Vorträge im Sommersemester 2011
Das Graduiertenkolleg bietet ein Studienprogramm an, das die KollegiatInnen umfassend in die Fragestellungen des Kollegs einführt und einen Rahmen zur intensiven Diskussion der eigenen Forschungsarbeiten bietet. Das Thema “Öffnung und Schließung von Märkten und Sozialräumen“ ist nicht Gegenstand einer einzelnen Disziplin, sondern bildet ein Problemfeld, das aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven betrachtet werden kann und muss. Eine besondere Bedeutung kommt deshalb der Herstellung interdisziplinärer Bezüge zu. Durch das Zusammenwirken der beteiligten Disziplinen im Graduiertenkolleg soll überzogener Fachspezialisierung entgegengewirkt, Wissen über andere Forschungskontexte und Fragerichtungen gefördert, solches Wissen in die jeweils eigene Forschungsarbeit übertragen und das Arbeitsergebnis fachübergreifend diskutierbar gemacht werden. Hierzu werden entsprechende Veranstaltungen und Diskussionsforen angeboten und Workshops mit externen FachwissenschaftlerInnen organisiert.
Das Studienprogramm des Graduiertenkollegs ist auf drei Jahre angelegt. In der Startphase (1. Jahr) soll im Rahmen des Studienprogramms das notwendige Hintergrundwissen erarbeitet werden, aus dem heraus die KollegiatInnen ihre Dissertationsprojekte konzipieren. Die Regelförderung wird durch ein Doktorandenkolloquium gewährleistet, welches als ständige Einrichtung ein themenübergreifendes Diskussionsforum bietet. Dabei wird es zu Beginn des Kollegs darauf ankommen, den KollegiatInnen eine systematische Starthilfe bei der Eingrenzung bzw. dem Zuschnitt und Design ihrer Projekte sowie eine auf den Wissensstand der TeilnehmerInnen zugeschnittene Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten zu geben. Die Förderung wird durch Graduiertenseminare fokussiert. Der weitere Erfolg der Einzelarbeiten wird durch einen Workshop mit externen Wissenschaftlern oder Experten, z.B. aus europäischen oder supranationalen Institutionen, am Ende des ersten Jahres abgesichert. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Reflexion über geeignete Forschungsmethoden.
Die Vertiefungsphase (2. Jahr) dient der Ausarbeitung wesentlicher Teile der Dissertation. Die Nachhaltigkeit der Arbeit in diesem zentralen Jahr wird dadurch gestützt, dass nicht nur weitere GraduiertenSeminare und das laufende Doktorandenkolloquium stattfinden. Vielmehr soll ein weiterer interdisziplinärer Workshop in der zweiten Hälfte der Vertiefungsphase den Ansporn bieten, wichtige Teile der Arbeiten auch extern zu vertreten.
In der Abschlussphase (3. Jahr) werden in den jeweiligen Arbeiten Lücken geschlossen, Revisionen vorgenommen und der Feinschliff aufgrund der entsprechenden Rückmeldungen aus den Diskussionen und der Betreuung angebracht. Einerseits wird hier durch die Regelförderung des Doktorandenkolloquiums und die Fokussierung in den Graduiertenseminaren wesentliche Unterstützung gegeben. Andererseits soll der Erfolg der einzelnen Arbeiten durch einen abschließenden Workshop, der dann eher Tagungscharakter erhält, der interessierten Fachöffentlichkeit vermittelt werden.