Nach den beiden ersten Plätzen im vergangenen Jahr sichert sich erneut ein Team der Otto-Friedrich-Universität Bamberg den ersten Platz bei dem von der bayernhafen Gruppe veranstalteten Logistik-Wettbewerb „Grenzenlos“.
Bereits zum zweiten Mal lud die bayernhafen Gruppe Studentinnen und Studenten aller bayerischen Universitäten und Fachhochschulen ein, über ein zentrales Logistik-Thema „grenzenlos" nachzudenken. Die Frage diesmal: „Eyjafjallajökull-Effekt: Sind optimierteste Logistikkonzepte wirklich optimal?“ Anders gefragt: Was kann man tun, um zu verhindern, dass Naturkatastrophen, Kriege oder Piraterie nicht ganze Logistikketten lahm legen?
Einer ähnlichen Problemstellung gingen die Studenten im Sommersemester 2011 im Supply Chain Consulting Seminar des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktion und Logistik, nach. Dort wurde untersucht wie ein Binnenhafen sein Geschäftsmodell gegen extern induzierte Krisen absichern kann. Die entstandenen Arbeiten wurden nach Abschluss des Seminars beim bayernhafen-Wettbewerb eingereicht und einer Prüfung durch die hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Prof. Dr. Ralf Elbert vom Lehrstuhl für Unternehmensführung und Logistik der Technischen Universität Darmstadt, Johannes Schinnen, Logistik-Verantwortlicher beim Automobilzulieferer Brose, Volker Mahr, Leiter Geschäftsfeldentwicklung beim Logistikunternehmen Geis und dem bayernhafen Geschäftsführer Joachim Zimmerman, unterzogen.
Nach den ersten beiden Plätzen im vergangenen Jahr konnte erneut ein Beitrag der Universität Bamberg besonders überzeugen. Das Team um Dorothée Müller, Michael Hoffmann, Boris Hristov, Robert Haag und Nils Keiten-Schmitz konnte sich gegen alle übrigen Konkurrenten durchsetzen und belegte den mit 2.000 Euro dotierten ersten Platz. In ihrem Wettbewerbsbeitrag entwickelten die Studenten der Betriebswirtschaftslehre ein neues robustes Geschäftsmodell für Logistikdrehscheiben. Kommt es zu Störungen in Logistiknetzen, treten Häfen oder Güterverkehrszentren als Mittler auf, bündeln kurzfristig verfügbare Transportkapazitäten und machen sie als Optionen handelbar. Weitere 1.500 Euro erhielt der das Siegerteam betreuende Lehrstuhl für Produktion und Logistik als Zuschuss für zukünftige Studentenprojekte.
Der überdurchschnittliche Erfolg der Bamberger Studentengruppen beim bayernweiten Wettbewerb machte auch Andreas Starke, Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, auf die Leistungen aufmerksam. Aus diesem Grund lud er das diesjährige Gewinnerteam zu einem Empfang in das Rathaus ein. Dabei lobte Starke ausdrücklich die Kreativität der Teilnehmer: „Ihr Erfolg zeigt, welches Potenzial in den Bamberger Studenten steckt!“
Joachim Zimmermann überreicht einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für den 1. Platz an die Sieger aus Bamberg (v.l.n.r. Joachim Zimmermann, Nils Keiten-Schmitz, Robert Haag, Prof. Dr Ralf Elbert).
Die Siegergruppe und das Betreuerteam beim Empfang des Oberbürgermeisters (v.l.n.r. Björn Asdecker, Prof. Dr. Eric Sucky, Andreas Starke, Robert Haag, Nils Keiten-Schmitz)
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