Es ergeht herzliche Einladung zum sechsten Vortrag der Ringvorlesung von Herrn Prof. Dr. Dethard von Winterfeld (Mainz) zum Thema "Die Chöre des Bamberger Doms" am 4. Juni 2012 um 20 Uhr s.t. in der U2/Raum 025.
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Die Otto-Friedrich-Universität ist als eine von 74 Universitäten mit zwei Schwerpunkten verzeichnet: u.a Mediävistik und Kulturgutsicherung. (siehe Bericht)
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Über fünf Dekaden hinweg war die Pfalzenforschung in Deutschland beim Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen verankert. Aus den von Wilhelm Berges und Walter Schlesinger grundgelegten Anfängen entwickelten sich zwei Schriftenreihen: Das >Repertorium der Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters< und die Reihe >Deutsche Königspfalzen< (= Veröffentlichungen des MPIG, Reihe 11). Seit 1970 fanden zudem Mitarbeitertagungen in Göttingen statt, die seit 1996 zunehmend interdisziplinär besetzt waren, zuletzt unter der Leitung von Caspar Ehlers.
Seit der Schließung des MPIG im Jahr 2006 existiert das Forschungsunternehmen an Umfang reduziert und unter veränderten Rahmenbdingungen am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte weiter. Durch den Entfall der Mitarbeitertreffen ging der Forschung ein Forum ersatzlos verloren, das den Austausch über Probleme der methodischen Bearbeitung, Fragen zur Quelleninterpretation oder die zeitnahe Bekanntgabe wichtiger Neuentdeckungen leistete.
Dabei ist es keineswegs so, dass nicht an einzelnen Orten intensiv geforscht würde. Besonders auf dem Gebiet der Bauforschung und hier insbesondere der Archäologie finden an einer ganzen Reihe von Pfalzen und Königshöfen teils umfangreiche Untersuchungen statt. Ausgewählte Beispiele bilden die mehrjährigen Forschungsgrabungen im Saalgebiet von Ingelheim am Rhein, die Dom- und Pfalzgrabungen in Magdeburg, Prospektion und Ausgrabungen im Werlarer Pfalzbezirk oder die jüngst ins Werk gesetzte Großgrabung im Oktogon des Aachener Münsters. Bisweilen wird das Bild durch die systematische Aus- und Neubewertung von Altgrabungen erweitert, wie im Falle der karolingischen Pfalzen in Frankfurt am Main und Paderborn. Hinzu kommen Untersuchungen an anderen eindrucksvollen Zeugnissen früh- und hochmittelalterlicher Herrschaftsarchitektur, für die die Archäologie und Bauforschung im ehem. Reichskloster Lorsch stellvertretend genannt werden soll.
Allerdings wird der wissenschaftliche Ertrag dieser Unternehmungen wesentlich geschmälert dadurch, dass ein orts- und regionenübergreifender Austausch von Ergebnisse „in der Pipeline“, also vor der Drucklegung, nur sporadisch stattfindet. Hier setzt der Arbeitskreis Pfalzenforschung zur Beförderung des Wissenschaftsdialogs seit 2009 an.
Der Arbeitskreis Pfalzenforschung ist ein Zusammenschluss von Archäologen, Bauforschern und Mediävisten zum Zweck der interdisziplinären vergleichenden Pfalzenforschung in den Grenzen des Fränkischen und des Deutschen Reichs sowie Frankreichs im Mittelalter.
Ständige Mitglieder des Arbeitskreises sind Kolleginnen und Kollegen der Stadt Aachen, der Dombauhütte und der RWTH/Lehrstuhl für Baugeschichte, des Max-Planck-Instituts für Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und der Kaiserpfalz-Forschungsstelle in Ingelheim am Rhein.
Die Mitglieder des Arbeitskreises stehen laufend in Kontakt über Methoden, Probleme und Ergebnisse aktueller Untersuchungen und organisieren in der Regel jährlich ein nicht-öffentliches Fachkolloquium. Bislang fanden Kolloquien vom 31.3. – 2.4.2009 in Aachen und vom 15. – 17.3.2010 in Ingelheim statt.
Der Arbeitskreis wird in Zukunft verstärkt Kolleginnen und Kollegen dazu einladen, ihre laufenden Forschungsprojekte vorzustellen und / oder im AK Pfalzenforschung mitzuwirken. Durch den nicht-öffentlichen Charakter der Kolloquien ist es möglich, über nicht-publizierte Ergebnisse, über Hypothesen und offene Fragen in kollegialem Geist zu diskutieren.
Das Fachkolloquim in Bamberg vom 15. – 17.10.2010 wird von der Forschungsförderkommission und dem Zentrum für Mittelalterstudien an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gefördert und in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit durchgeführt.
Holger Grewe M.A.
Kaiserpfalz-Forschungsstelle Ingelheim
Francois-Lachenal-Platz 7
55218 Ingelheim
E-Mail: archaeologie(at)kaiserpfalz-ingelheim.de
Dr. Judith Ley
Lehrstuhl für Baugeschichte
RWTH Aachen
Schinkelstrasse 1
52062 Aachen
E-Mail: ley(at)baugeschichte.rwth-aachen.de
PD Dr. Caspar Ehlers
Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte
Hausener Weg 120
60489 Frankfurt am Main
E-Mail: ehlers(at)rg.mpg.de
Das nicht-öffentliche Forschungskolloquium an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist nach Orten in drei Themenblöcke gegliedert, die durch zahlreiche Einzelbeiträge ergänzt werden. Alle Vorträge sollen primär den Aspekten von Form und Ausstattung der Architektur gewidmet sein: Architekturformen und -vorbilder, Funktionsbereiche, Bautopographie, Genese und Datierung von Schmuckformen, Spoliengebrauch und Materialherkunft sind wiederkehrende zentrale Aspekte. Dabei werden die Methoden und Probleme der Befundinterpretation und –rekonstruktion in jedem Einzelfall zu diskutieren sein.
Die Referenten werden darum gebeten, ihre Vorträge auf 20 - 25min. Dauer zu beschränken und die anschließende Diskussion durch gezielte Fragen oder durch Thesen und Schlagworte zu befördern. Je Vortrag ist eine Diskussion von 15min. Dauer vorgesehen.
Gemeinsame Mahlzeiten und das Abendprogramm am 15.10. mit Bamberger Lokalkolorit sollen darüber hinaus den Austausch befördern.
Am 16.10. findet in der ehem. Katholisch-Theologischen Fakultät ein öffentlicher Abendvortrag statt, der dem Wirken von Professor em. Dr. Walter Sage als Pfalzenforscher in Aachen, Frankfurt a. M. und Ingelheim nachträglich zu seinem 80. Geburtstag gewidmet ist. Zu dieser Veranstaltung erhalten sie noch ein gesondertes Abendprogramm.
Fragen organisatorischer Art wollen Sie bitte an diese Adressaten richten:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Institut für Archäologie, Denkmalpflege und Kunstgeschichte
96045 Bamberg
Ingrid Hösch
Telefon: 0951 – 863 23 87
E-Mail: ingrid.hoesch(at)uni-bamberg.de
Kaiserpfalz Ingelheim Forschungsstelle
Francois-Lachenal-Platz 7
55218 Ingelheim
Katharina Ferch
Telefon: 06132 – 57 99 93
E-Mail: oeffentlichkeit(at)kaiserpfalz-ingelheim.de
Nina Wittmann
Telefon: 06132 – 57 99 69
E-Mail: wissensvermittlung(at)kaiserpfalz-ingelheim.de