Studienstruktur

Der Bachelorstudiengang Pädagogik kann neben dem verbindlichen Studium der Modulgruppe Pädagogik durch die Wahl von zwei Studienschwerpunkten aus den drei Bereichen

  • Elementar- und Familienpädagogik,
  • Erwachsenenbildung/Weiterbildung oder
  • Sozialpädagogik

zusammengestellt werden.

Darüber hinaus kann er individualisiert werden über die Wahl eines zusätzlichen Nebenfaches.

Die notwendige Interdisziplinarität sichern dabei die Module der Bezugswissenschaften Psychologie und Soziologie. Die „Allgemeinen Berufsqualifizierenden Kompetenzen“ und die begleiteten Praktika garantieren eine kontinuierliche Berufsorientierung.

Inhalte

Die Allgemeine Pädagogik befasst sich unter anderem mit:

  • Arbeitsfeldern der Erziehungswissenschaft,
  • Qualitätsmanagement und -sicherung,
  • Herausforderungen durch neuere Entwicklungen.

Der Lehrbereich der Empirischen Forschungsmethoden ist am Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik angesiedelt und fokussiert folgende Inhalte:

  • Deskriptiver und schließender Statistik
  • Einführung in quantitative und qualitative Methoden.

Studierende lernen, wie Daten erhoben, dokumentiert, aufbereitet, ausgewertet und wissenschaftlich beurteilt werden können. Dazu gehört beispielsweise was bei der Konstruktion eines Fragebogen zu beachten ist und wie nachfolgend mit den Ergebnissen umgegangen werden muss.

Der Studienschwerpunkt Elementar- und Familienpädagogik konzentriert sich auf:

  • wissenschaftliche Befunde zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern
  • Historische und gegenwärtige Entwicklungen elementar- und familienpädagogischer Institutionen

Der Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung behandelt insbesondere folgende Themen:

  • Handlungsfelder der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung
  • Wissenschaftliche Befunde zu Didaktik und Methodik der Erwachsenenbildung und Weiterbildung

Der Studienschwerpunkt Sozialpädagogik fokussiert insbesondere:

  • Sozialpädagogische Historiographie
  • Theorien und Konzepte der Sozialpädagogik
  • Grundlagen/Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation

Zum Begriff "Sozialpädagogik"- Unterscheidung zu "Sozialer Arbeit"

Die Begriffe "Sozialarbeit", "Sozialpädagogik" und "Soziale Arbeit" werden oft in einem Atemzug genannt, manchmal synonym, manchmal stark dekontextualisiert, (fast) immer aber wenig präzise. In Bamberg werden im weitesten Sinn Theorien, Konzepte und Methoden der "Hilfen zur Lebensbewältigung" aus theoretischer, analytischer, systematischer, vergleichender, historischer und handlungsorientierter Perspektive thematisiert.

Aber: Der Schwerpunkt Sozialpädagogik, eingebettet in den Bachelorstudiengang Pädagogik in Bamberg, ist nicht vergleichbar mit einem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an anderen Hochschulen!

Literaturtipps zum Thema:

Merten, R. (1988): Sozialarbeit - Sozialpädagogik - Soziale Arbeit. Begriffsbestimmungen in einem unübersichtlichen Feld. Lambertus-Verlag.

Mühlum, A. (2001): Sozialarbeit und Sozialpädagogik. 3. Auflage. Lambertus-Verlag

Die Bezugswissenschaft Psychologie (Modul Psychologische Grundlagen pädagogischen Handelns) am Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung spezifiziert insbesondere:

  • Berufsfeldrelevante psychologische Ansätze,
  • Grundlegende psychologische Befunde und Erkenntnisse zu Fragen von Erziehung, Bildung, Lehren und Lernen.

Die Bezugswissenschaft Psychologie ist zwar in der Fakultät Humanwissenschaften angesiedelt, jedoch nicht am Institut Psychologie, sondern am Lehrstuhl Empirische Bildungsforschung. Daher sind die entsprechenden psychologischen Lehrveranstaltungen für die Studierenden des Bachelorstudiengangs Pädagogik im Lehrveranstaltungsverzeichnis univIS auch ausschließlich dort zu finden.

Die Bezugswissenschaft Soziologie (Modul Soziologische Grundlagen pädagogischen Handelns) präzisiert

  • berufsfeldrelevante soziologische Ansätze,
  • grundlegende soziologische Studien und Erkenntnisse zu gesellschaftlichen Fragen (insbesondere von Erziehung, Bildung und Sozialisation).

Die Bezugswissenschaft Soziologie ist in der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, genauer der Professur für Bevölkerungswissenschaft (univIS: Sozialstruktur) und an anderen Lehrstühlen oder Professuren für Soziologie angesiedelt.

Darüber hinaus sind Module der Soziologie (im Gegensatz zur Psychologie) auch im Rahmen eines Nebenfaches (also zusätzlich zum Modul "Soziologische Grundlagen pädagogischen Handelns") absolvierbar.


Die Bezugswissenschaften Psychologie und Soziologie sind mit je 15 ECTS-Punkten (circa 17 % des Studiums) neben den Studienschwerpunkten und einem Nebenfach ein Studienbestandteil zur Sicherung von Interdisziplinarität sowie ein traditioneller und bewährter Bestandteil des Pädagogikstudiums in Bamberg.

In den Modulen werden die für Interdisziplinarität relevanten Lernziele und der Erwerb von über die Pädagogik hinausgreifendem Anwendungswissen angestrebt.