Katrin Betz

Projekt: Mündlichkeit und Schriftlichkeit: die Verwendung deadjektivischer Depiktive im Spanischen. Eine korpuslinguistische Untersuchung im Rahmen der kognitiven Linguistik.

Fachbereich: Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Martin Haase

Depiktive und adverbiale Konstruktionen haben sich als ein ergiebiger Untersuchungsgegenstand der Sprachwissenschaft erwiesen. Ihre Beschreibung führte sowohl im Rahmen formalistischer als auch funktionaler Grammatikmodelle zu zahlreichen Veröffentlichungen. Daneben sind sie auch aus variationslinguistischer Sicht von Interesse.

In der Arbeit werden die typischen Eigenschaften von depiktiven Konstruktionen im Spanischen herausgearbeitet. Dazu wird auf die Beschränkungen eingegangen, die der Verwendung bestimmter Adjektive und Adverbien zu Grunde liegen, wobei auch die Abgrenzung prädikativer Adjektive von bestimmten Adverbien eine Rolle spielt.

Grundlage dieser Untersuchung soll die Entwicklung einer sprachtheoretisch fundierten Methode sein, die eine gezielte korpuslinguistische Untersuchung ermöglicht. Auf diesem Hintergrund soll schließlich versucht werden, hypothetische Rückschlüsse auf die Grammatikalisierung der MENTE-Adverbien zu ziehen.

Hanna Budig

Projekt: Sprachkonflikt in den katalanischen Ländern

Fachbereich:Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz

Jochen Podelo

Projekt: Nicht standardisierte Orthographie in der russischen Internetkommunikation aus Kontextualisierungsperspektive

Fachbereich:Slavische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Sebastian Kempgen

Tanja Prohl

Projekt: Diglossie in Frankreich? - Eine empirische Untersuchung der lexikalischen Ebene

Fachbereich:Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz

Vincenz Schwab

Projekt: Frühe volkssprachige Lexik in den mittelalterlichen Gesetzestexten der Alemannen (Arbeitstitel)

Fachbereich:Deutsche Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Stephanie Stricker

Bei der Überführung von mündlicher zu geschriebener Rechtstradition werden in den Gesetzesaufzeichnungen des frühen Mittelalters im Kontext des lateinischen Wortlauts mitunter vulgärsprachige Wörter kodifiziert. Diese dokumentieren mit dem archaischen Rechtswortschatz die frühesten Belege einer deutschen Fachsprache überhaupt.

Das Dissertationsvorhaben setzt es sich zum Ziel, die Überlieferungsträger der Rechtsaufzeichnungen der Alemannen zu sichten, bewerten und zu sortieren. Das darin enthaltene volkssprachige Wortgut soll nach zeitgemäßen philologischen Maßstäben ganzheitlich erfasst und aufbereitet werden. Die Erschließung dieses genuin deutschen Wortmaterials bietet Erkenntniswert für die historische Sprachwissenschaft im Bereich der Grammatik, Lexik und Pragmatik.

Lukas Sönning

Projekt: Phonological variation in German Learner English

 

Fachbereich: Englische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Manfred Krug

This study is concerned with the linguistic constraints underlying the acquisition of a second language (L2) phonology. It pursues two aims: The first is to offer an extensive survey of theoretical work on L2 phonology with a focus is on the scope and predictive adequacy of individual frameworks. A set of n = 20 contributions is evaluated in terms of their domain of application and the specificity of their predictions. The second aim is to make empirical contributions to the study of phonological variation in German Learner English by exploring the relevance of theoretically motivated constraints across a diverse range of proficiency levels. Theory-derived hypotheses are confronted with data from a cross-sectional study on various segmental features in the pronunciation of n = 62 German learners of English (including n = 27 native speakers as a baseline of comparison). The study relies on acoustic and auditory analyses to shed new light on several notorious structures, including final obstruent (de)voicing, dental fricatives, the labiodental fricative /v/, the labio-velar glide /w/, English /r/, ‘clear’ and ‘dark’ laterals, and the TRAP-DRESS contrast.

Alicia Urquidi

Projekt: Konventionalität und Originalität von spanischen Wirtschaftsmetaphern im journalistischen Diskurs

Fachbereich:Romanische Sprachwissenschaft

Betreut von:Prof. Dr. Hans-Ingo Radatz.

Diese Arbeit verfolgt zwei Fragestellungen. Erstens wird der Metapherngebrauch im journalistischen Wirtschaftsdiskurs spanischsprachiger Zeitungen erörtert. Wie wird in der spanischsprachigen Öffentlichkeit über die gesellschaftsrelevanten Wirtschaftsphänomene gesprochen? Können dominante Metaphern identifiziert werden, die den Ton der Diskussion machen? Spiegeln sich die Entwicklungen in der öffentlichen Meinung, die nach der Finanzkrise von 2008 scheinbar eine kritische Wende gemacht hat, auch in der Sprache wider? Wie werden Sachverhalte anhand von Metaphern konzeptualisiert?

Das zweite Ziel ist die sprachwissenschaftliche Erforschung von Metaphern als Phänomen zwischen Konventionalität und Neuartigkeit im Rahmen der kognitiven Linguistik. Welche formellen und inhaltlichen Eigenschaften unterscheiden eine konventionelle Metapher wie „steigende Inflation“ von einer Neuartigen wie „Steuerbunker“? Sind verschiedene Metaphern unterschiedlich 'stark', und deswegen mehr oder weniger relevant zur Diskursanalyse? Wenn wir Veränderungen im Metapherngebrauch feststellen können (z.B. Neuschöpfungen, Umdeutungen oder Verlust und Gewinn in ihrer metaphorischen Stärke), wie können wir diese erklären? Mit Methoden der Korpus- und Kognitionslinguistik werden neben zwei großen Textkorpora (CODICACH und IULA/UPF) auch Zeitungsartikel aus zwei spanischsprachigen Zeitschriften, El País und El Mercurio, untersucht, um diese Fragen zu beantworten.

Valentin Werner

Dissertation: Usage and alternation of past time reference in World Englishes

Fachbereich:Englische Sprachwissenschaft

Betreut von: Prof. Dr. Manfred Krug

Link zur Publikation

This PhD project focuses on a combined quantitative and qualitative analysis (mainly) on the present perfect (HAVE + past participle).

I employ corpus material from various components of the International Corpus of English, which is automatically tagged for parts of speech and from which occurrences of the present perfect are automatically extracted. Representative samples of the occurrences are then manually annotated for various factors (such as semantics, Aktionsart, temporal adverbials, sentence type, preceding tense, etc.) so that the distributions and the relative importance of these factors can be analyzed. Also the impact of alternative surface forms that may express a present perfect notion is considered.

The layout of the dataset makes the inclusion of effects of different registers possible, a point that has been largely ignored in previous work. Measures of similarity between the various varieties of English under investigation are established (e.g., with the help of hierarchical cluster analysis) and relate the findings to a number of general models of World Englishes, whose adequacy for this particular area of grammar is tested. Therefore, the project complements other empirical studies of the present perfect which merely focus on differences between British and American English or which outline differences and similarities between various non-native Englishes in general.