Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte

Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit

Archäozentrum Bärnau

Experimentelle Archäologie wird festes Standbein der AMANZ

"Projekt mit Wucht" und "Projekt mit großem Potenzial", so titelt die Rundschau der Region Nordoberpfalz. Für die Einrichtung eines Archäozentrums im Geschichtspark Bärnau-Tachov an der Grenze zu Tschechien sprach die EU eine Förderung in Höhe von 2,4 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren aus. Darüber hinaus ist geplant, das Archäozentrum langfristig zu betreiben.

An der Antragstellung waren drei Universitäten beteiligt, Pilsen, Prag und Bamberg. Diese beabsichtigen, in gemeinsamen Veranstaltungen in Bärnau-Tachov ihre Studierenden auch praktisch auszubilden, quasi an einer "universitären Außenstelle" unter Laborbedingungen. Dabei geht es nicht ums Ausgraben, sondern ums Verstehen von Objekten und Sachverhalten. "Ein Archäologe, der weiß, wie man einen Ofen baut, tut sich leichter, gefundene Reste zuzuordnen" so der wissenschaftliche Leiter des Geschichtspark und Drahtzieher des Antrags, Stefan Wolters M.A.

Ein Gutteil der Projektgelder wird in den Bau eines großen Handelshofes aus dem 14. Jahrhundert fließen, dessen Bauzeit voraussichtlich 15 bis 20 Jahre betragen wird. Auch daran werden sich "Generationen" von Studierenden aus Tschechien und Deutschland beteiligen können.

www.geschichtspark.de/