18.03.13
zum Thema: "Wie viel Glaube darf's denn sein?" Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Spannungsfeld von Glaubenszeugnis und Wissensvermittlung
ausführlich
Religionspädagogik als theologische Wissenschaft erforscht, wie religiöse Bildung und religiöses Lernen verstanden werden können, von welchen Bedingungen sie geprägt sind und woraufhin diese ausgerichtet sein sollen. In praktischer Absicht ist die Religionspädagogik daran interessiert, religiöse Bildungs- und Lernprozesse (z.B. im Kontext Religionsunterricht oder Gemeindekatechese) so zu initiieren und zu optimieren, dass sich die Adressaten als ernst genommene Subjekte religiösen Lernens wahrnehmen können.
Zwei unterschiedliche, aber aufeinander verwiesene Ansätze prägen religionspädagogische Forschung: (1) Der hermeneutische Ansatz versucht ausgehend von theologischen und humanwissenschaftlichen Positionen zu bestimmen, was religiöse Bildung und religiöses Lernen sind, woraufhin sie zielen und auf welche Weise sie realisiert werden können. (2) Der empirische Ansatz nimmt mittels quantitativer und qualitativer Verfahren individuelle Lebenswelten sowie soziale Kontexte religiöser Bildung und religiösen Lernens beschreibend in den Blick, um daraus Konsequenzen zu formulieren.
Am Bamberger Lehrstuhl wird Religionspädagogik in theologischem Horizont betrieben, indem Lehre und Forschung davon geprägt sind, wie Gott "heute" kommuniziert werden kann und wie religiöse Bildungs- und Lernprozesse so angelegt werden können, dass Menschen zu einem "Mehr" an Leben (vgl. Joh 10,10) gelangen.