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Projekt LuPe

LuPe – Leseförderung und Praxiserfahrung

Im Wintersemester 2012/13 startete das Leseförderungs-Projekt LuPe (Leseförderung und Praxiserfahrung), für das uniintern Forschungsmittel eingeworben werden konnten (FNK 02063101).

Für dieses Vorhaben kooperieren wir mit Schulen in und um Bamberg, die Leseförderung im Rahmen unseres Leseförderungs-Projekts in ihr Schulkonzept aufnehmen. Im Wintersemester 2012/13 begann die Erprobungsphase des Projekts mit einer kleinen Gruppe von Schüler/innen der 5./6. Klassen und Studierenden. Im Sommersemester 2013 möchten wir gerne – aufbauend auf den Erkenntnissen der Probephase – erneut mit einer größeren Anzahl an Schüler/innen starten.

Ziel dieses Projektes ist es, dem häufig geäußerten Wunsch von Lehramtsstudierenden nach mehr Praxiserfahrung nachzukommen und diese mit einer engmaschigen Unterstützung bei der Vorbereitung von Unterrichtssequenzen, einer intensiven Begleitung und konstruktiven Rückmeldungen zu verknüpfen.

Die Lehrerbildungsforschung zeigt im Zusammenhang mit Praxiserfahrung immer wieder, dass diese nicht automatisch zu den gewünschten Kompetenzzuwächsen bei Lehramtsstudierenden führt. Vielmehr bedarf es einer qualitativ hochwertigen, intensiven „Lern- und Unterrichtsbegleitung“, die von der Kooperation zwischen Universität und Schule getragen wird. Die Förderung der Lesekompetenz als schul-, alters- und fächerübergreifende Aufgabe ist, auch nach den Ergebnissen zahlreicher bekannter Studien (vgl. PISA, IGLU), ein zentrales Anliegen unseres Projekts.

Zu unserem Vorhaben zählen daher zum Einen eine theoretisch fundierte wie auch praxisorientierte Vorbereitung der Studierenden im Bereich der Leseförderung innerhalb eines Workshops an der Universität Bamberg. Die Lehramtsstudierenden sollen hier das Konzept der Lesekompetenz, ihre Entwicklung und Möglichkeiten der Förderung kennen und praktizieren lernen.

Anschließend sollen die Lehramtsstudierenden dieses Wissen und die neu erlernten Kompetenzen in ca. 5 Einheiten à 90 Minuten mit je einem Schüler oder einer Schülerin ausprobieren. Die Einheiten werden von den Studierenden individuell an die Schüler/innen angepasst und auf Wunsch mit uns als Ansprechpartnerinnen vorab bezüglich der anvisierten Lernziele, der Realisierbarkeit u.v.m. diskutiert. Wünschenswert wären – sofern Eltern und Kinder ihr Einverständnis hierzu geben – Videoaufnahmen einiger dieser Einheiten, um den Studierenden anschließend anhand der Videos Rückmeldung zu ihrer Arbeit zu geben und die Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen zu unterstützen. Wir möchten die Auswirkungen dieser begleiteten Praxiserfahrung auf die Studierenden auf mehrere Arten erfassen; Videoaufnahmen mit ihren erweiterten Möglichkeiten der Rückmeldung sind dabei (neben Fragebögen und Lerntagebüchern) ein sehr wirksames Werkzeug der Lehrerbildung.

Durch die Kooperation von Universität und Schule wird zum Einen die universitäre Lehrerbildung weiter entwickelt, Schülerinnen und Schüler werden ihren Bedürfnissen entsprechend gefördert und Studierende erhalten die Möglichkeit, erste wichtige Lehr-Erfahrungen zu sammeln und diese zu reflektieren.

Wenn Sie sich weiter über unser Projekt informieren wollen, an einer Mitarbeit (Studierende) oder eine Teilnahme Ihrer Schule interessiert sind, wenden Sie sich bitte gerne telefonisch oder per E-Mail an Frau Prof. Dr. Barbara Drechsel oder an Frau Daniela Thurn.