Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung wurde am 09. Mai 2012 die zweite Runde des Mentoring-Programms eingeleitet.
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Die Universitätsfrauenbeauftragten vergeben auch im Jahr 2012 Stipendien und Prämien für besondere Leistungen von Wissenschaftlerinnen der Universität Bamberg.
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Ab sofort können die Bewerbungsunterlagen für "PUSh" eingereicht werden.
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Das Seminar "Rhetorik und selbstsicheres Verhalten" findet am Freitag, 06. Juli 2012 von 9.00 s.t. - 17.00 Uhr statt.
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Das Bewerbungsseminar wendet sich an Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, es findet am Freitag 15. Juni 2012 von 9.30 s.t. - 16.15 Uhr statt.
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Das Thema „Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung“ wird seit Beginn der 90er systematisch und dauerhaft von Bund und Ländern verfolgt. Bundesweit lässt sich aufgrund der beharrlichen Zielverfolgung, nicht nur eine Verbesserung des Verständnisses für die unterschiedlichen Situationen von Frauen und Männern in der Wissenschaft feststellen, sondern ein teils erheblich gesteigerter Frauenanteil auf den verschiedenen akademischen Qualifikationsstufen macht sichtbar, dass wir langsam aber beständig Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung erreichen können.
Orientiert am neuesten Bericht der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz zur bundesweiten Situation von Frauen in Hochschulen, der im Dezember 2008 erschienen ist, werfen wir einen Blick auf eine Zehnjahreszeitspanne an der Universität Bamberg, in der sich auch die die Fördermaßnahmen im Rahmen des Hochschulsonderprogramms (HSP) und der Hochschulwissenschaftsprogramme zahlenmäßig niederschlagen.
Bundesweit ist festzustellen, dass sich im Vergleichszeitraum von 1992 bis 2006 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl in allen Bereichen der wissenschaftlichen Qualifikationsphase an Hochschulen deutlich vergrößert hat. Der weibliche Anteil der Erstimmatrikulierten ist von 45,6% auf 49,4% gestiegen, bei den Studienabsolventinnen sogar von 40,8% auf 51,2%. Das bedeutet mittlerweile beenden bundesweit durchschnittlich mehr Frauen erfolgreich ihr Studium als Männer. Der Anteil von Promovendinnen an der Gesamtzahl kletterte von 30,7% auf 40,9% und bei den Habilitationen ist ein Anstieg des Frauenanteil von 13,1% auf 22,2% zu verzeichnen. Auch bei den Professuren vergrößerte sich der Anteil der Professorinnen kontinuierlich, nämlich von 7,5% auf 15,2%, also um 7,7 Prozentpunkte.
Aufgrund der besonderen Fächerstruktur an der Universität Bamberg, mit einem besonders geringen Anteil an naturwissenschaftlichen Fächern, liegt hier der Frauenanteil von Haus aus deutlich höher als im bundesweiten Durchschnitt. Im Vergleichszeitraum von 1996 bis 2006 stieg der Anteil der Erstimmatrikulieren von 47,8% auf 56,8%. Bei den erfolgreichen Studienabschlüssen, hatten in Bamberg schon 1996 die Frauen die Statistik mit 54,1% angeführt und ihren Vorsprung bis 2006 um mehr als 10 Prozentpunkte auf 64,3% ausgebaut. Bei den Promotionen dominiert dann aber weiterhin der Männeranteil, auch wenn sich der Frauenanteil von 37,2% auf 48,9% innerhalb von zehn Jahren deutlich vergrößert hat. Deutlich zeigt sich der Bedarf an weiteren greifenden Gleichstellungsmaßnahmen bei den Habilitationen. 1996 wurden lediglich 10% aller Habilitationen an der Universität Bamberg von Frauen abgeschlossen. In den Jahren 2000 und 2001 hat sich sogar keine einzige Frau habilitiert. Wohingegen 2003 die Frauen zahlenmäßig mit den Männern gleichziehen konnten. 2006 betrug der Frauenanteil an allen Habilitationen 40%. Diese Zahlen sind bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass sich im Zeitraum 1976 bis 1989 nur eine einzige Frau an unserer Hochschule habilitierte. Die deutlichen prozentualen Schwankungen machen aber deutlich, dass in dieser Qualifikationsstufe zwar der Trend zur Steigerung des Frauenanteils besteht, wir allerdings noch weit davon entfernt sind von einer stetigen oder kontinuierlichen jährlichen Steigerung zu sprechen. Verselbständigt hat sich der Trend zur Steigerung des Anteils der weiblichen Habilitierenden noch lange nicht, denn 39,1% aller weiblichen Habilitationen im Zeitraum zwischen 1996 und 2006 wurden durch Mittel aus Gleichstellungsmaßnahmen finanziert. Diese Tatsache unterstreicht die Wichtigkeit weiterer gezielter Fördermaßnahmen um unserem Ziel der Chancengleichheit in allen Qualifikationsstufen näher zu kommen. Nur so vergrößern wir auch die Chance, dass Frauen die gleiche Teilhabe an Professuren zukommt. Auch hier lässt sich an der Universität Bamberg ein Anstieg um fast zehn Prozentpunkte im Betrachtungszeitraum verzeichnen. 1996 waren lediglich 12,9% - und damit lediglich etwas mehr als ein Zehntel - aller Professuren von Frauen besetzt, während 2006 mit 22,6% bereits mehr als ein Fünftel aller Professuren an Frauen vergeben sind. Im bundesweiten Vergleich liegen wir in allen Bereichen der wissenschaftlichen Qualifikationslaufbahn im Frauenanteil ganz deutlich über dem Durchschnittswert, dürfen aber nicht vergessen, dass wir an der Universität Bamberg Zahlen präsentieren, die aus der Dominanz frauenaffiner Fachbereiche hervorgehen.
Die deutliche Steigerung des Frauenanteils auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen – sowohl bundesweit, als auch an der Universität Bamberg - macht deutlich, dass wir uns unserem langfristigem Ziel „der geleichberechtigten Teilhabe“, durchaus Stück für Stück nähern, dies aber noch lange nicht erreicht ist.