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie ist speziell beteiligt an den Teilprojekten

(1) Bildungswissenschaft im Verbund (BilVer), fallbezogene Vernetzung der bildungswissenschaftlichen Ausbildungsteile und

(2) Profilierung der Lehrämter „Berufliche Bildung“ in den Fachrichtungen Sozialpädagogik sowie Wirtschaftspädagogik (BeBi).

Weitere Informationen: https://www.uni-bamberg.de/wege/

NEPS: Nationales Bildungspanel (National Educational Panel Study)

(bis 2013 gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung; seit 2014 Studie am Leibniz-Institut für Bildungsverläufe e.V.)

Das Nationale Bildungspanel beschäftigt sich mit den Fragen, wie sich Kompetenzen im Lebenslauf entfalten, wie Kompetenzen Entscheidungsprozesse an verschiedenen kritischen Übergängen der Bildungskarriere beeinflussen (und umgekehrt), wie und in welchem Umfang Kompetenzen von Lerngelegenheiten in der Familie, der Gleichaltrigengruppe und der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen in Kindergarten, Schule, Hochschule und Berufsausbildung sowie Weiterbildung beeinflusst werden. Zudem soll geklärt werden, welche Kompetenzen für das Erreichen von Bildungsabschlüssen, welche für lebenslanges Lernen und welche für ein erfolgreiches individuelles und gesellschaftliches Leben maßgeblich sind. Deshalb werden Kompetenzentwicklungen nicht nur im Kindergarten oder im allgemeinbildenden Schulsystem, sondern auch in der beruflichen Ausbildung, im Studium und nach Verlassen des Bildungssystems gemessen.

Weitere Informationen: https://www.neps-data.de/

FISS: Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung

(gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Die Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FiSS) hat zum Ziel, empirisch fundiertes Wissen über die Aneignung, Diagnose und Förderung sprachlicher Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen sprachlichen Anforderungen in den Bildungsinstitutionen zu erarbeiten. Im Rahmen der Forschungsinitiative werden empirisch ausgerichtete Forschungsvorhaben gefördert, die die Sprachaneignung und die diagnosegestützte Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen (4 bis 16 Jahre) mit nicht wesentlich beeinträchtigter Sprachlernfähigkeit zum Gegenstand haben. Im Fokus stehen Erwerb, Feststellung und Förderung von Kompetenzen in der deutschen Sprache bei Kindern ohne und mit Migrationshintergrund.

Die Forschungsinitiative wurde bis 31.07.2012 interdisziplinär geführt. Seit 01.08.2012 wird sie ausschließlich linguistisch (Prof. Dr. A. Redder) verantwortet.

Weitere Informationen: http://www.fiss-bmbf.uni-hamburg.de/