Vorlesung, 2 SWS, Mi 10-12, H/016
Müller
In weiten Teilen Europas finden sich in Jungsteinzeit und Bronzezeit Monumentalbauten aus Stein oder Holz. Dabei handelt es sich oft um sakrale Plätze, die den Gemeinschaften als traditionsbildendes Moment dienten: Megalithanlagen, Steinkreise, Grabenwerke. Daneben existieren bereits monumentale Befestigungsbauten, die normale Siedlungen schützen. In der Vorlesung wird es darum gehen, einerseits herausragende Monumente darzustellen, andererseits Entwicklungslinien des prähistorischen europäischen Monumentalbaus 5000-1500 v.Chr. aufzuzeigen.
Seminar/Hauptseminar, 2 SWS, Di 14-16, H/016
Müller
Siedlungsbefunde aus dem Mineralboden- und Feuchtbodenbereich mit Hausgrundrissen, Befestigungsanlagen oder regelrechten Dorfplänen sind im jungsteinzeitlichen und bronzezeitlichen Mitteleuropa nicht häufig. Im Hauptseminar geht es darum, alle verfügbaren Fundplätze mit entsprechenden Befunden zusammenzutragen und einen Katalog zur Aussagekraft der archäologischen Grabungsergebnisse anzufertigen. (Terminplanung / Literaturliste)
Übung, 1 SWS, Do 10-11, K25/103
Lohrke
Im dritten Jahrtausend v. Chr. treten die großräumig und überregional verbreiteten Kulturen der Schnurkeramik und der Glockenbecher auf. Thema des Seminars sind die Bestattungssitte beider Kulturen. Im Mittelpunkt stehen dabei die archäologischen (Grabbau und Grabbeigaben) sowie die anthropologischen Daten der Bestatteten (Alter und Geschlecht).
Die Gräber von Männern und Frauen sind in dieser Zeit in besonderer Weise von einander abgehoben. Sie wurden nicht nur mit geschlechtsspezifisch Beigaben ausgestattet, sondern es fand auch einer unterschiedliche Orientierung der Toten im Grab statt. Neben dem Geschlecht war das Alter der Bestatteten ein entscheidendes Kriterium, das die Grabausstattung der Toten beeinflusst hat.
Proseminar/Seminar, 2 SWS, Do 16-18, Schloß Seehof
Abels
Ober- und Unterfranken gehören zu den Regionen mit den meisten Befestigungen etwa des Zeitraumes zwischen 1000 v.Chr. und 1000 n.Chr. Eine Reihe dieser Befestigungen sind archäologisch untersucht. An diesen Beispielen soll der Aufbau, die Datierung und die Funktion von Befestigungen erarbeitet werden.
Proseminar, 2 SWS, Mi 16-17, K25/103Lohrke/Müller
In der Einführung werden die Zeitepochen der prähistorischen Archäologie dargestellt: vom altsteinzeitlichen Urmenschen über die ersten Bauern, Bronzegießer und keltischen Befestigungen bis zu den Merowingern. In Verbindung der einer weiteren Einführung in die Vor- und Frühgeschichte im nächsten Semester bildet diese Veranstaltung einen abgeschlossenen Einführungsblock.
Übung, 2 SWS,Mi 14-16, H/005
Beck/Müller/Schneider
Sowohl aus vorgeschichtlichen Gesellschaften als auch historischen Überlieferungen bzw. völkerkundlichen Beobachtungen ist die Existenz von Wertsystemen bekannt, die geldähnliche Funktionen in Tausch und Handel übernehmen. Es geht in der Übung darum, im Vergleich der Quellen die Vielfalt prämonetärer Systeme darzustellen und dabei die Ansätze der beteiligten Disziplinen zu vergleichen.
Kolloquium, 2 SWS, Di 19-21, H/201 (gemeinsam mit Mittelalter- und Neuzeitarchäologie sowie Islamischer Kunst und Archäologie)
Ericsson/Müller/Finster
Die Archäologien Bambergs bieten im Archäologischen Kolloquium Gastvorträge zumeist auswärtiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an. Als vor- und frühgeschichtliche Themen werden neue Grabungs- und Forschungsergebnisse zu Megalithgräbern in Portugal und zu Bestattungssitten im 3. und 2. vorchristlichen Jahrtausend Ost- und Mitteleuropas in Vorträgen abgehandelt werden.
Kolloquium, nach Vereinbarung
Müller
Geländeübung, Blockveranstaltung
Lohrke/Müller
Die Lehrgrabung der Vor- und Frühgeschichte wird die Fortsetzung der Grabung des hallstattzeitlichen Grabhügels bei Wettringen sein.
Exkursionen; Termin nach Vereinbarung
Müller