Öffentliche und private Architektur in Buchara in der Zusammenschau von islamischer Kunstgeschichte, Restaurierungswissenschaft und Bauforschung

Das UNESCO-Architekturschutzgebiet der Altstadt von Buchara (Usbekistan) gehört zu den bedeutendsten Ensembles historisch gewachsener Stadtstrukturen in Zentralasien mit einer großen Zahl wichtiger Einzeldenkmäler und einzigartigen, in Nutzung und Bestand historisch gewachsenen Stadtvierteln.

Das Forschungsprojekt „Denkmal und Kontext in Buchara“ verfolgt einen interdisziplinären Ansatz und wird in deutsch-usbekischer Kooperation durchgeführt.

Das Stadtviertel „Khoja Zainuddin“ zeichnet sich durch relativ intakte traditionelle Strukturen aus. Kern des Viertels ist die gleichnamige Moschee, ein Bauwerk von überregionalem kunsthistorischem Rang.

In mehreren Teilprojekten werden Fragen der Bauforschung, Kunstgeschichte und Stadtgeschichte bearbeitet und denkmalpflegerische Perspektiven für das Stadtviertel entwickelt: Die exakte Dokumentation des Bestandes unter Einsatz modernster Technologie (Laserscan) bildet die Grundlage für eine Erarbeitung der Baugeschichte.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Untersuchung von Holzkonstruktionen, bei der Methoden der Dendrochronologie zum Einsatz kommen sollen. Stilvergleiche mit anderen Bauten geben Aufschluss über die kunsthistorische Stellung der Moschee und benachbarter Gebäude, während die Auswertung von Schriftquellen ihre Nutzung und die Einbindung in die soziale Struktur der Stadt erschließt.

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