Dr. Doris Böhme berichtet über ihren Werdegang nach dem abgeschlossenen Politikwissenschafts-Studium in Bamberg. Fotos: Joke Reuvers

Knapp 70 Studierende besuchten auch in diesem Jahr wieder die Traditionsveranstaltung des BAD e.V.

Karriereabend: Bamberger Politikwissenschaft vereint Theorie, Empirie und Praxis

Doris Böhme, Lisa Badum und René Zimmermann erklären beim BAD-Karriereabend, wie sie ihr Studium in Bamberg beruflich weitergebracht hat.

Was bringt das Studium der Politikwissenschaft an der Universität Bamberg für das spätere Berufsleben? Unterschiedliche Antworten auf diese Frage gaben die drei Referierenden beim BAD- Karriereabend am 24. Januar 2019. Zu Beginn begrüßte der Vorsitzender des BAD e.V., Olaf Seifert, die drei Referenden Dr. Doris Böhme, Lisa Badum und René Zimmermann und rund 70 studentische Zuhörende. Er hob die Besonderheit der diesjährigen Referierenden hervor, die sich durch die Gemeinsamkeit auszeichnen, auch nach ihrem Studium durch ihre berufliche Tätigkeit weiter mit der Region verankert zu sein. Dies sei ein gutes Zeichen, mit dem Abschluss eines politikwissenschaftlichen Studiums in der Region beruflich Fuß fassen zu können.

Die erste Antwort auf die Frage, was das Studium in Bamberg für das spätere Berufsleben bringe, gab Dr. Doris Böhme. Böhme, ehemalige Vorsitzende des BAD e.V., arbeitet als Assistant Managerin im Bereich des Public Sector Consulting bei der KPMG Nürnberg. Sie berichtete von ihrer Promotion in Bamberg und ihrem beruflichen Werdegang danach. Praktika als erster Einstieg ins spätere Berufsleben empfahl Böhme genauso wie das frühe Aufbauen eines Netzwerkes, das bei Bewerbungen oder auch im Beruf helfen könne.

Lisa Badum, Mitglied der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und dort klimapolitische Sprecherin, gab Einblicke in ihre Bamberger Studienzeit und was sie aus dieser für ihr berufliches Leben mitgenommen hat. Sie hob die Bedeutung des Diskutierens über politische Ereignisse und Prozesse hervor, was das Argumentieren und die Logik hinter Argumenten zu erkennen schult. Sie verglich das Studium mit einem geschützten Bereich, in dem auch mal etwas Neues ausprobiert werden kann. Darüber hinaus wird in der Auseinandersetzung mit normativen Theorien, die in der Bamberger Politikwissenschaft gelehrt werden, ein moralischer Wertekanon vermittelt, der auch im weiteren Leben von großer Bedeutung ist. Für ihre berufliche Tätigkeit bei einem Stromanbieter und danach als Bundestagsabgeordnete half ihr auch das analytische Denken, das in mit ihrem Studium geschärft wurde.

Dritter Referent war Dipl.-Pol. René Zimmermann, Diplomabsolvent der Politikwissenschaft und nun Projektleiter bei Psyma im Bereich E-Business, einem internationalen Marktforschungsunternehmen mit Sitz in Nürnberg. Er betonte die Wichtigkeit der empirisch-analytischen Ausrichtung der Politikwissenschaft Bamberg, wodurch wichtige Kenntnisse in der Datenanalyse vermittelt werden. Die enge Verknüpfung von statistischen Kenntnissen mit politikwissenschaftlichen Methoden verschafft den Studierenden in Bamberg einen Kompetenzvorsprung gegenüber anderen Studienorten. Dennoch bestehen Schwierigkeit beim Einstieg in die Berufspraxis nach dem Studium. Als Lösung schlägt er vor, bereits früh sich durch Praktika oder einem Werkstudium, praktische Fähigkeiten zu erwerben, die helfen einen schnellen Einstieg zu finden. Er warb für sein Berufsfeld der Marktforschung, das als Bindeglied zwischen Kunden und Märkten ein berufliches Zukunftsfeld für analytisch geschulte Absolventen ist.

Am Ende des Karriereabends standen die drei Gäste den zahlreichen Fragen der Studierenden Rede und Antwort. Das Catering hierfür hatte dankenswerter Weise der AK Pol organisiert. Als Dankeschön für ihre Vorträge erhielten die Gäste ein Bamberger Schlemmerkistla.