Die Aufgaben der Frauenbeauftragten an bayerischen Universitäten sind im neuen Bayerischen Hochschulgesetz vom 2006 folgendermaßen definiert:
"Frauenbeauftragte achten auf die Vermeidung von Nachteilen für Wissenschaftlerinnen, weibliche Lehrpersonen und Studierende [...]
Die Hochschulen fördern bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und berücksichtigen diese als Leitprinzip; sie wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Zur Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern werden Frauen unter Beachtung des Vorrangs von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung (Art. 33 Abs. 2 des Grundgesetzes) gefördert. Ziel der Förderung ist eine Steigerung des Anteils der Frauen auf allen Ebenen der Wissenschaft."
Für allgemeine Beratung in frauenspezifischen Angelegenheiten, Frauenförderung, Öffentlichkeitsarbeit und Berichterstattung ist im Wesentlichen die Frauenbeauftragte der Universität zuständig. Für Anregungen, Beschwerden oder Fragen innerhalb der Fakultät WIAI sind dagegen wir, die WIAI-Fakultätsfrauenbeauftragten, die erste Anlaufstelle.
Während der Frauenanteil bei den Studierenden an der Universität Bamberg bei über 60 Prozent liegt (Stand WS 03/04) hat die Fakultät WIAI - die einzige technisch orientierte Fakultät - mit knapp 15 Prozent nur einen sehr geringen Anteil weiblicher Studierender. Entsprechend ist ein zentrales Ziel der Fakultätsfrauenbeauftragten, durch spezifische Aktionen mehr Schülerinnen für die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik zu interessieren.
Um die weiblichen Studierenden der Fakultät besser zu unterstützen, haben wir seit WS 2006/2007 ein Mentorinnen-Programm eingerichtet. Wir bieten Erstsemesterinnen eine Betreuung durch Frauen an der Fakultät (insbesondere Studentinnen aus höheren Semestern) an. Studentinnen kurz vor dem Abschluss ihres Studiums ermöglichen wir, sich von schon berufstätigen Absolventinnen der Fakultät beraten zu lassen. Für entspannte Stimmung sorgt der Austausch bei den regelmäßigen Frauen-Stammtischen.
Ein weiteres wesentliches Anliegen (das meist Frauen betrifft, aber genauso auch Männer betreffen kann), ist die Förderung der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie (Betreuung von Kindern, Pflege von Angehörigen, ...). Hier engagieren wir uns im Projekt »Familienfreundliche Universität«.
Um potentielle zukünftige Studentinnen möglichst frühzeitig für die Informatik zu begeistern, hat die WIAI-Frauenbeauftragte Prof. Dr. Ute Schmid in den letzten Jahren mehrere, inzwischen aufeinander aufbauende Workshop-Programme initiiert:
In den Herbstferien 2005 haben wir zum ersten Mal die Mädchen-Workshop-Tage »Auf die Plätze - Technik - los!« im Rahmen des von der FH Coburg initiierten Projekts
»MUT - Mädchen und Technik« angeboten. Seit 2006 beteiligen wir uns am bundesweiten Mädchen-Zukunftstag Girls'Day.
Daneben gibt es noch weitere Angebote nicht nur für Mädchen für die Zielgruppen Vorschulkinder bis Abiturienten.