Struktur und Inhalt

Aufbau des Studiengangs

Das Fachstudium besteht aus vier Modulgruppen unterschiedlicher Zielsetzung mit insgesamt 15 Modulen. 

In einem ersten Studienabschnitt werden in 8 Grundlagenmodulen Fachwissen in einer festgelegten Fächerauswahl vermittelt, die die Voraussetzungen für die Vertiefung und Anwendung schaffen. 

In einem zweiten Studienabschnitt werden in 3 Vertiefungsmodulen und 3 zugeordneten Profilierungsmodulen Wahlpflichtfächer angeboten, mit denen die Studierenden jeweils zwischen mehreren fachlichen Ausrichtungen wählen können, in denen sie ein vertieftes Wissen, vertiefte Beurteilungsfähigkeit und eine praxisorientierte Anwendungskompetenz erwerben und eigene Forschungsansätze entwickeln können.

Modulgruppe Grundlagen

Die Studierenden erhalten Einführungen in die für die Anwendung digitaler Technologien in der Denkmalpflege relevanten Fächer:

  • Einführung in die Digitale Denkmaltechnologien
  • Informatik in der Denkmalpflege
  • Digitale Objekterfassung (3D bildgebende Verfahren: 3D Scanning, Photogrammetrie/ Structure from Motion)
  • Digitale Archivierung
  • Signalanalyse und Messtechnik
  • Bauphysik am Baudenkmal
  • Werkstoffe und Tragkonstruktion
  • Virtuelle Modellierung (3D Datennachbearbeitung)

Alle Module der Modulgruppe Grundlagen sind Pflichtmodule und dienen dazu, einen Überblick über die am Studiengang beteiligten Fächer zu gewinnen sowie Fachwissen in den für die digitalen Denkmaltechnologien konstituierenden Themen zu erwerben.

Modulgruppe Vertiefung

Die Studierenden stellen sich aus einem Angebot drei Module mit folgenden Schwerpunkten zusammen:

  • Digitale Modellbildung in der Denkmalpflege - Vertiefung (Inhalte: Räumliche Modellbildung und BIM, Simulation des Tragwerks)
  • Digitale Analyse und Monitoring in der Denkmalpflege - Vertiefung (Inhalte: Monitoring mit digitalen Erfassungssystemen, Strukturanalyse und Kombination digitaler Erfassungssysteme, Digitale Technologien in den Restaurierungswissenschaften, Bauphysikalische Bewertung und Sanierung)
  • Digitale Vernetzung und Wissensdistribution in der Denkmalpflege - Vertiefung (Inhalte: Vernetzung digitaler Technologien am Kulturdenkmal, Beteiligungstechnologien/Webtechnologien)

Zugleich wird damit auch die zugehörige fachliche Ausrichtung in den praxis- und forschungsorientierten Profilierungsmodulen festgelegt. Die Vertiefungsmodule dienen der Vermittlung von spezialisiertem Fachwissen und der inhaltlichen Vorbereitung der Profilierungsangebote.

Modulgruppe Profilierung

Die Studierenden wählen aus einem Angebot die zu den absolvierten Vertiefungsveranstaltungen passenden drei Module aus:

  • Digitale Modellbildung in der Denkmalpflege - Profilierung
  • Digitale Analyse und Monitoring in der Denkmalpflege - Profilierung
  • Digitale Vernetzung und Wissensdistribution in der Denkmalpflege - Profilierung

In den Profilierungs-Modulen sollen die digitalen Technologien an Praxisbeispielen aus der aktuellen Forschung angewendet werden. Ziele sind der Erwerb von Beurteilungsfähigkeit, Anwendungs- und Vernetzungskompetenz.

Modulgruppe Masterarbeit

Im Rahmen des Masterstudienganges Digitale Denkmaltechnologien ist eine schriftliche Masterarbeit zu verfassen. Dies geschieht für gewöhnlich im vierten Semester und wird mit 30 ECTS gewertet. Die Betreuung der Masterarbeit kann von jedem regulär lehrenden Professor des Studienganges und prüfungsberechtigten Fachvertreter/-in des Masterstudienganges Digitale Denkmaltechnologien vorgenommen werden (jedoch keine Lehrbeauftragten).

Diese sind aus den Abteilungen Digitale Denkmaltechnologien und Restaurierungswissenschaften (Abteilung Denkmalwissenschaften), Uni Bamberg; Angewandte Informatik (Kulturinformatik und Medieninformatik), Uni Bamberg; Fakultät Design/ Bauingenieurwesen oder Angewandte Naturwissenschaften, Hochschule Coburg.

Das Thema sollte studiengangsorientiert ausgerichtet sein und die objektorientierte Anwendung (d.h. orientiert an Denkmalgebäuden oder Artefakten) von Technologien und Methoden enthalten, die Sie im Rahmen des Masterstudiengangs Digitale Denkmaltechnologien kennengelernt, erworben und/oder vertieft haben. Die Masterarbeit demonstriert die Umsetzung ihrer neu erworbenen Fachkompetenzen. Die Arbeit vertieft eines der Themen, die im Masterstudium Digitale Denkmaltechnologien gelehrt werden und beinhaltet eine technologische oder informatische Komponente bzw. die Nutzung von Technologien oder digitalen Methoden.

Erfolgreiche Masterarbeiten

VerfasserBetreuerThema Abgabejahr
Josef Valentin AmmerProf. Dr. Alexandra Troi„Vermeidung von Schäden an saniertem Sichtfachwerk aufgrund von Schlagregenpenetration – Analyse eines Fallbeispiels mit Simulationen“2019
Alexander HärtelProf. Dr. Matthias Jagfeld„Die Stahlfachwerkbrücke km 45,42 im Pegnitztal – Bestandserfassung und Tragwerksanalyse“2019
Lukas Darius RichterProf. Dr. Alexandra Troi„Dokumentation und Optimierung von Sanierungsansätzen für historische Fenster und Erstellung eines Wärmebrückenkataloges“2019