KiTa-Qualitäts- und Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG) - Wirksamkeitsevaluation

Das „Gute-KiTa-Gesetz“ (KiQuTG)

 

Mit dem GUTE KITA GESETZ (am 01.01.2019 in Kraft getreten) unterstützt der Bund die Länder dabei, die Qualität der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung und die Teilhabe an der Kindertagesbetreuung zu verbessern.

Die Bundesländer können aus einem Instrumentenkasten mit zehn qualitativen Handlungsfeldern (z.B. Qualifizierte Fachkräfte gewinnen) und Maßnahmen zur Entlastung bei den Gebühren auswählen.

Die Verwendung der von der Bundesregierung zur Verfügung gestellten Finanzmittel wurde in Verträgen mit den 16 Ländern geregelt; dabei wurden länderspezifisch sehr unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Die Länder investieren vor allem in bessere Fachkraft-Kind-Schlüssel, qualifizierte Fachkräfte, starke Kitaleitungen und eine professionelle Kindertagespflege. Elf Länder haben sich entschieden, Gute-KiTa-Mittel für die Entlastung der Familien bei den Gebühren einzusetzen.

Durch die Umsetzung des Gesetzes soll „ein Beitrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse für das Aufwachsen von Kindern im Bundesgebiet und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geleistet werden“ (§ 1 Satz 1 KiQuTG).

Nähere Informationen zum KiQuTG finden Sie hier!

 

Die Evaluation des „Gute-KiTa-Gesetzes“ (KiQuTG)

 

Um zu überprüfen, ob das Gesetz tatsächlich dazu beiträgt, die Qualität in der Kindertagesbetreuung zu verbessern, wurde die Universität Bamberg gemeinsam mit dem Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) Freiburg vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) beauftragt, die Wirksamkeit des Gesetzes zu evaluieren.

Zentral sind die Fragestellungen:

  • Welche Veränderungen der Qualität in der Kindertagesbetreuung gibt es über den Förderzeitraum?
  • Lassen sich Zusammenhänge zwischen der Förderung – den zur Verfügung gestellten Finanzmitteln und den damit verbundenen, vertraglich festgelegten Zielstellungen – und den möglichen Veränderungen erkennen?

Darüber hinaus wird in einer weiteren Evaluationsstudie die Umsetzung des Gesetzes von einer anderen Studiengruppe überprüft.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Yvonne Anders, Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse und Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff wird für die „Evaluation des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege“ von 2020-2022 ein mehrperspektivisches Untersuchungsdesign eingesetzt, welches eine Re-Analyse quantitativer Daten und zusätzliche qualitative Erhebungen vorsieht. Hierdurch werden die Perspektiven von allen Akteuren der frühkindlichen Bildung und Betreuung berücksichtigt  – von Vertreter*innen auf Landesebene bis hin zu den Eltern und Kindern.

Aufgrund unterschiedlicher Ausgangsbedingungen, weiterer Einflussfaktoren und Maßnahmen auf die Qualität sowie unterschiedlich gewählte Handlungsfelder, sind verschiedene Evaluationsstrategien notwendig. Durch eine Methodenvielfalt und der Gegenüberstellung verschiedener Perspektiven können Aussagen zu unterschiedlichen Wirkungspfaden getroffen und Wirkfaktoren im engeren Sinne herausgefiltert werden.

Die Ergebnisse münden in Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Gesetzes und der Praxis.

Sie sind eine wichtige Grundlage für den Evaluationsbericht der Bundesregierung, der erstmalig zwei Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes im Juni 2021 und ein weiterer Evaluationsbericht im Juni 2023 dem Bundestag vorgelegt werden.

 

Laufzeit: März 2020 bis März 2023

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Projektleitung:

Prof. Dr. Yvonne Anders

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrstuhl für Frühkindliche Bildung und Erziehung

96045 Bamberg

Yvonne.anders(at)uni-bamberg.de

 

Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse (Evangelische Hochschule Freiburg)

Prof. Dr. Klaus Fröhlich-Gildhoff (Evangelische Hochschule Freiburg)

Link zur Projektseite der Kooperationspartner an der Evangelischen Hochschule Freiburg: http://zfkj.de/index.php/forschungsaktivitaeten/evaluation-gute-kita-gesetz

 

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen:

Dipl. Päd. Christiane Große

Sabine Blaurock, M.A.

Dr. Katrin Wolf

Dr. Lars Burghardt

 

Studentische Hilfskräfte:

Kristina Hausladen

Julian Apel