
Im Wintersemester 2011/12 forschte Natalja Kirenko als Immanuel Kant Stipendiatin des DAAD am Lehrstuhl für slavische Literaturwissenschaft in Bamberg. Während ihres Aufenthalts beschäftigte sich Natalja Kirenko intensiv mit der Rezeption der Lyrik Tjutčevs in Deutschland, dem Thema ihrer Doktorarbeit.
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Am Ende des Sommersemesters 2012 findet auf Einladung des Peter-der-Große-Museums für Anthropologie und Ethnographie eine Exkursion der Slavischen Literaturwissenschaft und der Europäischen Ethnologie nach St. Petersburg statt. Näheres hierzu während des Wintersemesters.
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Am Dienstag, dem 31.1.2012 spricht Frau Prof. Dr. Elisabeth von Erdmann (Bamberg) im Rahmen der Ringvorlesung "Das Tier in der Sprache, Literatur und Kultur" zum Thema "Apokalyptische Tiere bei den russischen Symbolisten."
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Am Mittwoch, dem 21. Dezember 2011, 18.00 Uhr c.t.,
wird der Dipl. Geograph Matthias Bickert über das Thema „Kulturgutsicherung im südosteuropäischen Transformationsprozess. Das Weltkulturerbe Gjirokastër Albanien.“ sprechen. Veranstaltungsort ist das Gebäude Markusstraße, Seminarraum MS8A-G1-01-02 der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
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Am Montag dem 12. Dezember 2011 und am Dienstag dem 13. Dezember wird Frau Prof. Dr. Vanda Babić von der Universität Zadar zwei Vorträge über die kroatische Kultur und Literatur halten.
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Im Sommersemester 2011 wurde von der slavischen Literaturwissenschaft und der slavischen Kunst- und Kulturgeschichte eine Exkursion durchgeführt. Hier nun ein ausführlicher Exkursionsbericht und einige Bilder...
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Professor Dr. Elisabeth von Erdmann hat auf Einladung der staatlichen Universität von Tomsk (Sibirien) vom 1.10. bis zum 15.10.2011 eine Gastdozentur in Tomsk wahrgenommen.
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Konzept
Neugier auf die Welterschaffung und Poiesis in Dichtung und Kunst in den slavischen Kulturen begründet diese Reihe. Und die Freude an der Erkenntnis der Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Künsten und Wissenschaften. Außerdem auch der Wunsch, im Ausgang von einzelnen Dichtern und Künstlern und ihren »Schöpfungstheorien« frische Blicke auf die Vielfältigkeit der slavischen Welt richten zu können.
Die Blicke können freier wandern und mehr sehen, wenn sie nicht zu stark von Epochen und einer europäischen Perspektive diszipliniert werden. Denn dann könnten sich auch Spuren zeigen, die vorher nicht oder nur verschwommen gesehen wurden, Spuren der Renaissance, des Orients u. a.
In der slavischen Welt, besonders in Russland, zeigt sich ein besonderes Verhältnis zwischen Realität und Ideal und zwischen Gegensätzlichkeiten. Das Bild in Sprache und Kunst und die Wechselbeziehung zwischen Wort und Bild gewinnen dadurch an Intensität. Deshalb sind Verflechtungen der Poiesis in Dichtung und Kunst mit der kulturellen Weltsicht und Weltgestaltung in den slavischen Kulturen so spannend.
Dichtung und Kunst sind daher dynamische Orte, an denen viel passiert. Denn dort ereignet sich der Marktplatz der Tauschgeschäfte. Von dort aus öffnet sich auch der Zugang zu noch nicht betretenen Räumen, zum Anderen und bisher noch nicht Gesehenen, zum Raum der Präsenz der Alterität. In der Poiesis bilden sich die Grundlagen und Strategien des kreativen Handelns, der Erschaffung von Welten und der kulturellen Sinnstiftung ab.
In Russland gab es viele Jahrhunderte lang eine Theologie fast ausschließlich in Bildern, den Ikonen. Vergleichbar mit dieser Verschiebung des Diskursiven in Bildräume bot die Literatur ein Medium, einen Raum für Denken, Visionen, neue Blicke und Schöpfungen noch nicht dagewesener Welten. Auch deshalb, weil andere Foren und Orte fehlten.
Die formulierten oder nur immanent präsenten theoretischen und religiös-philosophischen Grundlagen der Poiesis einzelner Dichter und Künstler und ihres Mythos versprechen einen Schlüssel für den Verlauf der Kulturgeschichte.
Denn die Erscheinung der auf diesen Grundlagen errichteten Welten gibt Auskunft über die Selbstermächtigung und die Schöpfer- und Schöpfungsmythen der handelnden Dichter und Künstler. Im hervorgebrachten Phänomen, also in der Schöpfung, werden der Bauplan und die Schöpfungsabsicht greifbar.
Innerhalb der kulturellen Spannungen, die das Streben nach dem konkreten Ideal in den slavischen Kulturen erzeugte, gewinnt die Poiesis in Literatur und Kunst eine prägende Dynamik: als Wiederholung und analogisches Handeln zum Schöpfer im Schöpfungsbericht, als Rebellion und Schöpfung ohne Gott und als Neuschöpfung und Poiesis der Alterität sowie als Raum der Präsenz des Anderen.