Daniel Berkmann

Das Masterstudium I-BWL befähigt zu einem berufsqualifizierenden wissenschaftlichen Hochschulabschluss. Es basiert als konsekutiver Studiengang auf dem Bachelorstudiengang I-BWL.

Die folgenden Qualifikationsziele treffen Aussagen darüber, welche Kompetenzen sich Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs angeeignet haben.

Wissenschaftliche Befähigung

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums I-BWL

  • können zentrale Modelle und Theorien der Betriebswirtschaftslehre aus international orientierten Vertiefungsmodulen in einem der drei Studienschwerpunkte a) Personalmanagement, Strategie und Innovation, b) Value Chain Management und c) Finance & Accounting miteinander vergleichen und haben mindestens eines bzw. eine davon in Hausarbeiten wissenschaftlich eingesetzt;
  • verfügen in einem der drei genannten Studienschwerpunkte über ein integriertes betriebswirtschaftliches Wissen, welches sie dazu befähigt, neue wissenschaftliche Problem- und Aufgabenstellungen, insbesondere im internationalen Kontext zu verstehen und kritisch einzuschätzen (durch folgende Module: für den Studienschwerpunkt Personalmanagement, Strategie und Innovation z.B. The Future of Work, International Dimensions of Human Resource Management, Corporate Strategy & Growth, Strategic Renewal and Organizational Transformation, Organisationales Krisenmanagement, Innovation in Netzwerken; für den Studienschwerpunkt Value Chain Management z.B. Nachhaltigkeit und Verantwortung im Management, Intercultural Changes in Customer an Account Management, Supply Chain Management und Operations Management; für den Studienschwerpunkt Finance and Accounting z.B. Konzernrechnungslegung nach HGB und IFRS, Finanzmärkte und Finanzsysteme, International Finance, Internationale Steuerplanung, Sustainability Accounting & Reporting);
  • können darüber hinaus aufgrund des erfolgreichen Besuchs von Veranstaltungen der Modulgruppe zu interdisziplinären Kompetenzen zusätzliches theoretisches und methodisches Wissen an den Schnittstellen zwischen Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Soziologie bei der Bearbeitung wissenschaftlicher Problemstellungen berücksichtigen;
  • sind in der Lage, komplexe wissenschaftliche Problemstellungen im Bereich der internationalen BWL vertiefend analytisch zu durchdringen, theoriegeleitet und perspektivenorientiert zu reflektieren, wie sie im Rahmen von Seminarbeiträgen, insb. Hausarbeiten gezeigt haben;
  • haben im Rahmen ihrer Abschlussarbeit gezeigt, dass sie eine umfangreiche Forschungsarbeit eigenständig unter Berücksichtigung allgemein anerkannter Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis gestalten können, in der sie gelerntes Wissen unter Anwendung problemadäquater Forschungsmethoden auf eine entworfene Forschungsfrage mit internationalem Bezug anwenden und deren Beitrag für die entsprechende Teildisziplin der BWL einschätzen;
  • können komplexere qualitative und quantitative Methoden (z.B. aus Experimenten, Befragungen, Fokus-Interviews) auf konkrete Fragestellungen der (internationalen) BWL hin aussuchen, anpassen und problemgerecht einsetzen. Zudem können sie eigene Ideen konzipieren und deren Umsetzung reflektieren, wie sie im Rahmen von Hausarbeiten und Referaten gezeigt haben.

Befähigung zu einer qualifizierten Erwerbstätigkeit

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums I-BWL

  • können auch für komplexe oder neuartige Fragestellungen der Betriebswirtschaftslehre im internationalen Kontext unter Anwendung von wissenschaftlichen Methoden Lösungen entwickeln und diese in der beruflichen Praxis anwenden, wie sie dies in den einzelnen Studienschwerpunkten zugeordneten Modulen gezeigt haben.
  • können das erworbene theoretische Wissen und die erlernten Managementinstrumente anforderungs- und situationsgerecht auf unternehmerische Problemstellungen anwenden und eigene Lösungsansätze auf Grundlage etablierter Theorien und Methoden entwickeln, wie sie in dies in der erfolgreichen Bearbeitung des Masterarbeitsthemas demonstriert und z.B. auch in der mündlichen Verteidigung der Arbeit argumentativ bewiesen haben.
  • haben sich im Laufe ihres Studiums in wenigstens zwei Wirtschaftsfremdsprachen weitergebildet, können in den gewählten Fremdsprachen auf fortgeschrittenem Niveau kommunizieren und professionell agieren und sind in der Lage das an der Universität im Rahmen von Lehrveranstaltungen erworbene Wissen in der unternehmerischen Praxis auch in anderen Kulturen erfolgreich einzusetzen, wie sie es zum Beispiel im Rahmen eines Auslandspraktikums gezeigt haben.

Persönlichkeitsentwicklung

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums I-BWL

  • haben in Gruppenarbeiten gezeigt, dass sie sich kritisch mit Modellen oder Theorien der BWL auseinandersetzen und ihr Thema fundiert und zielorientiert argumentieren können; dabei gehen sie mit Ideen und Sichtweisen anderer Personen konstruktiv um;
  • haben in Gruppenarbeiten gezeigt, dass sie Entscheidungen treffen, Schwerpunkte setzen und Aufgaben verteilen können; dabei übernehmen sie Verantwortung für sich bzw. ihre Aufgabe in der Gruppe;
  • haben ein individuelles berufliches Selbstverständnis entwickelt, können ihre eigenen Fähigkeiten (Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz) differenziert einschätzen und haben bereits konkrete Ideen zu deren Weiterentwicklung; sie sind in der Lage, sich durch eigene Weiterbildung den aktuellen Stand der einschlägigen Forschung selbständig anzueignen;
  • reflektieren den gesellschaftlichen Hintergrund der internationalen BWL (z.B. im Rahmen der Module Grundlagen der Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit und Verantwortung im Management, Sustainability Accounting and Reporting, The Future of Work, Seminar Governance Risk and Compliance und Wirtschaftsgeschichte) und können dessen Bedeutung für die Gegenwart erläutern und gesellschaftliche Prozesse in demokratischem Gemeinsinn maßgeblich mitgestalten;
  • können aufgrund ihres Auslandsstudiums bzw. ihres Praktikums im Ausland auch in anderen Kulturen professionell und sicher agieren und ihr Wissen für sich und andere nutzbringend anwenden;
  • können Verantwortung im Einklang mit professionellen Werten ihrer Tätigkeit bzw. ihres Berufs übernehmen und sind in der Lage, eine selbständige Analyse und Optimierung betrieblicher Prozesse vorzunehmen, indem sie das eigene berufliche Handeln mit theoretischen und methodischen Wissen begründen und eigene Fähigkeiten einschätzen können;
  • beurteilen erarbeitete Handlungsalternativen nicht ausschließlich unter dem Aspekt der Gewinnmaximierung, sondern auch hinsichtlich möglicher Neben- und Folgeeffekte für diverse Stakeholder-Gruppen und verantworten Entscheidungen entsprechend.



Hinweise für Redakteure und weitere Beispiele

In Folge des Bologna-Prozesses ist die kompetenzorientierte Lehre in den Mittelpunkt gerückt. Dadurch hat auch die Formulierung von Qualifikationszielen an Bedeutung gewonnen. Sie dienen Studierenden, Studieninteressierten und potenziellen Arbeitgebern u. a. als Anhaltspunkt, welche Kompetenzen Absolventinnen und Absolventen nach Beendigung eines bestimmten Studiengangs besitzen.

Qualifikationsziele werden für alle Varianten mit den folgenden Unterpunkten formuliert:

  • Wissenschaftliche Befähigung
  • Befähigung zu einer qualifizierten Erwerbstätigkeit
  • Persönlichkeitsentwicklung

Die Formulierung der Qualifikationsziele erfolgt in Abstimmung mit Dr. Nicole Höhn und werden anschließend auf einer zentralen Website veröffentlicht. In den Studiengang wird nur eine Seitenkopie gespiegelt.

Handreichung zur Formulierung von Qualifikationszielen: www.uni-bamberg.de/fileadmin/www.qm/intranet/Beitraege/Handreichung_Qualifikationsziele.pdf