Ab dem Sommersemester 2012 bietet Frau Dr. Ehrenpreis eine Schreibwerkstatt für alle Promovierenden der BaGraHist an.
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Das beginnende 20. Jahrhundert förderte eine Fülle an graphischen Totentanzdarstellungen zu Tage, die als Mappenwerke und serielle Druckwerke weite Verbreitung erfahren sollten. Die Dissertation widmet sich der gesteigerten Rezeption, Adaption und Interpretation des aus dem Spätmittelalter stammenden Bildmotivs „Totentanz“ unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges vorwiegend anhand druckgraphischer Zyklen aus dem deutschsprachigen Raum. Neben den vielgestaltigen künstlerischen Umsetzungen, avancieren deren zeitgenössische kunst- und kulturhistorische Rezensionen ebenso zum Untersuchungsgegenstand wie der – durch die Reproduzierbarkeit des Mediums „Graphik“ begünstigte – dynamische Kreislauf von Künstlern, Verlegern und Sammlern.
Das Schloss in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis), bis heute Wohnsitz der Fürsten zu Fürstenberg, nimmt mit seiner französisch geprägten Erscheinung und Innenausstattung, die größtenteils auf einen 1892/96 nach Plänen der in Paris ausgebildeten und in Wien ansässigen Architekten Bauqué & Pio zurückgeht, eine Sonderstellung in der deutschen Schlösserlandschaft dar. An Hand seines weitgehend unveränderten Erhaltungszustandes sowie umfangreicher, bislang unausgewerteter Archivalien soll eine Beschreibung und Analyse des gesamten Schlossensembles einschließlich seiner Nebengebäude und des umliegenden Parks sowie eine Untersuchung seiner Vorbilder und Einflüsse vor dem Hintergrund des späthistoristischen Residenzbaus in Europa erfolgen.
In der Arbeit werden zentrale Platzanlagen in Berlin, Dresden, Görlitz, München, Bamberg, Wiesbaden, Karlsruhe und Hamburg analysiert, die ihre wesentliche Umgestaltung im späten 19. Jahrhundert erhalten haben. Die Gründerzeit im Titel ist bewusst weit gefasst und Ausblicke über den Zeitraum 1871-1914/18 werden keine Seltenheit sein. Im Zentrum des Interesses steht die Analyse von Platzgestaltungskonzepten. Welche Künstler, Honoratioren, Politiker und Interessensgruppen waren an der Planung und Verwirklichung beteiligt? In welchem urbanen Kontext stehen die Platzräume? Welche Bezüge gibt es zur zeitgenössischen Theoriebildung? Ein intensiver Austausch insbesondere mit historischen Disziplinen wird mentalitätsgeschichtliche Zusammenhänge über den engeren Bereich der Architektur und Urbanistik hinaus eröffnen und theoretische sowie methodologische Perspektiven eröffnen.
Der Weißkunig ist ein autobiographisches Werk über das Leben und politische Wirken Kaiser Maximilians I. (1459-1519). Für das Werk wurden 251 Holzschnitte hauptsächlich durch Hans Burgkmair und Leonhard Beck angefertigt. Doch das als reich illustrierte Buchausgabe geplante Werk blieb unvollendet. Inhaltlich geht die Bilderzählung weit über die knappen Texte hinaus. Anhand eines Konvoluts von über 200, bisher größtenteils unveröffentlichten Vorzeichnungen unbekannter Künstler, soll der arbeitsteilige Schaffensprozess der Illustrationen untersucht werden. Darüber hinaus ist es interessant zu fragen, ob sich anhand der zeichnerischen Vorbereitung und Übertragung in die Holzschnitte Aussagen über soziokulturelle Rahmenbedingungen sowie den künstlerischen und inhaltlichen Anteil des Einzelnen treffen lassen.