Beginn: Dienstag, 20.10.2009
Ort: Kä/1.108
Zeit: 10 – 12 Uhr
In diesem Seminar werden die wesentlichen Werke von Pierre Bourdieu gelesen, diskutiert und mit alternativen Theorieansätzen, insbesondere der Systemtheorie von Niklas Luhmann verglichen.
Zur Einführung
Eva Barlösius, Pierre Bourdieu. Frankfurt/New York: Campus Einführungen 2006.
Pierre Bourdieu, Ein soziologischer Selbstversuche, Frankfurt a.M. Edition Suhrkamp, 2002.
Pierre Bourdieu und Loïc Wacquant, Reflexive Anthropologie, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 2006.
Pierre Bourdieu, Praktische Vernunft, Frankfurt a.M.: Edition Suhrkamp, 1008..
Amin Nassehi und Gerd Nollmann (Hg.). Bourdieu und Luhmann, Frankfurt a.M. 2004.
Hans-Peter Müller. Sozialstruktur und Lebensstile. Frankfurt a.M. 1992.
Gerhard Fröhlich und Boike Rehbein (Hg.). Bourdieu Handbuch, Stuttgart/Weimar: J.B: Metzler, 2009.
Gliederung
Die unter a) genannten Texte sind Pflichtlektüre für die jeweilige Sitzung. Diese und weitere Texte werden im Virtuellen Campus bereitgestellt
20.10.09 Einführung
27.10.09 Bourdieus Forschungsansatz
Pierre Bourdieu, Sozialer Sinn, Frankfurt a.M. 1993
a) Kap. 7: Das symbolische Kapital, S. 205-221
b) Kap. 8: Die Herrschaftsweisen, S. 222-245
c)André Kieserling. „Felder und Klassen: Pierre Bourdieus Theorie der modernen Gesellschaft.“ Zeitschrift für Soziologie 37 (1), 2008, S. 3-24
03.11.09 Funktionale Differenzierung der Gesellschaft
Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Frankfurt a.M. 1997
a) Bd. 2, Kap. 4, VII, Ausdifferenzierung von Funktionssystemen, S. 707-743
b) Bd. 2, Kap. 4, VIII, Funktional differenzierte Gesellschaft, S. 743-776
c) „Die Wirtschaft der Gesellschaft als autopoietisches System“, in: N. Luhmann, Die Wirtschaft der Gesellschaft, Frankfurt a.M. 1988, S. 43-90
10.11.09 Klassenstruktur, Distinktion und Lebensstil
Pierre Bourdieu, Die feinen Unterschiede, Frankfurt a.M. 1982
a) Zweiter Teil, Kap. 2: Der Sozialraum und seine Transformationen, S. 171-276
b) Zweiter Teil, Kap. 3: Der Habitus und der Raum der Lebensstile, S. 277-399
17.11.09 Soziale Milieus und Lebensstile
Gerhard Schulze, Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt/New York 1992
a) Kap. 6: Fünf Milieubeschreibungen, S. 277-333
b) Das Ganze. Zur Milieukonstellation der Gegenwart, S. 335-393
24.11.09 Das Feld der Kunst
Pierre Bourdieu, Die Regeln der Kunst, Frankfurt a.M. 2001
a) Erster Teil, 1. Die Eroberung der Autonomie. Die kritische Phase der Entstehung des Feldes, S. 83-186
b) Erster Teil, 2. Die Entstehung einer dualistischen Struktur, S. 187-226
c) Erster Teil, 3. Der Markt der symbolischen Güter, S. 227-279
01.12.09 Das erweiterte Feld der Kunst
Nina Tessa Zahner, Die neuen Regeln der Kunst, Frankfurt/New York 2006
a) Kap. 5: Andy Warhol im Kunstfeld New Yorks, S. 134-240
b) Kap. 6: Die Etablierung des Subfeldes der erweiterten Produktion, S. 241-292
08.12.09 Das System der Kunst
Niklas Luhmann, Die Kunst der Gesellschaft, Frankfurt a.M. 1995
a) Kap. 5
b) Kap. 6
c) Kap. 7
15.12.09 Das Feld der Wissenschaft
Pierre Bourdieu, Homo academicus, Frankfurt a.M. 1992
a) Kap. 3: Kapitalarten und Formen der Macht, S. 132-212
b) Kap. 4: Verteidigung der Körperschaft und Zusammenbruch der Gleichgewichte, S. 213-253
c) Kap. 5: Der kritische Moment, S. 254-303
22.12.09 Das System der Wissenschaft
Niklas Luhmann, Die Wissenschaft der Gesellschaft
a) Kap. 5, Wissenschaft als System, S. 271-361
b) Kap. 9, Wissenschaft und Gesellschaft, S. 616-701
12.01.10 Die Staatselite
Pierre Bourdieu, Der Staatsadel, Konstanz : UVK 2004
a) Erster Teil : Die schulischen Formen der Klassifizierung, S. 21-74
b) Zweiter Teil : Die Ordination, S. 91-152
c) Dritter Teil : Das Feld der Grandes Ecoles und seine Veränderungen, S. 159-277
d) Vierter Teil : Das Feld der Macht und seine Veränderungen, S. 317-412
19.01.10 Leistungseliten
Michael Hartmann, Der Mythos von den Leistungseliten, Frankfurt/New York 2002
a) Kap. 3: Karrieren in der Wirtschaft und soziale Herkunft, S. 63-94
b) Kap. 4: Die Bedeutung der sozialen Herkunft für Karrieren in Politik, Justiz und Hochschule, S. 95-115
c) Leistung oder Habitus? Voraussetzungen für den Zugang zu Elitepositionen in Wirtschaft, Wissenschaft, Justiz und Politik, S. 116-149
26.01.10 Das Feld der Religion
Pierre Bourdieu, Das religiöse Feld, Konstanz: UVK 2000
a) Eine Interpretation der Religion nach Max Weber, S. 11-38
b) Genese und Struktur des religiösen Feldes, S. 39-110
c) Niklas Luhmann, Die Religion der Gesellschaft, Frankfurt a.M. 2002
02.02.10 Massenmedien
Pierre Bourdieu, Über das Fernsehen, Frankfurt a.M. 1998
a) Das Fernsehstudio und seine Kulissen, S. 15-53
b) Die unsichtbare Struktur und ihre Auswirkungen, S. 55-96
c) Niklas Luhmann, Die Realität der Massenmedien, Opladen 1996
d) Thomas Meyer, Mediokratie, Frankfurt a.M. 2001, Teil II: Prozesse: Die Logik der Kolonisierung, S. 75-136
09.02.10 Inklusion/Exklusion
Pierre Bourdieu et al., Das Elend der Welt, Konstanz: UVK 1997
a) Narzissenweg, S. 19-34
b) Verstehen, S. 393-426
c) Niklas Luhmann, „Inklusion und Exklusion“, in: N. Luhmann, Soziologische Aufklärung 6, Opladen 1995, S. 237-265
d) Niklas Luhmann, Die Gesellschaft der Gesellschaft, Bd. 2, S. 789-811
Pierre Bourdieu, Die männliche Herrschaft, Frankfurt a.M. 2005
a) Kap. 1: Ein vergrößertes Bild, S. 14-96
b) Kap. 2: Die Anamnese der verborgenen Konstanzen, S. 97-141
c) Kap. 3: Konstanz und Wandel, S. 142-192
Im Seminar können alternativ folgende Leistungen erbracht werden:
1. Hauptseminarschein
1 Referat + 1 Hausarbeit (12 Seiten)
6 Kommentare/Erkundungen
2. Schriftliche Prüfungsersatzleistung (12 KP – 6 ECTS)
1 Referat + 1 Hausarbeit (20 Seiten)
6 Kommentare/Erkundungen
3. Mündliche Prüfungsersatzleistung (18 KP- 8 ECTS)
1 Referat + 1 Hausarbeit (25 Seiten)
6 Kommentare/Erkundungen
Das Referat besteht in der 15-minütigen Präsentation der Pflichtlektüre. Dazu kommt die aktive Gestaltung der Diskussion. Die Hausarbeit soll das Referatsthema anhand der Primärliteratur und Sekundärliteratur bearbeiten. Abgabefrist ist der 19. April 2010. Zwecks Gestaltung der Seminarsitzungen müssen alle Referenten zusätzlich zu sechs anderen Referatsthemen einen mündlichen Beitrag zur Seminarsitzung leisten, der in die Diskussion eingebracht wird. Dieser Beitrag kann wie folgt aussehen:
Diese Beiträge sind Voraussetzung für den Erwerb eines Leistungsnachweises. Sie werden nicht benotet. Die Note für den Leistungsnachweis ergibt sich nur aus der Hausarbeit.
Bewertungskriterien
Für das Qualitätsmerkmal 1 werden 0-10 Punkte vergeben, für die Qualitätsmerkmale 2 bis 4 jeweils 0-5 Punkte. Die Noten errechnen sich wie folgt aus der erreichten Punktzahl:
25 = sehr gut (1)
24-23 = noch sehr gut (1,3)
22-21 = gut + (1,7)
20 = gut (2)
19-18 = noch gut (2,3)
17-16 = befriedigend + (2,7)
15 = befriedigend (3)
14-13 = noch befriedigend (3,3)
12-11 = voll ausreichend (3,7)
10 = ausreichend (4)
9-0 = nicht ausreichend (5)