Das Thema der Nachwuchsförderung insbesondere bei Frauen im Bereich Informatik findet auch in Vorträgen der Fakultätsfrauenbeauftragten und ihrer Mitarbeiter Niederschlag, sei es in der Vorstellung der unterschiedlichen Workshop-Programme, sei es in der wissenschaftlichen Aufarbeitung.
»Vom Informatik-Kindergarten bis zum Oberstufen-Aktionstag Freak-IT – das Nachwuchs-Workshop-Programm der Fakultät WIAI«
Vortrag von Dipl.-Kult.-Päd. Sanne Grabisch im Rahmen des Dritten Kulturpädagogischen Tages in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg am 14.3.2011.
Die Universität Bamberg bemüht sich mit einem umfangreichen Programm darum, Kindern und Jugendlichen vom Vorschulalter bis zur Studienentscheidung positive Erfahrungen mit Technik und Informatik zu ermöglichen. Ziel ist es, dem Nachwuchs vielfach die Möglichkeit zu geben, eigene Interessen zu entdecken und Vorurteile abzubauen. Durch die langjährige Begleitung erhofft sich die Fakultät WIAI natürlich nicht zuletzt, Studenten zu gewinnen. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf der Förderung von Mädchen und jungen Frauen mit technischem Interesse.
Im Vortrag stellt Sanne Grabisch, Diplom-Kulturpädagoge mit Schwerpunkt Medienpädagogik, die einzelnen Programme, die sie zusammen mit der Fakultätsfrauenbeauftragten Prof. Dr. Ute Schmid organisiert und mit betreut, vor und erläutert die didaktischen und pädagogischen Hintergründe.
Das Nachwuchsangebot bietet für jede Altersstufe das richtige Angebot, vom Informatik-Kindergarten (Vorschüler und Erstklässler) über I4kids (Grundschüler von Klasse 2-4), MUT (Mädchen von 10-14 Jahren), Girls'Day (Gymnasiastinnen ab Jahrgangstufe 9) bis hin zu Freak-IT (Schüler von Gymnasien, FOS, BOS ab Jahrgangstufe 11).
Poster auf dem »Markt der Möglichkeiten« beim Ersten MINT-Mentoring-Kongress »Erfahrungen nutzen – Zukunft gestalten« am 14. und 15.2.2011 an der Ruhr-Universität Bochum.
Mit derzeit 655 Studierenden ist die WIAI (Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik) eine kleine Fakultät mit einem Frauenanteil von aktuell 18%. Seit dem Wintersemester 2006/2007 werden die weiblichen Studierenden im Rahmen eines Mentorinnenprogramms gezielt betreut und gefördert.
Das Mentorinnenprogramm der WIAI folgt nicht dem klassischen Modell einer Mentor-Mentee-Beziehungen, sondern trägt der Bamberger Situation (kleine Fakultät) Rechnung: Kernpunkt ist der Aufbau und die Pflege der persönlichen Beziehung unter den weiblichen WIAIs. Dies schafft für die Studentinnen eine persönliche Atmosphäre, die es erleichtert, die eigene Studien- und Lebenssituation zu offenbaren.
Download des Handouts zu WIAI-Mentorinnenprogramm:
11_WIAI_Mentorinnenpresse.pdf
Download des Posters zum WIAI-Mentorinnenprogramm:
11_WIAI-Mentorinnenprogramm_Poster_komprimiert.pdf
Vortrag Prof. Dr. Ute Schmid im Rahmen der Veranstaltungsreihe von propäd e.V. (Verein zur Förderung der Professionalität von Pädagoginnen und Pädagogen) im Markushaus der Universität Bamberg am 27.10.2010.
Entwicklungen in der Informatik nehmen häufig Einfluss auf pädagogisches Arbeiten, insbesonderer Lehr- und Lerntechniken. Dies kann auf der Ebene technischer Entwicklungen geschehen, beispielsweise der Möglichkeit, Informationssuche im Internet in den Unterricht einzubeziehen, oder E-Learning Plattformen zu nutzen, um Lehrmaterialien zur Verfügung zu stellen. Zudem gibt es Forschung, die sich speziell mit der Entwicklung von Methoden für den computergestützten Unterricht befassen. Ein Beispiel sind intelligente tutorielle Systeme, die es erlauben, die Vermittlung von auch komplexen Lerninhalten individuell an den Lernverlauf von Schülern anzupassen. Umgekehrt ist es für den Bereich der Informatik als Unterrichts- und Studienfach von Interesse, aktuelle pädagogische Prinzipien bei der Vermittlung von informatischen Inhalten sowie zur Motivation von Schülern und Schülerinnen für das Fach Informatik einzusetzen.
Im Vortrag wird zunächst kurz auf informatische Beiträge zur Lehr-Lernforschung eingegangen. Danach werden verschiedene Aktivitäten an der Fakultät WIAI vorgestellt, mit denen versucht wird, Kinder und Jugendliche für den Bereich Informatik zu interessieren. Bei allen Projekten geht es darum, Schülern durch direkte praktische Erfahrung die Möglichkeit zu geben, eigene Neigungen und Stärken zu entdecken, aber auch zu einer realistischen Einschätzung bezüglich der Anforderungen des Faches zu kommen. In Projekten für Vor- und Grundschulkinder soll auf spielerische Art gezeigt werden, dass der Computer nicht nur ein Unterhaltungsmedium ist, sondern für kreatives Arbeiten genutzt werden kann. In Workshops für ältere Schüler und Schülerinnen wird die Möglichkeit gegeben, sich mit einem speziellen Thema vertieft auseinanderzusetzen – beispielsweise Roboter zu bauen und zu programmieren oder virtuelle 3-D Welten zu gestalten. Wir erhoffen uns, dass der Vortrag das Interesse von Studierenden der Pädagogik weckt, sich in unseren Projekten zu engagieren.
Vortrag von Dipl.-Kult.-Päd. Sanne Grabisch im Rahmen des Zweiten Kulturpädagogischen Tages in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg am 31.3.2009.
Seit 2005 veranstaltet die Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Universität Bamberg die jährlichen Mädchen-Workshop-Tage »MUT - Mädchen und Technik«. Jedes Jahr in den Herbstferien erhalten Schülerinnen von 10 bis 14 Jahren aller Schularten unter der Überschrift »Auf die Plätze – Technik – los« die Gelegenheit, ihre Interessen und Begabungen im technisch/informatischen Bereichen zu entdecken. In praktischen Workshops erhalten die Mädchen Einblick in die unterschiedlichen Aspekte der Informatik: Sie lernen den selbständigen Umgang mit Computern, schrauben funktionsfähige Computer auseinander und wieder zusammen, bauen und programmieren kleine Roboter, erproben im Stadtgebiet auf Fahrrädern spielerisch den Umgang mit GPS-Technik oder erforschen bei »Computer Science unplugged« ganz ohne Rechner, wie Computer-Programme Aufgaben lösen. »Auf die Plätze – Technik – los!« endet nach drei Tagen mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung von Mädchen, Eltern und Dozenten, bei der auch die Workshop-Ergebnisse präsentiert werden, und klingt mit der Langen Computernacht aus, bei der es für die Mädchen eine ganze Nacht lang chatten, surfen und spielen heißt, bis sie über der Tastatur einschlafen. Mit ihrem Engagement will die Fakultät WIAI Mädchen ermöglichen, praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln und so mögliche Vorurteile abzulegen und Interesse und Begabungen zu entdecken.
Seit einigen Jahren werden die Nachwuchsprojekte (neben MUT auch Girls'Day) evaluiert und wissenschaftlich ausgewertet. So lassen sich Aussagen darüber machen, wer sich von solchen Aktionen angesprochen fühlt und wie sie die Einschätzungen der Mädchen zu Informatik und zu den eigenen Fähigkeiten verändern. Der Vortrag stellt »MUT – Mädchen und Technik« vor und geht dabei näher auf die Evaluationsdaten ein.
»Attitude Formation Via Practical Experience«
Poster Abstract by Dipl.-Kult.-Päd Sanne Grabisch, Dr. Klaus Stein and Prof. Dr. Ute Schmid, published at 5th European Symposium on Gender & ICT Digital Cultures: Participation – Empowerment – Diversity, March 5–7, 2009, University of Bremen.
Regardless of huge efforts in the last decades the percentage of women in leading positions as well as in engineering and computer science is very low. This abstract shortly describes two projects (»MUT – Mädchen und Technik« and Regardless of huge efforts in the last decades the percentage of women in leading positions as well as in engineering and computer science is very low. This abstract shortly desc Regardless of huge efforts in the last decades the percentage of women in leading positions as well as in engineering and computer science is very low. This abstract shortly describes two projects (»MUT – Mädchen und Technik« and »Girls'Day«) at the University of Bamberg (Faculty Information Systems and Applied Computer Science), which provide girls (positive) practical experiences with typical topics of computing and computer science and were evaluated by questionaries during several years. (Conference Poster, Feb. 2009)
Download Abstract:
Poster_GirlsAndComputerScience_Abstract.pdf (135KB)
Download Poster:
Poster_GirlsAndComputerScience.pdf (508KB, Din-A-1)
»Der Computer als Werkzeug kulturellen Schaffens«
Vortrag von Dipl.-Kult.-Päd. Sanne Grabisch im Rahmen des Ersten Kulturpädagogischen Tages in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg am 23.2.2008.
»Mehr Mädchen in die Informatik!«
Vortrag von Prof. Dr. Ute Schmid am Eichendorff-Gymnasium Bamberg im Rahmen der Vortragsreihe Dialogschule am 27.3.2007.
Ziel von Gender Mainstreaming – 50 Prozent Frauenanteil?
Neigungen verteilen sich geschlechtsspezifisch verschieden.
Aber: Mädchen haben kaum Chancen ihre Neigungen im technisch- naturwissenschaftlichen Bereich zu entdecken! Deshalb: MUT-Projekte