04.04.13
Im Rahmen der Studiengänge BWL, EES, Europäische Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftspädagogik (Bachelor und Master) gibt es die Möglichkeit, Zusatzzertifikate zu erwerben. Für Bachelor handelt es sich dabei um den European Bachelor-Level Business Sciences (EBBS), für Master- Studierende um den European Master-Level Business Sciences (EMBS).
Die Zertifikate werden von einem Konsortium (
http://www.embs-consortium.com/) vergeben, welches aus 16 Universitäten aus 8 europäischen Ländern besteht. Es handelt sich dabei um die Zertifizierung eines Auslandsstudiums in "Business Science" und in "European Affairs". Hintergrund ist die Förderung des europäischen Gedankens, der verstärkt in die nationalen Studienabschlüsse eingebunden werden soll. Die besondere europäische Komponente kommt dabei durch das Modul "European Affairs" zum Tragen, dass an allen EMBS-Hochschulen angeboten wird.
Es handelt sich dabei also nicht um einen eigenständigen Studiengang der Universität Bamberg mit Master Degree und auch nicht um einen Master-Studiengang an einer ausländischen Hochschule. Die Teilnehmer am EMBS-Programm verbleiben vielmehr in ihrem ursprünglichen Bamberger Studiengang. Die während des 1- bzw. 2-semestrigen Studienaufenthalts an einer ausländischen EMBS-Partnerhochschule zu erbringenden Prüfungsleistungen können prinzipiell für den Bamberger Abschluss anerkannt werden.
Zum Erwerb des Zusatzzertifikats „EBBS“/„EMBS“ ist ein zweisemestriger Studienaufenthalt an einer dieser EMBS-Partnerhochschulen erforderlich. Während des Auslandsstudienjahres sind dort 60 ECTS zu erbringen:
Das EBBS-Programm kann auch im Rahmen eines einsemestrigen Studienaufenthalts im Ausland absolviert werden. Dabei müssen mind. 20 ECTS im Bereich "Business Sciences " im Ausland abgelegt werden. Aus dem Bereich "European Affairs"sind ebenfalls 20 ECTS notwendig, davon können jedoch auch max. 10 ECTS an der Universität Bamberg erbracht werden.
Die an den EMBS- Partnerhochschulen wählbaren Fächer bzw. Kurse sind dem EBBS/EMBS-Guide der jeweiligen Hochschule zu entnehmen.
Die Zulassung zu dem Programm erfolgt durch den Auslandsbeaauftragten, wobei für die Auswahl die zum Bewerbungszeitpunkt vorliegenden Noten maßgebend sind. Es werden jeweils die Besten 40% der Studenten eines Jahrganges und Studienganges zugelassen.
Die im Modul „Business Sciences“ oder auch im Modul „European Affairs“ an der Partnerhochschule erbrachten Prüfungsleistungen können prinzipiell für an der Universität Bamberg geforderte Prüfungsleistungen anerkannt werden; Näheres regeln die jeweiligen Prüfungsordnungen. Eine Sonderbehandlung der Leistungen aufgrund der Teilnahme am Programm gibt es nicht.
Vor Aufnahme des Auslandsstudiums ist deshalb mit den betroffenen Studienberatungen in Bamberg Kontakt aufzunehmen und die Äquivalenz der Studien- und Prüfungsleistungen vorab zu klären.
Sollte es den Studierenden nicht gelingen, die für EBBS bzw. EMBS geforderten Prüfungsleistungen vollständig zu erbringen, wird aus dem EBBS/EMBS-Auslandsstudium ein gewöhnliches Auslandsstudium ohne Zusatzzertifikat.
Mitglieder des EMBS-Konsortiums sind zur Zeit 16 europäische Hochschulen aus Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Polen, Spanien, Italien und Finnland. In Deutschland zählen neben der Universität Bamberg noch die Universitäten Regensburg und Stuttgart dazu.
Bamberger Studierende können ein EMBS-Studium zur Zeit an den folgenden EMBS-Partneruniversitäten absolvieren:
ESC Bretagne, Brest
ESC Clermont Ferrand
ESC Normandie, Le Havre
Université Jean Moulin, Lyon 3
ESC Montpellier
University of Southern Denmark, Odense University
Universidad de Alcalá
Universidad de Córdoba
Universidad de Granada
Cracow University of Economics
Università degli Studi di Pavia
University of Vaasa
Eine individuelle Bewerbung für das EMBS-Studium ist nicht möglich. Studierende, die am Programm teilnehmen möchten bewerben sich über das Akademische Auslandsamt der Universität für einen regulären Austauschplatz an einer der EMBS-Partnerhochschulen. In den Bewerbungsunterlagen für den Auslandsaufenthalt sollte ersichtlich sein, dass der Studierende am EBBS/EMBS-Programm teilnehmen möchte.
Nach erfolgter Zusage des Austauschplatzes durch das Auslandsamt erfolgt die Auswahl der EMBS-/EBBS-Kandidaten durch den Auslandsbeauftragten. Zugelassene Studenten werden zur Teilnahme eingeladen und können sich dann für das EBBS-/EMBS-Programm registrieren. Da es sich um einen selektiven Auswahlprozess und nicht um ein Bewerbungsverfahren handelt können keine Absagen an nicht ausgewählte Studenten erteilt werden.
Im Anschluss an die Registrierung sollte der Studierende Kontakt zum jeweiligen EMBS-Koordinator an der jeweiligen Partnerhochschule aufnehmen. Der Studierende erhält dort dann alle weiteren Informationen zu den EBBS-/EMBS- Kursen im Ausland. Der zuständige EMBS-Koordinator an der Partnerhochschule entscheidet dabei auch, welche Kurse zu welchem EBBS-/EMBS-Modul gehören sollen.
Nach der Zusammenstellung der einzelnen EBBS/EMBS-Kurse muss schließlich ein EMBS/EBBS-Learning Agreement vom Studierenden ausgefüllt werden. Die gewählten EBBS-/EMBS-Kurse müssen dabei auch vom jeweiligen EMBS-Betreuer an der Partneruniversität genehmigt bzw. das EBBS-/EMBS-Learning Agreement unterschrieben werden.
Dieses Formular muss im Anschluss an den Auslandsbeauftragten der Heimatuniversität gesendet werden. Beide Formulare sind in ihrer jeweils aktuellen Form auf der EMBS Homepage (
http://www.embs-consortium.com/download.htm) unter dem Punk "EMBS operational handbook" zum Download verfügbar. Es ist zu beachten, dass es verschiedene Dokumente für EMBS, EBBS oder den einsemestrigen EBBS gibt!
Siehe dazu ebenfalls "Studieren im Ausland-Informationen zum Studium ".
Wenn Sie alle Prüfungsleistungen in Bamberg erbracht haben, informieren Sie den Auslandsbeauftragten über den Abschluss ihres Bachelor- bzw. Master-Studiums. Das EMBS- Konsortium veranlasst daraufhin die Ausstellung des gesonderten EMBS-Zertifikats. Die EMBS-Absolventen werden zu einer feierlichen Zeugnisübergabe (Graduation) eingeladen, die jährlich an einer der EMBS-Partnerhochschulen stattfindet.