Es ergeht herzliche Einladung zum sechsten Vortrag der Ringvorlesung von Herrn Prof. Dr. Dethard von Winterfeld (Mainz) zum Thema "Die Chöre des Bamberger Doms" am 4. Juni 2012 um 20 Uhr s.t. in der U2/Raum 025.
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Die Otto-Friedrich-Universität ist als eine von 74 Universitäten mit zwei Schwerpunkten verzeichnet: u.a Mediävistik und Kulturgutsicherung. (siehe Bericht)
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Starke Ritter, imposante Burgen und schreckliche Kreuzzüge kommen einem beim Begriff Mittelalter in den Sinn. Wie vielfältig diese Epoche von etwa 500 bis 1500 nach Christus aber tatsächlich war, lernen die Studenten der Interdisziplinären Mittelalterstudien an der Uni Bamberg.
«Wir nähern uns dem Mittelalter aus ganz unterschiedlichen Perspektiven», sagt Michael Degel, der sich schon als Kind hierfür interessiert hat. So wählen die Studenten der Interdisziplinären Mittelalterstudien aus den drei Erkenntnisfeldern sprachliche Strukturen und literarische Repräsentation, historische Quellen und theoretische Texte, materielle Kultur und visuelle Repräsentation jeweils ein Fach.
Auf diese Weise ergeben sich zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten, wobei der Schwerpunkt jeder Disziplin auf dem Mittelalter liegt.
Master-Student Degel hat sich für Germanistik, Geschichte und Archäologie entschieden, während Zweitsemestlerin Anne Sowodniok Anglistik, historische Hilfswissenschaften und Archäologie belegt. Ergänzt wird das interdisziplinäre Studium durch fächerübergreifende Lehrveranstaltungen, in denen alle Studenten der Interdisziplinären Mittelalterstudien zusammen kommen.
Mit der Unesco-Welterbestadt Bamberg befindet sich das Mittelalter quasi direkt vor der Haustür. «Der Dom ist natürlich Pflichtprogramm», sagt Silke Höfs, die die Studienbedingungen des kleinen Studiengangs mit 22 Studenten als paradiesisch beschreibt. Bei vielen Bamberger Bauforschungs-Projekten können die Nachwuchsakademiker direkt dabei sein.
Im Gegensatz zum reinen Geschichtsstudium, sind die Interdisziplinären Mittelalterstudien von Anfang an auf die Epoche der Ritter und Burgen spezialisiert. Außerdem ist das Studium durch seine verschiedenen Disziplinen abwechslungsreich. «Wir beleuchten das Mittelalter von allen Seiten», sagt Sowodniok, «das ist sehr spannend.»
Praktische Erfahrung sammeln die Studenten auf zahlreichen Exkursionen in vielfältiger Weise: sie vertiefen bei Ausgrabungsbesuchen ihre theoretischen Kenntnisse über Grabungsmethoden, wandeln in Schottland auf den Spuren der iroschottischen Religion und erfahren im Theater, wie das Mittelalter auf der Bühne modern dargestellt wird. Sowohl im Bachelor als auch im Master müssen sie zusätzlich ein vierwöchiges externes Praktikum absolvieren.
Nach ihrem Studium können die Mittelalter-Spezialisten überall dort arbeiten, wo kulturhistorische Kenntnisse gefragt sind. Dabei lassen sich die erlernten Methoden auch auf andere Epochen übertragen. Typisches Arbeitsfeld ist die Vermittlung von kulturellem Wissen, also Museen, Bibliotheken und der Medienbereich. Aber auch der Weg in die Forschung steht offen.
Den Original-Artikel finden Sie hier:
http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1068568&kat=263