Nina Rexhepi

Betreuer/in

Prof. Dr. Iris Hermann (Neuere deutsche Literaturwissenschaft)

Dissertationsprojekt

Der Einfluss Goethes auf das Werk von Friedrich Dürrenmatt in dessen frühen Schaffensphasen (1943-1951/ 1952-1967).
Unter besonderer Berücksichtigung der dramentheoretischen Konzeption und der frühen Theaterstücke. (Arbeitstitel)

Kern des Dissertationsprojektes ist es, das Frühwerk Friedrich Dürrenmatts unter dem Aspekt seiner Goethe Rezeption zu analysieren, um mögliche geistige und literarische Einflüsse - insbesondere auf das dramatische und dramentheoretische Werk - sichtbar zu machen. Der Analyse vorgeschaltet ist die Reflexion gängiger Intertextualitätstheorien, aus denen heraus Arbeitsbegriffe entwickelt werden, die eine Kontextualisierung von Goethes und Dürrenmatts Werk legitimieren und handhabbare Untersuchungsparameter zur Entdeckung von impliziten Homologien zur Verfügung stellen.

Die Studie erstreckt sich über sechs Themengebiete, die von theoretischen Reflexionen und ästhetischen Konzeptionen über die Figurenanlagen bis hinein in die Stoff- und Motivkomplexe einzelner Werke reichen. Hinzu kommt ein komparatistischer Blick auf das Werk von Friedrich Schiller, der vor allem die (moral-) ethische Dimension und Funktion der Literatur des Klassikers Schillers zu Dürrenmatts Konzeptionen in Bezug setzen soll.Damit die erzielten Untersuchungsergebnisse weitgehende Reliabilität erzielen und nicht nur als „Randphänomene“ einzuordnen sind, werden besonders wirkungsmächtige Werke Goethes, wie „Faust“, „Werther“ oder „Iphigenie“, herangezogen.

Das Projekt trägt generell den Anspruch, einen sehr wichtigen Teilaspekt der literarischen - insbesondere der dramatischen - Grundlagenforschung zu Friedrich Dürrenmatt zu klären, von dem aus die Beziehung zwischen Goethe und Dürrenmatt im Gesamtwerk erschlossen werden kann.