Forschung

Die Bamberg Graduate School of Historical Studies fühlt sich einem breiten interdisziplinären und Epochen übergreifenden Ansatz verpflichtet, der neben den ‚klassischen’ Feldern der Politik-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte auch die Geschichte von personalen Bindungen, materiellen Kulturen, räumlichen Entwicklungen und visuellen Repräsentationen umfasst. Thematische Schwerpunkte werden auf der historischen Stadt- und Regionalforschung, der Erforschung transnationaler, transkultureller und globaler Prozesse sowie der Geschichte sozialer Beziehungen und Gruppen (z.B. Familie, Verwandtschaft, Geschlechterverhältnisse, Generationen, Patronage-Klientel-Beziehungen, Eliten, Minderheiten) liegen.

Michaela Bauer

Die Epitaphe in St. Michael in Bamberg und die Schönborn-Epitaphe im Mainfränkischen Museum in Würzburg (Arbeitstitel)

Die Epitaphe wurden 1837 von ihrem ursprünglichen Anbringungsort im Bamberger Dom St. Peter und St. Georg entfernt. Im Mainfränkischen Museum fanden 1950 die Epitaphe von Kurfürst Lothar Franz von Schönborn (1693-1729) und von Fürstbischof Friedrich Karl Graf von Schönborn (1729-1746) Aufnahme. In die Benediktinerabtei St. Michael wurden 1838 die Epitaphe von Weigand von Redwitz (1522-1556), Veit II. von Würzburg (1561-1577), Johann Georg Zobel von Giebelstadt (1577-1580), Ernst von Mengersdorf (1583-1591), Neithard von Thüngen (1591-1598), Johann Philipp von Gebsattel (1599-1609), Melchior Otto Voit von Salzburg (1642-1653), Johann Philipp Anton von Franckenstein (1746-1753), Franz Conrad Graf von Stadion (1753-1757) und Adam Friedrich von Seinsheim (1757-1779) versetzt. Seit ihrer Entfernung aus dem Dom fungieren sie als museale Ausstellungsstücke, so dass die Methoden der Rezeptionsästhetik und der ikonologischen Interpretation für die Arbeit grundlegend sind. Besonderer Wert ist auf das Ornament, die Typologie und die Veränderungsgeschichte zu legen.

Christian Chandon

Die spätmittelalterliche Wehrverfassung der fränkischen Bischofsstadt Bamberg. Kontinuitäten und Brüche der Interaktion des stadtherrschaftlichen Dreiecks Bischof - Rat - Domkapitel

Das Dissertationsvorhaben soll in einem ersten Schritt Grundlagenforschung betreiben. An Hand von reichlich vorhandenem Quellenmaterial, das sich u.a. aus kommunalen Rechnungsbüchern, chronikalischen Notizen und Beschreibungen sowie Urkunden zusammensetzt, soll festgestellt werden, wie die Verteidigung der Stadt Bamberg vom 14. bis in das frühe 16. Jahrhundert organisiert wurde. Diese Basis soll in einem zweiten Schritt Rückschlüsse auf die Entwicklung von Rechten und Pflichten der beteiligten Interessensexponenten (Bischof, Domkapitel, Stadtrat bzw. Bürgerschaft) ermöglichen. Dabei sollen die bereits von der Forschung erbrachten Ergebnisse hinsichtlich der Stadtverfassung Bambergs speziell für den Bereich der Wehrverfassung kritisch hinterfragt werden. Unter Berücksichtigung der Wehrverfassung anderer (Bischofs-)Städte des mittelalterlichen römisch-deutschen Reichs soll abschließend geprüft werden, ob sich grundsätzliche Unterschiede der Wehrverfasung von Bischofsstädten und Städten ohne Bischof als Stadtherrn im Mittelalter feststellen lassen.

Lea Daxelmüller

Der Berliner Secessionsmaler Albert Lamm (1873-1939) (Arbeitstitel)

Angedacht ist eine monographische Aufarbeitung des Werkes von Albert Lamm (1873-1939). Er wurde in Berlin geboren, suchte wie viele andere Künstlerkolonisten seiner Zeit die ländliche Idylle, um dort vor der Natur zu malen. Er war ein Schüler des deutschen Landschaftsmalers Ludwig Dill sowie Hans Thoma. 1901 siedelte er in die Fränkische Schweiz um, wo er fortan künstlerisch tätig sein sollte. Er ist auch ein aktives Mitglied der Berliner und Münchner Sezession und ist, obwohl als Künstler in Vergessenheit geraten, in das Kunst- und Kulturleben der damaligen Zeit integriert. Immer wieder äußert er sich in Form von Flugblättern oder Artikeln zu kulturpolitischen und kunsttheoretische Fragen. Die Doktorarabeit soll das Werk dieses Künstlers aufarbeiten und ihn in den Kontext der klassischen Moderne setzen.

Ulrich Feldhahn

Schloss Donaueschingen

Das Schloss in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis), bis heute Wohnsitz der Fürsten zu Fürstenberg, nimmt mit seiner französisch geprägten Erscheinung und Innenausstattung, die größtenteils auf einen 1892/96 nach Plänen der in Paris ausgebildeten und in Wien ansässigen Architekten Bauqué & Pio zurückgeht, eine Sonderstellung in der deutschen Schlösserlandschaft dar. An Hand seines weitgehend unveränderten Erhaltungszustandes sowie umfangreicher, bislang unausgewerteter Archivalien soll eine Beschreibung und Analyse des gesamten Schlossensembles einschließlich seiner Nebengebäude und des umliegenden Parks sowie eine Untersuchung seiner Vorbilder und Einflüsse vor dem Hintergrund des späthistoristischen Residenzbaus in Europa erfolgen.    

Lea Gerhardt

Italienische Karikaturen in der Frühen Neuzeit

Karikaturen erscheinen uns heute in vielfältiger Form, etwa als eine aus wenigen Strichen bestehende übertriebene Porträtzeichnung oder als detailliert gezeichnete Bildsatire. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in ihrer Entwicklungsgeschichte wieder. Ein nicht selten unbekannter Entstehungskontext und der rege motivische Austausch zu ähnlichen Bildgattungen wie der Satire, der Groteske oder dem Capriccio, erschweren die Erforschung der Karikaturentstehung. Verstehen wir die Karikatur als Porträtform, bei der zum Scherz charakteristische Züge einer Person übertrieben hervorgehoben werden, dann handelt es sich um ein italienisches Phänomen der Frühen Neuzeit. Der Begriff „Karikatur“ leitet sich vom italienischen „caricare“ (laden, überladen, übertreiben, stark auftragen) ab. Karikaturen wurden offenbar zuerst hier, seit dem Ende des 17. Jahrhunderts vermehrt auch in anderen europäischen Ländern, zu didaktischen Zwecken und zur Erheiterung des Künstlers, seiner Freunde oder für eine höfische Klientel angefertigt.

Die frühneuzeitliche italienische Karikatur wurde bisher kaum monographisch behandelt. Daher zielt die Dissertation auf eine Sammlung der weit verstreuten und kontroversen Forschungen. Durch diese Bündelung und Überarbeitung von Ergebnissen soll die Bandbreite der Karikaturen dargelegt sowie ihr Entstehungskontext und Nutzen hinterfragt werden. Außerdem ermöglicht die Zusammenstellung bildliche Vergleiche innerhalb der Kunstgattung „Karikatur“, um so zu neuen Erkenntnissen, nicht zuletzt für zahlreiche strittige Zuschreibungen, zu gelangen.

Hanna Gutzeit

Die Kunst des Sterbens: Der Marientod von Hugo van der Goes

Der Maler Hugo van der Goes (1435/40-82) gehört zur zweiten Generation der altniederländischen Künstler. Sein Altargemälde des Todes der Gottesmutter Maria hebt sich in vielfacher Weise von den bekannten Marientoddarstellungen des 15. Jahrhunderts ab. Das Altargemälde von Hugo van der Goes weist nicht nur hinsichtlich seiner Komposition, sondern auch im Bezug auf die Umsetzung seines theologischen Programmes viele Fragen auf. Im Mittelpunkt des Dissertationsprojektes steht die Einordung des Marientodes in die im 15. Jahrhundert immer populärer werdende Ars moriendi (Kunst des Sterbens). Die vielen ungeklärten Bildmomente und die Vermutung, dass die Darstellung den Versuch der Visualisierung der Ars moriendi abbildet, stellen den Kern des Projektes dar.

Johannes Hasselbeck

Der Dreißigjährige Krieg und die Bewältigung seiner Folgen in Bamberg 1632-1693

Die Geschichte der Stadt Bamberg im 17. Jahrhundert ist, abgesehen von einzelnen Aspekten wie den Hexenverfolgungen oder der Guten Policey, immer noch lückenhaft und oft nur unzureichend erforscht. Das Dissertationsvorhaben soll einen wesentlichen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke liefern, indem der Verlauf, die Auswirkungen und letztlich die Bewältigung des Dreißigjährigen Kriegs in Bamberg in der Zeit zwischen dem ersten Schwedeneinfall im Jahr 1632 und dem Antritt des Fürstbischofs Lothar Franz von Schönborn im Jahr 1693 untersucht werden. Neben einer möglichst exakten Rekonstruktion der (Kriegs-)Ereignisse soll weiterführend die Vorgehensweise von Herrschenden wie Beherrschten beim Versuch der Bewältigung der Kriegsfolgen erarbeitet werden. Dadurch berührt die Fragestellung nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte des Lebens der Stadt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, die bisher in der Forschung kaum Beachtung erfahren haben. Darüber hinaus soll hierdurch ein Beitrag zur Untersuchung von Katastrophenerfahrung und -bewältigung in vormodernen europäischen Gesellschaften geleistet werden.

Martin Höppl

Promenadenplätze. Eine Studie über die Gestaltung des öffentlichen Stadtraums in der Gründerzeit 

In der Arbeit werden zentrale Platzanlagen in Berlin, Dresden, Görlitz, München, Bamberg, Wiesbaden, Karlsruhe und Hamburg analysiert, die ihre wesentliche Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert erhalten haben. Die Gründerzeit im Titel ist bewusst weit gefasst und Ausblicke über den Zeitraum 1871-1914/18 werden keine Seltenheit sein. Im Zentrum des Interesses steht die Analyse von Platzgestaltungskonzepten. Welche Künstler, Honoratioren, Politiker und Interessensgruppen waren an der Planung und Verwirklichung beteiligt? In welchem urbanen Kontext stehen die Platzräume? Welche Bezüge gibt es zur zeitgenössischen Theoriebildung? Ein intensiver Austausch insbesondere mit historischen Disziplinen wird mentalitätsgeschichtliche Zusammenhänge über den engeren Bereich der Architektur und Urbanistik hinaus eröffnen und theoretische sowie methodologische Perspektiven eröffnen.

Johannes Jänchen

Mittelalterliche Rathäuser in Franken

Franken ist reich an historischen Stadtkernen und somit auch reich an historischen Profanbauten, wie Wohnhäusern, Amtshäusern und Rathäusern. Trotz der Fülle und Vielfalt an mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Strukturen und Bauten, galt das wissenschaftliche Interesse fast ausschließlich dem fränkischen Fachwerkbau. Darstellungen zur Entstehung und Entwicklung der fränkischen Stadt und ihrer Funktionsbauten blieben meist nur Ansätze. Anhand ausgewählter Beispiele soll diese Dissertation aufzeigen, wie sich das fränkische Rathaus im Mittelalter entwickelte, und somit zumindest eine weitere Lücke in Frankens Geschichte der Stadtentwicklung schließen. Diese Arbeit soll nicht nur klären, welche Vorbilder prägend für das fränkische Rathaus waren sowie welche Formen ihm eigen waren und nicht von auswärtigen Bildern übernommen wurden, sondern auch die Funktion der Räume und der einzelnen Bauteile geklärt werden.

Susann Kretschmar

Studien zu den Illustrationen zum Weißkunig (Arbeitstitel)

Der Weißkunig ist ein autobiographisches Werk über das Leben und politische Wirken Kaiser Maximilians I. (1459-1519). Für das Werk wurden 251 Holzschnitte hauptsächlich durch Hans Burgkmair und Leonhard Beck angefertigt. Doch das als reich illustrierte Buchausgabe geplante Werk blieb unvollendet. Inhaltlich geht die Bilderzählung weit über die knappen Texte hinaus. Anhand eines Konvoluts von über 200, bisher größtenteils unveröffentlichten Vorzeichnungen unbekannter Künstler, soll der arbeitsteilige Schaffensprozess der Illustrationen untersucht werden. Darüber hinaus ist es interessant zu fragen, ob sich anhand der zeichnerischen Vorbereitung und Übertragung in die Holzschnitte Aussagen über soziokulturelle Rahmenbedingungen sowie den künstlerischen und inhaltlichen Anteil des Einzelnen treffen lassen.

Maximilian Merkel

Die Ausbreitung der Syphilis in Europa am Ende des Mittelalters (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt soll sich mit der Ausbreitung der Syphilis in Europa im ausgehenden Mittelalter beschäftigen. Hierbei sind die im Titel genannten Parameter sowohl geographisch als auch chronologisch absichtlich weit gefasst, so dass Analyse und Ausblick über die Jahrhundertwende bis zur Reformation hinaus ermöglicht werden. Der Fokus liegt dabei auf der schnellen, regionalen und zeitlichen Krankheitsausbreitung, den sozialen und kulturellen Auswirkungen und den dadurch ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen. Unter Zuhilfenahme einer Vielzahl an unterschiedlichen Quellentypen, beispielhaft seinen hier Chroniken, Predigten, Briefwechseln, Ratsbeschlüssen, (Krankenhaus-)Rechnungen, Urkunden, Edikten oder Holzschnitten erwähnt, soll neben der Suche nach authentischen, nicht rückdatierten Augenzeugenberichten, festgestellt werden, wie die Krankheitsbeschreibung und -erkennbarkeit durch Zeitzeugen noch vor der Pathomorphose der Syphilis bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts stattfand.

Andreas Reder

Das Militär im Hochstift Bamberg im 18. Jahrhundert (1693-1803)

Das Dissertationsprojekt verfolgt die Zielsetzung, die Zusammensetzung, die Organisation, die innen- und außenpolitischen Funktionen sowie die sozialen Dimensionen der militärischen Einheiten im Herrschaftsgebiet des Hochstifts Bamberg im Verlauf des 18. Jahrhunderts umfassend zu erforschen.  Da breiter angelegte Untersuchungen zum Militär der kleineren deutschen Staaten fehlen, erwächst der Eindruck, dass Forschungsergebnisse v. a. zu Preußen oder auch Kursachsen in weiten Teilen für andere (kleinere) Territorialstaaten des Reiches stark generalisiert wurden. Im Hinblick auf die genannten Forschungsdesiderate soll die geplante Dissertation einen Beitrag zur Schließung der Forschungslücke zum Militär kleiner (geistlicher) Territorialstaaten leisten und einen Gegenpol zu Untersuchungen zu den großen Heeren des Reichs (Preußen, Kursachsen) und zu reichsstädtischen Militäreinheiten bilden. Im Zentrum der Arbeit stehen alle militärischen Einheiten des Hochstifts Bamberg sowie ihre sozialen Verflechtungen und Berührungspunkte mit der zivilen Bevölkerung. Dabei sind die Grenzen zwischen Militärangehörigen und Zivilisten oft fließend, da beispielsweise der Landesausschuss, eine Art Bürgermiliz aus Untertanen, ein Verbindungsglied zwischen beiden Positionen bildet und gleichzeitig auch in seiner Polizeifunktion zur Kontrolle der ‚Berufssoldaten‘ eingesetzt wurde. Angestrebt wird eine organisations-, sozial- und erfahrungsgeschichtliche Studie, die die Geschichte des Bamberger Militärs in ihren herrschaftlichen und gesellschaftlichen Kontext verortet und an aktuelle geschichtswissenschaftliche Konzepte und Debatten anschließt.

Patrick Reitinger

Politisches Denken und räumliche Praxis. Eine Beziehungsgeschichte der bayerischen und tschechischen Raumpolitik im 20. Jahrhundert

Im Dissertationsprojekt werden die Raumpolitiken in den bayerischen und tschechischen Grenzregionen ab 1918 miteinander verglichen und zueinander in Beziehung gesetzt. Das Projekt verfolgt die Entwicklung eines historisch-geographischen Begriffs vom Raumpolitik an der Schnittstelle von Raumtheorie, Sozialtheorie und Zeittheorie. Durch die Verbindung einer solchen Historischen Sozialgeographie und einer bayerisch-tschechischen Beziehungsgeschichte entsteht eine transnationale und translokale Raumperspektive, durch die die politischen Verflechtungen zwischen Bayern und Tschechien im 20. und 21. Jahrhundert neu beleuchtet werden können.

Thomas Ruppenstein

Aspekte der Herrschaftsverfassung des Hochstifts Bamberg im Wechselspiel zwischen Fürstbischof und Domkapitel vom Ende des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (Arbeitstitel)

Das Verhältnis zwischen Fürstbischof und Domkapitel ist von zentraler Bedeutung für die Herrschaftsverfassung des Hochstifts Bamberg, insbesondere für die Frühe Neuzeit. Die Zeitspanne vom Ende des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts markiert dabei eine Phase der Umbrüche bzw. Wandlungen in dieser Beziehung, die bislang gerne als Niederlage des Domkapitels interpretiert wurde.

Im Jahr 1748 vereinbarten Fürstbischof und Domkapitel einen Vertrag, um die lange Reihe von Konflikten und Streitigkeiten zwischen beiden Parteien beizulegen. Dieser Vertrag bedeutete auch das Ende für die Herrschaft des Domkapitels über die Sonderrechtsbezirke der Stadt Bamberg, die sogenannten Immunitäten. In meiner Diplomarbeit habe ich erfolgreich die bislang unbekannten Verhandlungsprozesse, Vorgänge und Hintergründe um diesen Vertrag rekonstruiert. Es wurde deutlich, dass die bisherigen Interpretationen den komplexen Umständen und Entwicklungen nicht gerecht werden.

Ziel meines Dissertationsvorhabens ist es daher, die Untersuchungen des Verhandlungsprozesses von 1743 bis 1750 zu vertiefen und gleichsam auf den Zeitraum von  1693 bis 1802 zu erweitern. Zu erwarten sind dabei grundlegende und notwendige Erkenntnisse zu Verfassungsstrukturen von Hochstift und Stadt Bamberg, gerade für die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts. Besondere Einsichten in das Verhältnis von Fürstbischof und Domkapitel verspricht weiter die Frage nach jeweiligen Motivationsräumen und die damit einhergehende Interpretation von Generationenbewusstseinsformen und -konflikten innerhalb und zwischen den beiden Regierungsparteien des Hochstifts.

Sandra Schardt

„Armut und Illegitimität in den fränkischen Landgemeinden im 18. und 19. Jahrhundert“

Die Dissertation trägt den Arbeitstitel „Armut und Illegitimität in den fränkischen Landgemeinden im 18. und 19. Jahrhundert“ und beschäftigt sich mit den in dieser Zeit nicht selten vorkommenden unehelichen Geburten. Dabei soll sie sich mit den Gründen für außereheliche Geburten, den Hintergründen für deren zahlenmäßigen Anstieg im 19. Jahrhundert und den Lebenssituationen der Betroffenen beschäftigen. Außerdem geht es auch um den Umgang mit Unehelichkeit und den Folgen einer unehelichen Geburt für Mutter und Kind. Konkubinate, Abtreibung sowie Kindstötung sollen am Rande behandelt werden. Exemplarisch sollen 2-3 Gemeinden (evtl. Stadt- und Landgemeinden vergleichend) herangezogen werden.

Domenic Schäfer

Die Selbstdarstellung von Serverus Alexander

Mein Promotionsvorhaben befasst sich mit der Selbstdarstellung von Severus Alexander (222-235). Dieser Kaiser, der letzte Kaiser der Severer-Dynastie, ist vor allem aufgrund seines durchaus speziellen Verhältnisses zu seiner Mutter und zu einigen weiteren einflussreichen Beratern interessant. Auch sein Verhältnis zum Senat verdient besondere Beachtung, zumal es sich von den Vorgängern eklatant unterscheidet. In vielfacher Hinsicht lassen sich Anknüpfungspunkte an Septimius Severus und an Caracalla eruieren, die sich vornehmlich auch im Bereich des Kultus manifestieren. Daneben wird in meiner Dissertation aber auch sein Verhältnis zu seinem Vorgänger Elagabal im Zentrum des Interesses stehen, wobei insbesondere analysiert werden muss, inwiefern er sich konkret von den Praktiken seines Vorgängers abwandte. Die Besonderheit meiner Dissertation ist in der Methodik zu sehen: So soll die entsprechende Vita der Historia Augusta, der maßgebliche literarische Text, nur am Rande berücksicht werden, während das Hauptaugenmerk auf den Denkmälern, Inschriften und Münzen liegen wird. Gerade die Provinzialprägungen zu Severus Alexander sind noch nicht systematisch untersucht worden, weshalb ich mir in dieser Hinsicht zu Recht die eine oder andere neue Erkenntnis erhoffe.

Andreas Schenker

Der Viehhandel im Hochstift Bamberg 1763–1803. Struktur, Entwicklung und die Verhandlung der Rahmenbedingungen zwischen Obrigkeit und Marktakteuren

Das Dissertationsprojekt strebt eine Symbiose von Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und einer akteurszentrierten Geschichte von Herrschaft als sozialer Praxis an. Mit dem regionalisierten Viehhandel des 18. Jahrhunderts wird hierfür ein noch kaum erforschtes Feld gewählt. Erstmals soll eine quantitativ gestützte und die Gesamtstruktur des Marktes ergründende Darstellung des Viehhandels in, aus und innerhalb eines bestimmten Raums geleistet werden. Dafür sollen zunächst die Marktakteure ermittelt und ihre Merkmale analysiert werden. Anschließend soll die wirtschaftliche Entwicklung quantitativ gemessen und erklärt werden. Vor diesem Hintergrund soll gefragt werden, welche Rahmenbedingungen die Obrigkeit auf welche Weise mit den Akteuren des Viehhandels aushandelte. Die dabei aufeinanderstoßenden Ziele und die letztlichen Verhandlungsresultate sollen darauf geprüft werden, inwieweit sie mit der sozioökonomischen Entwicklung und Stellung der Akteure zu erklären sind. Das Projekt verspricht sowohl grundlegende Kenntnisse über ein zentrales Feld des frühneuzeitlichen Wirtschaftsgefüges als auch eine ökonomische Erweiterung des Konzepts vom Aushandeln von Herrschaft.

Jennifer Schmid

Atlantische Epidemien und Europäische Bedrohungsszenarien - Wahrnehmungen des "gelben Fiebers" im Diskurs deutschsprachiger Mediziner um 1800

Die Umbruchsphase der Medizin um 1800, die vor allem mit der Akademisierung der Ärzteschaft und einer Ausdifferenzierung traditioneller Heilmethoden in zahlreiche und vor allem theoretisch-philosophisch geprägte Konzepte einherging, fiel zeitlich mit der Ausbreitung des bis dato weitgehend unerforschten "gelben Fiebers" - einer der gefährlichsten Tropenkrankheiten der Frühen Neuzeit - zusammen. Die intensive Auseinandersetzung amerikanischer und europäischer Ärzte mit der Krankheit hatte nicht nur das Ziel, Patienten adäquat behandeln zu können und eine Ausbreitung zu verhindern, sondern sie bot auch die Möglichkeit, sich mit innovativen Krankheitskonzepten innerhalb des Medizinerstreits zu profilieren und bei der Beratung politisch bedeutsamer Obrigkeiten zum Umgang mit der Krankheit auf sich aufmerksam zu machen. Das vorliegende Dissertations-projekt möchte Kontext und Inhalt der Gelbfieberdebatte unter deutschsprachigen Medizinern nachzeichnen, die beispielhaft für das Wirklichkeits- und Selbstverständnis westlicher Ärzte gegen Ende der Frühen Neuzeit steht.  

Roland Schnabel

Christliche Mohammedviten des Hochmittelalters

Gegenstand des Dissertationsprojekts sind die hochmittelalterlichen Lebensbeschreibungen Mohammeds aus der Feder christlicher Autoren in Mitteleuropa. Dabei sollen die Quellen nicht als Spiegel des Wissens über Mohammed in ihrer Entstehungszeit oder als reine Polemik oder Fantasieprodukte gelesen werden, sondern vor dem Hintergrund innerkirchlicher Zustände zur Entstehungszeit untersucht werden. Ziel ist es, plausibel zu machen, dass in den ausgebauten Viten Mohammeds aktuelle kirchliche Diskurse (z.B. über Heiligkeit, Wunder oder die Rolle des weltlichen Herrschers) verhandelt werden konnten und wurden. Zeitlich wird die Arbeit sowohl Texte vor als auch nach der Koranübersetzung 1143 berücksichtigen.

Deborah Seiler

Male Friendship Among Upper Class Men in Western Europe, c. 1300-1450

With a starting point of male gender identity, I will look at how upper class men - artistocrats and gentry - conceptualised and experienced same-sex friendship. My aim is to build a solid understanding of how men conceptualised and experienced same-sex friendships in the context of their gender identity, how they defined such relationships, how the relationships were lived, etc. Some areas of interest will be:

How did men in the late middle ages conceptualise intimate, emotional, non-sexual relationships between themselves?  How did they navigate the threat of unaccepted sexuality - i.e. sodomy?  How did their relationships with other men affect their sexuality - both in the context of themselves and of women?  How did status affect intimate relationships between men?  How did men express affection - both physical and emotional - in various contexts?  Did marriage affect friendships? If so, how?  How did male friendships affect men's conceptions of both themselves and of women?  How was friendship depicted by men - in art, letters, didactic works, etc.?  Did the mobility of the upper classes have an impact on the kind of friendships formed?

Marc Seeliger

Die Polizei in Nürnberg-Fürth 1918-1952

Das Dissertationsprojekt will die Geschichte der in Nürnberg und Fürth befindlichen Polizeien während der Weimarer Republik, der NS- und der Nachkriegszeit untersuchen. Im Mittelpunkt steht hierbei der strukturelle Wandel des Polizeiwesens in Bayern und Deutschland am Nürnberger Beispiel und die Auswirkungen der zahlreichen Veränderungen auf die Handlungsfelder der PolizistInnen als Akteure.

Die Krisen der Weimarer Republik, die Modernisierung des Polizeiwesens in den 1920er Jahren und in Nürnberg zudem die Verstaatlichung der Polizei im Klima der Angst vor Revolutionsumtrieben, hatten zahlreiche Änderungen in der Struktur und der generellen „police culture“ der Polizei zur Folge. Ab 1933 folgte dann die Integrierung der Polizei in den NS-Verfolgungsapparat und die Gleichschaltung der Länder. Mit der Rekommunalisierung der Polizeien in der amerikanischen Besatzungszone wurde zwischen 1946 und 1952 die bayerische Polizei neu aufgebaut und damit erneut bedeutende strukturelle und rechtliche Veränderungen vorgenommen.

Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie sich die genannten Umwälzungen auf die Polizeieinheiten in Nürnberg auswirkten und wie die PolizistInnen auf die Änderungen reagierten. Darüber hinaus soll neben den Akten der Behörden und privater Überlieferungen von PolizistInnen auch danach geforscht werden, wie die von polizeilichem Handeln betroffenen Personen reagierten. Nach dem Krieg blieben Verhaltensmuster und Vorgehensweise der Polizei noch lange von der NS-Zeit geprägt. Auch deshalb soll der zeitliche Rahmen nicht etwa auf 1933-45 beschränkt bleiben, sondern in Anlehnung an jüngere Forschungsprojekte zu Brüchen und Kontinuitäten bei den staatlichen Akteuren nach 1945, auf die Nachkriegszeit ausgedehnt werden.

David Landry So

Männliche Beschneidung in Westafrika am Beispiel der Elfenbeinküste 1893-2015. Zwischen Tradition, Religion, Verbot und Normalität.

Der afrikanische Kontinent zerfällt heute, was die Verbreitung der männlichen Beschneidung betrifft, in zwei Zonen. Während in West- und Zentralafrika fast alle Jungen bereits kurz nach der Geburt beschnitten werden und die Beschneidungsrate unter jungen Erwachsenen fast 100% erreicht, wird die Beschneidung im östlichen und südlichen Afrika nur von einigen Ethnien als Initiationsritual zu Beginn der Pubertät praktiziert. Die in den einzelnen Teilen Afrikas sehr unterschiedlich hohe Prävalenz der männlichen Beschneidung ist aus medizinischer Sicht gut untersucht, da die WHO seit längerem für eine flächendeckende Beschneidung eintritt, um so die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von HIV und anderen STI zu verringern ; allerdings stellt keine dieser Untersuchungen die Frage nach den Gründen und für die sehr großen Unterschiede der Beschneidungsraten zwischen West- und Zentralafrika einerseits und dem östlichen und südlichen Afrika andererseits.

Aus ganz anderer Perspektive ist die Jungenbeschneidung gleichzeitig in Deutschland zu einem politischen Thema geworden. In der Beschneidungsdebatte von 2012 wurde die Erlaubtheit der Beschneidung Minderjähriger aus religiösen oder kulturellen Gründen als mögliche Beeinträchtigung des Menschenrechts auf körperliche Unversehrtheit grundsätzlich in Frage gestellt. Es zeigte sich hier ein tiefgehender kultureller Gegensatz, der auch die Integration von Migranten langfristig erschweren kann: Während in West- und Zentralafrika die Beschneidung von Jungen heute als kulturell und sozial absolut geboten betrachtet wird und ihre Unterlassung als schwerwiegende Vernachlässigung elterlicher Fürsorgepflichten gilt, betrachten viele Europäer die Beschneidung aus religiösen, juristischen oder kulturellen Gründen als ein grausames Ritual, das den nicht einwilligungsfähigen Jungen verstümmelt und deshalb als schwerwiegendes Vergehen der Eltern und der beteiligten Ärzte geahndet werden sollte. Unter beiden Gesichtspunkten stellt sich die Frage, ob die hohe Prävalenz der männlichen Beschneidung in West- und Zentralafrika als kulturelle Besonderheit dieses Raumes schon immer so existiert hat, oder ob sie sich unter spezifischen historischen Bedingungen herausgebildet hat.

Bei näherer Betrachtung der wenigen Erwähnungen dieser Frage in der bisherigen Forschung zeigt sich, dass die Situation in West- und Zentralafrika sich zu Beginn der Kolonialzeit keineswegs fundamental von der Situation im östlichen und südlichen Afrika unterschied. Einige Ethnien praktizierten die Beschneidung und zwar als Initiationsritual am Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter, andere Ethnien dagegen lehnten sie ab. Irgendwann zwischen dem Ersten Weltkrieg und dem Ende des 20. Jahrhunderts vollzog sich dann eine Entwicklung hin zu einer Beschneidung fast aller Jungen im Säuglings- oder Kleinkindalter als selbstverständlicher Eingriff unabhängig von ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit. Es stellt sich damit die Frage, wann, aufgrund welcher Entwicklungen und begünstigt von welchen Akteuren es zu dieser Entwicklung kommen konnte. Zu untersuchen sind dabei unter anderem folgende Fragen: Welche ethnischen Gruppen praktizierten die männliche Beschneidung vor 1893 und warum? Welche Haltung hatten die christlichen Missionare gegenüber der Beschneidung während der Kolonialzeit und welchen Veränderungen war diese Haltung unterworfen? Welche sind die Akteure der Beschneidung? Was sind die Methoden (Schneidwerkzeug) und die Ergebnisse? Was ist der heutige Sinn der Beschneidung als identitätsstiftende kulturelle Praxis? 

Diese Fragen sollen in der Dissertation am Beispiel der Elfenbeinküste untersucht werden. Die Elfenbeinküste bietet sich für eine solche Untersuchung in besonderer Weise an, da sie an der Schnittstelle der vier großen westafrikanischen Sprach- und Kulturräume liegt, die im Tal des Bandama aufeinandertreffen (Gur, Mande, Kru, Kwa). Das Land wurde im 15. und 16. Jahrhundert durch unterschiedliche Migrationswellen besiedelt und nach der Kolonialzeit (1893-1960) zu einer Vielvölkernation unabhängig. Es ist daher zu erwarten, dass viele der im folgenden für die Elfenbeinküste gewonnenen Erkenntnisse auf Westafrika insgesamt übertragbar sind. Dies wird auch anhand punktueller Vergleiche mit Entwicklungen in anderen Ländern der Region aufgezeigt werden.

Sophie Stackmann

Integrität als Kriterium für Welterbemanagement in urbanen Räumen

Die Dissertation beschäftigt sich mit einer seit 2005 bestehenden Unklarheit in den Welterberichtlinien. Dabei geht es um den Begriff "Integrität", der für Weltkulturerbe als neues Kriterium eingeführt wurde. Herkunft, Genese und Anwendung von Integrität sollen daher im Rahmen des historischen Diskurses untersucht werden, um heutige Fragen an das Konzept zu klären. Als Beispiele für die Untersuchung sollen Städte dienen, die als Erbe mit hohem Veränderungsdruck besonders veranschaulichend wirken.

 

Cornelia Thielmann

Moderne Burgen. Burgenrestaurierungen in der Bundesrepublik Deutschland zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Einführung der Denkmalschutzgesetze (Arbeitstitel)

Burgen wurden bereits seit dem 19. Jahrhundert unter macht- und identitätspolitischen Gesichtspunkten restauriert. Im Dissertationsprojekt werden erstmals jüngere Burgenrestaurierungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf denkmalpflegerische Entscheidungen und politisch-ideologische Zusammenhänge untersucht. Die Kontinuität in der Burgendenkmalpflege vom Nationalsozialismus in die Bundesrepublik und der Einfluss von Mittelalterbildern auf den Restaurierungsprozess sollen kritisch untersucht werden. Ebenso soll der Zusammenhang zum zeitgleichen Wiederaufbau der deutschen Städte erfasst werden, um einen Beitrag zur aktuellen Rekonstruktionsdebatte zu leisten.
Die Bearbeitung soll exemplarisch anhand westdeutscher Burgenrestaurierungen bis in die 1970er-Jahre erfolgen. Als Quellen dienen archivalische Schrift- und Bildquellen sowie Interviews mit Akteuren der Restaurierungen.

Gerald Vogt

Die Entwicklung des Bamberger Bürgertums (1800-1914)

Revolution, Restauration, Industrialisierung und Krieg waren im 19. Jahrhundert der Grundstein für die Bildung des modernen Bayern. Das Bürgertum entwickelte sich in dieser Zeit zur staatstragenden Sozialformation des Königreichs Bayern. Als mittelgroße, katholisch geprägte Provinzstadt stellt Bamberg ein besonders interessantes Untersuchungsobjekt dar: Im 19. Jahrhundert vollzog sich im Fürstbistum eine rasante Entwicklung von der ländlichen Haupt- und Universitätsstadt hin zu einer Garnisons- und Handelsstadt. Eine - 14.000 Datensätze enthaltende - Datenbank dient der Dissertation als fundierte, empirische Basis. Neben der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der Stadt Bamberg werden auch die Sozialnetzwerke des Bürgertums ergründet. Die Dissertation wird in der Bürgertumsforschung eine Lücke schließen, da hier Mittelstädte bislang nur sehr wenig beachtet wurden.

Rebecca Welkens

Die graphische Tronie im Kulturbetrieb der Niederlande (Arbeitstitel)                     

Die graphische Tronie wurde in zahlreichen Werk- und Produktionsstätten im 16. und 17. Jahrhundert als autonomes Kunstwerk angefertigt. Über einen professionellen Handelsapparat wurden die experimentellen Darstellungen des menschlichen Gesichts in den nördlichen und südlichen Niederlanden sowie darüber hinaus verbreitet. Die Arbeiten ließen so heute noch nachvollziehbare Netzwerke entstehen, die sich zum einen über die Künstler als Produzenten und zum anderen über die Händler und Käufer als Konsumenten definierten.

Die Arbeit widmet sich der Sichtbarmachung medialer Eigenheiten graphischer Tronien sowie der Herausstellung der verschiedenen Aufgaben, auf die sie im Kulturbetrieb der Niederlande anwendbar waren. Fragen bezüglich des Ursprungs, der (Weiter-)Entwicklung sowie der Rezeption und der differenzierten (Publikums-)Wahrnehmung stehen dabei im Mittelpunkt. Mithilfe ihrer Beantwortung soll die individuelle Position der Tronie als besondere graphische Erscheinungsform im kulturellen Transfer der Niederlande herausgestellt werden.