Verwaltung

Abteilung III - Personal

Ampelregelung

Rotphase der Ampelregelung

Am 01.01.2014 wurde das Gleitzeitkonto aller Vollzeitbeschäftigten (Arbeitszeitanteil 100 %) auf 100 Stunden Zeitguthaben zurückgesetzt. Bei Teilzeitbeschäftigten erfolgte die Zurücksetzung anteilig zum %-Satz der Beschäftigung. Überschreitungen bis zu 10 % wurden wieder gutgeschrieben und von den Beschäftigten eigenverantwortlich verwaltet. Guthaben, die die 10 %-Grenze überschritten, wurden einmalig auf einem separaten Arbeitszeitkonto gespeichert. Über den Abbau dieses Guthabens gibt es jeweils Einzelvereinbarungen zwischen den Beschäftigten und den Vorgesetzen.

Geregelt ist die Rotphase in Abschnitt 3.4 der Dienstvereinbarung über die gleitende Arbeitszeit vom 01.11.2013:

„Überschreitung ab +100 Stunden und Unterschreitung über –40 Stunden zum 31.12.: In einem Gespräch mit Vorgesetzten und Beschäftigten sind geeignete Maßnahmen zu besprechen mit dem Ziel, das Zeitguthaben innerhalb eines Jahres in die Grünphase zurückzuführen. Die Maßnahmen sind in einem schriftlichen Rückführungsplan festzuhalten, der der Personalabteilung vorzulegen ist. Die Verantwortung für die Einhaltung trägt die bzw. der Vorgesetzte. Nach Vorlage des Rückführungsplans werden die systemseitig gekappten Stunden wieder gutgeschrieben. Besteht zum Ende des folgenden Jahres weiterhin ein Arbeitszeitguthaben von mehr als 100 Stunden, erfolgt eine Kappung auf 100 Stunden. Der Personalrat wird über die Zahl der betroffenen Beschäftigten sowie über die Anzahl erfolgreicher Rückführungen und Kappungen jeweils zeitnah informiert.“

Für Teilzeitbeschäftigte gilt dies anteilig nach ihrem Beschäftigungsgrad (z. B. bei 50% Beschäftigung Überschreitungen ab +50 Std. und Unterschreitungen über -20 Std.)
Nachdem zum 01.01.2014 alle Beschäftigten (auch aufgrund der einmaligen Überführung von Stunden auf das Arbeitszeitkonto) nicht von der Rotphase betroffen waren, kann dies nun zum 31.12.2014 erstmals der Fall sein. Eine Überschreitung der zulässigen Gleitzeitstunden führt zunächst zu einer systemseitigen Kappung zum 01.01.2015. Die gekappten Stunden werden nach Vorlage eines schriftlichen Rückführungsplans wieder gutgeschrieben. Sollte dann aber zum 31.12.2015 immer noch eine Überschreitung bestehen, erfolgt eine endgültige Kappung und die Stunden sind unwiederbringlich verloren.

Zur Veranschaulichung werden nachstehende Rechenbeispiele aufgeführt:

Variante A - Beispiel 1:

Der Stand des Gleitzeitkontos von Person A1 (Arbeitszeitanteil 100 %) beträgt am 31.12.2014 100 oder weniger Stunden.

  • Person A1 ist in der Grünphase.

Variante A – Beispiel 2:

Der Stand des Gleitzeitkontos von Person A2 (Arbeitszeitanteil 50 %) beträgt am 31.12.2014 50 oder weniger Stunden.

  • Person A2 ist in der Grünphase.

Variante B – Beispiel 1:

Der Stand des Gleitzeitkontos von Person B1 (Arbeitszeitanteil 100 %) beträgt am 31.12.2014 154 Stunden. In diesem Fall tritt am Stichtag 31.12.2014 die Rotphase ein. Die 54 Stunden werden kurzzeitig „gestrichen“ (systemseitig gekappt) und erst nach Vorlage des laut Dienstvereinbarung vorgeschriebenen Rückführungsplans wieder gutgeschrieben.

1. Möglichkeit:

  • Person B1 kann die Stunden im Laufe des Jahres 2015 auf 100 reduzieren und ist wieder in der Grünphase.

2. Möglichkeit:

  • Person B1 schafft es nicht bis zum 31.12.2015 die Stundenzahl auf 100 zu reduzieren.
  • Die Zahl der Stunden über 100 wird unwiderruflich gekappt.
  • B1 startet mit dem Guthaben von 100 Stunden im Jahr 2016
  • Sollte das Gleitzeitkonto von B1 am 31.12.2016 erneut mehr als 100 Std. betragen, wird der 100 Std. übersteigende Anteil gekappt. Die Maßnahmen der Rotphase sind wieder möglich. Wird der Personalabteilung ein Rückführungsplan vorgelegt, wird dieser Anteil wieder gutgeschrieben.

Variante B – Beispiel 2:

Der Stand des Gleitzeitkontos von Person B2 (Arbeitszeitanteil 50 %) beträgt am 31.12.2014 154 Stunden. In diesem Fall tritt am Stichtag 31.12.2014 die Rotphase ein. Die 104 Stunden werden kurzzeitig „gestrichen“ (systemseitig gekappt) und erst nach Vorlage des laut Dienstvereinbarung vorgeschriebenen Rückführungsplans wieder gutgeschrieben.

1. Möglichkeit:

  • Person B2 kann die Stunden im Laufe des Jahres 2015 auf 50 reduzieren und ist wieder in der Grünphase.

2. Möglichkeit:

  •  Person B2 schafft es nicht bis zum 31.12.2015 die Stundenzahl auf 50 zu reduzieren. 
  • Die Zahl der Stunden über 50 wird unwiderruflich gestrichen/gekappt.
  • B2 startet mit dem Guthaben von 50 Std. im Jahr 2016
  • Solle das Gleitzeitkonto von B2 am 31.12.2016 erneut mehr als 50 Std. betragen, wird der 50 Std. übersteigende Anteil gekappt. Die Maßnahmen der Rotphase sind wieder möglich. Wird ein Rückführungsplan an die Personalabteilung vorgelegt, wird dieser Anteil wieder gutgeschrieben.

Variante C – Beispiel 1:

Person C1 (Arbeitszeitanteil 100 %) hat denselben Stundenverlauf wie Person B1 in Variante B - Beispiel 1.

Person C1 schafft es jedoch nicht trotz Rückführungsplan bis zum 31.12.2015 die Stundenzahl auf 100 zu reduzieren und baut im Laufe des Jahres neben den bereits vorhandenen 54 Stunden weitere Stunden auf.

  • Als Beispiel rechnen wir hier mit 178 Stunden, die sich aus 100 vorhandenen 54 alten und 24 neuen Gleitzeitstunden zusammensetzen.
  • Es erfolgt am 31.12.2015 die endgültige Kappung des die 100 Std. übersteigenden Teils, hier also 78 Stunden!
  • C1 startet mit dem Guthaben von 100 Stunden im Jahr 2016.
  • Solle das Gleitzeitkonto von C1 am 31.12.2016 wieder mehr als 100 Std. betragen, wird der 100 Std. übersteigende Anteil gekappt. Die Maßnahmen der Rotphase sind wieder möglich. Wird der Personalabteilung ein Rückführungsplan vorgelegt, wird dieser Anteil wieder gutgeschrieben.

Variante C – Beispiel 2:

Person C2 (Arbeitszeitanteil 50 %) hat denselben Stundenverlauf wie Person B2 in Variante B – Beispiel 2.

Person C2 schafft es trotz Rückführungsplan jedoch nicht, bis zum 31.12.2015 die Stundenzahl auf 50 zu reduzieren und baut im Laufe des Jahres neben den bereits vorhandenen 104 Stunden weitere Stunden auf.

  • Als Beispiel rechnen wir hier mit 178 Stunden, die sich aus 50 vorhandenen 104 alten und 24 neuen Gleitzeitstunden zusammensetzen.
  • Es erfolgt die endgültige Kappung am 31.12.2015, des die 50 Std. übersteigenden Teils, hier also 128 Stunden!
  • C2 startet mit dem Guthaben von 50 Stunden im Jahr 2016.
  • Solle das Gleitzeitkonto von C2 am 31.12.2016 wieder mehr als 50 Std. betragen, wird der 50 Std. übersteigende Anteil gekappt. Die Maßnahmen der Rotphase sind wieder möglich. Wird der Personalabteilung ein Rückführungsplan vorgelegt, wird dieser Anteil wieder gutgeschrieben.

Unterschreitungen des Gleitzeitkontos:

Unterschreitungen dürfen zum Stichtag (1. Januar) 40 Stunden nicht überschreiten. Bei Teilzeittätigen errechnet sich die höchstzulässige Unterschreitung aus dem Verhältnis von Teilzeit- zu Vollzeittätigkeit.

Beispiele:

Vollzeitbeschäftigung 100 % Arbeitszeitanteil = Unterschreitung bis zu -40Std.

Teilzeitbeschäftigung 50 % Arbeitszeitanteil = Unterschreitung bis zu -20 Std.

Teilzeitbeschäftigung 75 % Arbeitszeitanteil = Unterschreitung bis zu -30 Std.