Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Abschluss eines VWL-Studiums ist das Interesse an ökonomischen Fragestellungen und damit zusammenhängenden gesamtgesellschaftlichen Phänomenen. Daneben ist insbesondere die Fähigkeit zu analytischem Denken relevant, um komplexe Zusammenhänge erfassen und strukturieren zu können.
Im Gegensatz zur BWL, die sich mit innerbetrieblichen Unternehmensabläufen (Logistik, Kostenrechnung, Controlling, Marketing etc.) beschäftigt, betrachtet die VWL gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge (nationale und internationale Wirtschaftspolitik, Finanzpolitik, Industrieökonomik, Bildungspolitik, Arbeitsmärkte etc.).
Der theoretische Ansatz der Volkswirtschaftslehre bedient sich weitgehend mathematischer und statistischer Methoden. Dies bedeutet aber nicht, daß nur wahre 'Mathe-Cracks' dieses Studium erfolgreich absolvieren können. Voraussetzung ist jedoch die Bereitschaft, sich mit mathematischen Methoden auseinanderzusetzen und diese anzuwenden. Dies gilt auch für die empirische Volkswirtschaftslehre, auf die man sich in Bamberg über die Wahlfächer spezialisieren kann.
Der institutionelle Zweig der VWL widmet sein Augenmerk rechtlichen und ordnungspolitischen Aspekten der Wirtschaftstätigkeit. Wer sich schwerpunktmäßig in diese Richtung orientieren will, sollte ein Interesse an der Rechtswissenschaft mitbringen.
Die Globalisierung der Märkte erfordert zunehmend ein Verständnis fremder Kulturen und Sprachkenntnisse. Zwei Wirtschaftsfremdsprachen und ein einjähriger Auslandsaufenthalt im Bachelor sind deshalb integraler Bestandteil des volkswirtschaftlichen Studiengangs European Economic Studies.