
Endlich raus aus der Schule und weiter geht es mit dem Studium! Denn nach wie vor gilt, dass Personen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium sowohl bessere Einstellungschancen und Aufstiegschancen als auch durchschnittlich höhere Gehälter zu erwarten haben.
Dabei ist es wichtig den Studiengang sorgfältig auszuwählen. Eine wesentliche Rolle spielen hierbei das Interesse und die Neigungen der einzelnen Person. Wir möchten Sie darüber informieren, wie spannend ein Informatikstudium, insbesondere für junge Frauen, an der Otto-Friedrich Universität Bamberg sein kann.
Aus dieser Intention heraus kooperiert das Team der Frauenbeauftragten bereits seit einigen Jahren mit den Bamberger Mädchenschulen. So finden am Maria-Ward Gymnasium Projekt-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung statt, die Schülerinnen bei ihrer Studien- und Berufswahl unterstützen. Dabei wird dargestellt, welche Anforderungen von Hochschule und Berufswelt gestellt werden. Im Wintersemester 2011/12 besuchten uns nach einem einführenden Vortrag von Frau Prof. Dr. U. Schmid über den Aufbau und Möglichkeiten eines Informatikstudiums am Eichendorff-Gymnasium ca. 60 Schülerinnen der Oberstufe. Die jungen Frauen nutzten die Gelegenheit die unterschiedlichen Informatikstudiengänge kennenzulernen.
Es ist sicherlich auch interessant über die Erfahrungen junger Frauen aus ihrem Informatikstudium zu hören und zu lesen. In ihren Lebensläufen berichten Studentinnen und Absolventinnen der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik wie es dazu kam, dass sie sich für ein Studium der Informatik entschieden haben.
Studentinnen, die diese Entscheidung getroffen haben, fühlen sich an unserer Fakultät wohl, weil die Veranstaltungen von den jeweiligen Lehrstühlen intensiv betreut werden. Dies ist zum einen wegen der relativ kleinen und überschaubaren Studierendenzahl an unserer Fakultät möglich und zum anderen durch die gute Strukturierung der einzelnen Studiengänge. Hier werden die Lehrinhalte häufig durch Teamarbeit in kleinen Gruppen erabeitet.
Spezifische Angebote für Studentinnen, wie das Mentorinnen-Programm, Alumnae-Treffen oder WIAI-Frauen-Stammtisch, bieten Austausch, schaffen Möglichkeit zur Diskussion aktueller Probleme und geben Gelegenheit zur gegenseitigen Unterstützung.
Was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft, schneidet die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (kurz WIAI) uniweit am besten ab.
Vielleicht ist einer der Studiengänge an der Fakultät für WIAI ja genau das Richtige für Sie. Die Informationen zu den jeweiligen Studiengängen sollen Ihnen helfen, sich ein Bild von den Studienanforderungen sowie den Berufsperspektiven zu machen.
Die Fakultät WIAI besitzt einen im deutschsprachigen Raum bislang einmaligen interdisziplinären Zuschnitt. Sie verbindet die auf den Wirtschaftswissenschaften und der Informatik aufbauende Wirtschaftsinformatik mit geistes- und kulturwissenschaftlich ausgerichteten Angewandten Informatiken sowie klassischen Fachgebieten der theoretischen und praktischen Informatik. Gerade diese interdisziplinäre Orientierung kann das Studium für Frauen besonders attraktiv machen, da es möglich ist, geistes- und sozialwissenschaftliche Interessen mit einer soliden formalen informatischen Ausbildung kombinieren
Aktuell werden folgende informatische Studiengänge angeboten:
In den Studiengängen der Wirtschaftsinformatik sowie der Angewandten Informatik ist der Informatik-Anteil relativ hoch. Im Studiengang Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik sowie im Studiengang Computing in the Humanties hat der Informatik-Anteil einen etwas geringeren Umfang.
In allen vier Studiengängen werden klassische informatische Inhalte (das heißt, das Entwerfen und Erstellen von Computerprogrammen sowie formal-mathematische Grundlagen) mit Inhalten aus Anwendungsbereichen kombiniert.
In der Wirtschaftsinformatik sind dies wirtschaftswissenschaftliche Inhalte.
In der Wirtschaftspädagogik sind dies ebenfalls wirtschaftswissenschaftliche und dazu pädagogische Inhalte.
In der Angewandten Informatik sind dies Fächer wie Denkmalpflege, Geowissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Psychologie und Soziologie.
In Computing in the Humanities sind dies - aufbauend auf einen Bachelor in einer Geistes-, Kultur oder Sozialwissenschaft - Fächer wie Kognitive Systeme, Kulturinformatik, Medieninformatik und Mensch-Computer-Interaktion.
Eine wesentlicher Aspekt in allen genannten Studiengängen ist es, eine Brücke zwischen angewandten Problemfeldern und informatischen Lösungsmöglichkeiten zu schlagen.
Um einen der oben genannten Studiengänge zu studieren, muss man weder bereits programmieren können noch ein Mathegenie sein. Allerdings sollte man Interesse und Spaß am formalen und logischen Denken haben und die Bereitschaft mitbringen, sich intensiv mit abstrakten Problemen auseinanderzusetzen. Die erste Programmiersprache wurde übrigens von einer Frau -
Ada Lovelace - entwickelt.

Zu Beginn des Studiums werden im Wesentlichen mathematische Grundlagen sowie Algorithmen vermittelt. Sie lernen, wie Sie Programme entwickeln und auf dem Computer zum laufen bringen. Übungsaufgaben und Programmieraufgaben werden überwiegend in Gruppen bearbeitet. Teamarbeit, so wird oft betont, ist gerade eine Stärke von Frauen!
Das Besondere am Studiengang Angewandte Informatik ist, dass die typisch informatischen Aspekte des Studiums sehr schnell durch verschiedene Anwendungsperspektiven ergänzt werden. Sie besuchen Veranstaltungen aus geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichen wie Denkmalpflege, Geowissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Psychologie und Soziologie. In Veranstaltungen aus den Bereichen Kulturinformatik, Medieninformatik und kognitive Systeme werden Techniken zur Vermittlung, Verarbeitung und Präsentation von Information erlernt, die für Anwender und Inhalte aus den oben genannten Bereichen geeignet sind. Das heißt, eine wesentliche Anforderung an eine Angewandte Informatikerin ist es, eine Brücke zwischen geistes- und sozialwissenschaftlichen Problemfeldern und informatischen Lösungsmöglichkeiten zu schlagen.

Als Wirtschaftsinformatikerin arbeiten Sie interdisziplinär in Teams: Sie entwerfen in Zusammenarbeit mit Kaufleuten und Informatikern Lösungen für betriebswirtschaftliche Problemstellungen. Beispielsweise sind Wirtschaftsinformatikerinnen an der Konzeption und Implementierung von Softwaresystemen in Unternehmen beteiligt. Hacker sind hier jedoch nicht gefragt: Vielmehr benötigen Sie für Ihre Tätigkeit als Wirtschaftsinformatikerin neben einer soliden fachlichen Qualifikation auch soziale Kompetenz um gemeinsam mit Ihren Kollegen erfolgreich Lösungen für Ihre Kunden zu entwickeln.
Das Studium der Wirtschaftsinformatik in Bamberg bereitet Sie von Anfang an auf diese interessante und vielseitige Tätigkeit mit sehr guten Einkommens- und Karrierechancen in nahezu allen Branchen der Wirtschaft oder auch in der öffentlichen Verwaltung vor. Sie besuchen Lehrveranstaltungen in Wirtschaftsinformatik, in Informatik und in Betriebswirtschaftslehre, bspw. zur Entwicklung und zum Betrieb von Anwendungssystemen, zu Rechner- und Betriebssystemen oder zu Produktion und Logistik. Vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten und die Möglichkeit einen Auslandsaufenthalt in das Studium zu integrieren sind dabei ebenso wie ein »Blick über den Tellerrand« der Wirtschaftsinformatik hinaus selbstverständlich.
Der Studiengang Wirtschaftspädagogik mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik - oder kurz: Wipäd/WI - verbindet Inhalte aus der (Wirtschafts-)Informatik mit der Qualifikation eines Lehramtsstudiengangs. Folgende Fragen beschreiben im wesentlichen, um was es dabei geht:
Absolventinnen der Wipäd/WI besitzen eine echte Doppelqualifikation: Der Master-Abschluss berechtigt einerseits zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes an beruflichen Schulen (er gilt somit als erstes Staatsexamen, also als »Eintrittskarte« in den Beruf der Lehrerin), qualifiziert andererseits aber auch für Tätigkeiten in der freien Wirtschaft, insbesondere im Schnittbereich von Personal und IT.
Im Studium werden die Veranstaltungen aus der (Wirtschafts-)Informatik durch spezielle Vorlesungen und Seminare aus dem Bereich Wirtschaftspädagogik (z.B. zur Mediendidaktik oder zum Bildungsmanagement) ergänzt. Ein besonderer Bestandteil ist das vierwöchige Praktikum an einer beruflichen Schule.
Wipäd/WI kann nur als Master-Studiengang studiert werden, setzt also einen ersten Studienabschluss voraus. Idealerweise bietet sich hier der Einstieg über den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik mit der Profilbildung Wissensvermittlung/ Weiterbildung an, denn dieser Studiengang bereitet direkt auf das Studium der Wipäd/WI vor. Dabei lernen die Studierenden Grundlagen des Lehrens und Lernens kennen und beschäftigen sich vertieft mit Multimedialen Lernumgebungen.

Sie wollen digitale Arbeitsabläufe in Kultur und Medien aktiv gestalten? Dann ist der Masterstudiengang "Computing in the Humanities" genau das Richtige für Sie. Dieser Studiengang bereitet Sie darauf vor, neue Technologien aktiv mitzugestalten. Die neuen Informationstechnologien bestimmen zunehmend sowohl den Alltag als auch die Arbeitswelt und sind von einem Paradigmenwechsel gekennzeichnet. Dabei werden auch die Bereiche Kultur und Medien von der Umstellung auf digitale Arbeitsabläufe erfasst.
Aufbauend auf Ihrem Bachelorstudium der Geistes-, Kultur- oder Humanwissenschaften erwerben Sie im Masterstudium "Computing in the Humanities" die Fähigkeiten und Kenntnisse, die Sie zur Bewältigung informatischer Problemstellungen in Ihrem zukünftigen Tätigkeitsbereich benötigen. Vorkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich. Spezielle Einführungsveranstaltungen führen an die Themengebiete der Informatik und Angewandten Informatik heran, die dann im weiteren Verlauf des Studiums vertieft behandelt werden. Zentraler Bezugspunkt bleiben dabei immer Ihre im Bachelorstudium erworbenen Fachkenntnisse in Ihrem jeweiligen Anwendungsgebiet.

Informatikerinnen, gerade solche mit interdiziplinären Qualifikationen, sind sehr gesucht. In der Regel finden Absolventeninnen direkt nach dem Studium einen Arbeitsplatz mit sehr guten Konditionen, sehr gutem Verdienst sowie sehr guten Karrierechancen.
Der Beruf des Informatikers/der Informatikerin entspricht in den seltensten Fällen dem Vorurteil des introvertierten und etwas verschrobenen Tüftlers/Tüftlerin. Dieses Berufsfeld bietet viel mehr als einsam vor dem Computer sitztend ausschließlich Programme zu schreiben. Software-Entwicklung ist zwar sicher der wesentliche Aspekt der meisten Tätigkeitsbereiche. Die Programmierung selbst ist allerdings nur ein Teil der Arbeit. Gerade in der Wirtschaftsinformatik und der Angewandten Informatik ist es zentral, sich mit den Problemfeldern, für die Software-Lösungen entwickelt werden sollen, auseinanderzusetzen, in Gesprächen die Anforderungen der Kunden zu klären, also ganz allgemein nicht mit eng vorgefassten Lösungsschemata zu arbeiten, sondern flexibel und offen für innovative Lösungsmöglichkeiten für neue Bereiche zu sein.
Der Beruf einer Wirtschaftsinformatikerin oder Angewandten Informatikerin ist also ideal für Sie, wenn Sie Freude an der interdisziplinärer Arbeit im Team haben und sich an der Entwicklung technischer Lösungen für geistes- und sozialwissenschaftliche Problembereiche beteiligen wollen.