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Staatliches Bauamt Bamberg

Aufgaben

Im Freistaat Bayern gehört das Bauwesen zum Geschäftsbereich des Staatsministeriums des Innern (Gesetz Nr. 112 über die behördliche Organisation des Bauwesens und des Wohnungswesens vom 09.04.1948). Das Staatliche Bauamt Bamberg ist Bestandteil der Staatsbauverwaltung und als solches der Regierung von Oberfranken und der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsminsterium des Innern unterstellt. Zu seinen Aufgaben gehört es, die bestehenden staatlichen Gebäude zu unterhalten und neu zu errichtende für alle Geschäftsbereiche (Ministerien) zu planen und zu bauen. Es hat also auch die Neu- und Erweiterungs- bauten der Universität Bamberg und alle Änderungs- und Unterhaltungsmaßnahmen an ihrem Baubestand auszuführen. Soweit freischaffende Architekten beauftragt sind, fällt dem Bauamt die Aufgabe zu, ihre Tätigkeit koordinierend zu überwachen.

Kontakt

Besucheradresse: Kasernstraße 4, 96049 Bamberg
Postadresse: Postfach 10 02 63, 96054 Bamberg
Telefon (09 51) 95 30 - 0
externer Link folgt www.stbaba.bayern.de
Behördenleiter: LBD Fritz Angerer, Tel. 95 30 - 20 00
Liegenschaftsabteilung: Verantwortliche Leitung sämtlicher Baumaßnahmen hinsichtlich Vorbereitung, Planung und Baudurchführung: BR Hubert Wagner, Tel. 95 30 - 22 00
Sachgebietsleiter Universität: TOI'in Steffi Häfner, Tel. 95 30 - 22 13

Ausbau zur Teiluniversität

Der Beschluß des Bayerischen Landtages vom 16.07.1970 , die in Bamberg bestehenden Hochschuleinrichtungen zu einer Teiluniversität auszubauen, setzte die Planungsarbeiten in Gang. Ausgangsbasis war ein Standortgutachten der Obersten Baubehörde vom 06.08.1973. Sein wesentlichstes Ergebnis: Keiner der beiden vorhandenen Siedlungskerne wird aufgegeben; der Standort in der nordöstlichen Vorstadt (ehem. Pädagogische Hochschule) und der in der Altstadt (ehem. Philosophisch - Theologische Hochschule) sollen im Endausbau der Universität quantitativ etwa gleichwertige Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Im Jahre 1974 konnte vom Bauamt ein erstes bauliches Grundkonzept entwickelt werden, das sich auf Strukturdaten wie Studentenzahlen, Art und Größe der Fachbereiche, Zeitplanung und ähnliche Einflußgrößen stützte. Es wird nach Bedarf fortgeschrieben; seine Realisierung hängt von Vorgaben wie Verfügbarkeit der Mittel, Angebot an Baugrund bzw. Nutzbarkeit vorhandener Bausubstanz ab. Planungspartner des Bauamtes sind neben der Universität  Ministerien, Ingenieurbüros und freischaffende Architekten.

Standort Altstadt

Das Bild der Altstadt, von Kriegszerstörung nahezu verschont, ist durch eine Vielzahl schutzwürdiger Bauten bestimmt. Der Freistaat Bayern und alle am Planungsgeschehen der Stadt Bamberg Beteiligten befürworten eine Integration der Universität in diese kultur- und baugeschichtlich einmalige Umgebung. Die Aufgaben des Staatlichen Bauamtes berühren sich daher eng mit denen der Denkmalpflege und der Stadtsanierung. Sie bestehen überwiegend darin, alte, zum Teil historisch wertvolle Gebäude unterschiedlichster Zweckbestimmung umzubauen und funktionell wie technisch den Bedürfnissen des Hochschulbetriebes anzupassen. Bisher wurden folgende größere Baumaßnahmen fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben:

1972 das renovierte Gebäude der ehemaligen Philosphisch-Theologischen Hochschule An der Universität 2 für die Fakultät Katholische Theologie

1975 das Hochzeitshaus Am Kranen 12 und Austraße 17 für die Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften

1978 die Teilbibliothek An der Universität 7 (ehemalige Aula) für die Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften

1979 das Hochschulgebäude An der Universität 5 (ehemaliges Kaiser-Heinrich-Gymnasium) für die Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften

1980 die beiden umgestalteten Gebäude Fischstraße 5 und 7 für die Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften

1980 das für Zwecke des Studentenwerkes sanierte und umgebaute Gebäude Austraße 37

1981 der Neubau einer Mensa sowie eines Gebäudes für die Energieversorgung, Austraße 37

1983 das für Zwecke der Universitätsverwaltung umgebaute und sanierte Gebäude Kapuzinerstraße 16

1984 die beiden Gebäude Heumarkt 1 und An der Universität 11 für die Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften

1985 das Gebäude An der Universität 9 für die Fakultät Sprach- und Literaturwissenschaften

1987 die beiden Gebäude am Kranen 1 und 3 für die Teilbibliothek 5 und Institutsräume der Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften

1988 der für die Fakultät Pädagogik, Philosophie, Psychologie umgebaute und sanierte Altbau (1906) der ehemaligen Staatlichen Frauenklinik (Marcus-Haus)

1992 der für die Fakultät Pädagogik, Philosophie, Psychologie umgebaute und sanierte Neubau (1951 bis 1953) der ehemaligen Staatlichen Frauenklinik (Marcus-Haus)

1993 die beiden Gebäude Kapuzinerstraße 20 und 22 für die Universitätsverwaltung

1995 das Noddack - Haus, das für die Fachdidaktiken Physik, Chemie, Biologie umgebaute und sanierte ehem. Wäschereigebäude der Staatlichen Frauenklinik

1997 der zur Verbesserung der Funktionen im Bereich der Teilbibliothek 1 errichtete Aufzugs- und Treppenturm

1999 das ehemalige Palais Rotenhan, Kapuzinerstraße 25 für verschiedene universitäre Nutzungen

2003 die ehemalige Dominikanerkirche, Mindestbetriebszustand, zur Nutzung als Aula

2004 der Neubau der Teilbibliothek Sprach- und Literaturwissenschaften im Burgershof

2004 die für Nebennutzungszwecke sanierte ehemalige Kutschenremise im Burgershof

2004 das für die Bibliothek sanierte ehemalige Wohnhaus Heumarkt 2

Standort Feldkirchenstraße

Das Gebäude der ehemaligen Pädagogischen Hochschule wurde 1963 - 1965 errichtet und war für 450 Studenten bemessen. Nach ihrer Integration in die Universität - seinerzeit noch Gesamthochschule - stieg die Studentenzahl rasch an. Dem Bauamt fiel die Aufgabe zu, das Gebäude den veränderten Bedürfnissen anzupassen und auf dem zur Verfügung stehenden Gelände neuen Nutzraum zu schaffen. Um dieser Entwicklung keine Schranken aufzuerlegen, entschied man sich bei der ersten Erweiterung zu einer Lösung, die über die bereits bebaute hinaus keine weitere Grundstücksfläche beanspruchte. Bisher wurden folgende größere Baumaßnahmen fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben:

1977 die Erweiterung der Teilbibliothek für die Fakultäten Pädagogik, Philosophie, Psychologie und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Fachbereich Sozialwesen

1978 die Aufstockung des bestehenden Hauptgebäudes für die Fakultäten Pädagogik, Philosophie, Psychologie und Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Fachbereich Sozialwesen - 1. Bauabschnitt

1979 der Neubau eines Gebäudes für die Energieversorgung

1980 der Umbau, Kapazitätserweiterung und betriebliche Modernisierung der bestehenden Mensa

1985 der Neubau eines Gebäudes für die Zentralbibliothek und die Teilbibliotheken Pädagogik, Philosphie, Psychologie, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Fachbereich Sozialwesen - 2. Bauabschnitt

1988 der Umbau der durch den Neubau des Bibliotheksgebäudes - 2. Bauabschnitt - im Hauptgebäude freigewordenen Räume für die Nutzung durch das Rechenzentrum und die Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Einbau eines Fotolabors

1989 die Erweiterung der Parkplätze sowie Verlegung der Freisportanlagen an der Feldkirchenstraße

1992 die Neuanlage der Freisportflächen für die Hochschulsportanlage Volkspark

2001 der Neubau eines Hochschulrechenzentrums an der Feldkirchenstraße

2006 die Generalsanierung der beiden Hörsäle im Hauptgebäude an der Feldkirchenstraße

Programmvorgaben für beide Standorte, das heißt die bauliche Entwicklung der Universität insgesamt, setzt eine interministerielle Baukommission fest. In ihrer Sitzung am 25. Januar 1979 hat sie dies für den Standort Altstadt abschließend getan; in ihrer 10. Sitzung am 22. Juni 1979 hat das Raumprogramm für den Endausbau des Standortes Feldkirchenstraße seine Billigung gefunden.