
Anschrift:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrstuhl für Philosophie II
96045 Bamberg
Tel.: + 49 951 863 1950
christian.illies(at)uni-bamberg.de
Raum: U2/102
Sprechzeiten: [Hier klicken]
Berufliche Tätigkeiten
| 3/2009 | NIT/TU Hamb.-Harburg | Gastdozent Philosophie |
| 3/2008 bis heute | Universität Bamberg | Lehrstuhl praktische Philosophie |
| 8/2007 - 12/2007 | University of Cambridge | Visiting-Fellowship (Clare Hall) |
| 7/2006 - 2/2008 | TU Delft | Professur für Philosophie der Kultur und Technik (KIVI-NIRIA Lehrstuhl) |
| 1/2006 - 2/2008 | TU Delft, Eindh. TU Twente | Managing Board (3TU Centre for Ethics and Technology) |
| 7/2005 | NIT/TU Hamb.-Harburg | Gastdozent Philosophie |
| 1/2003 | Ethik-Akademie Berlin | Gründungmitglied; Organisation und Veranstaltung von Ethikkursen und Ethikberatungen (gemeinsam mit Bundesministerin a.D. A. Fischer und F. Trümper) |
| 8/2002 - 2/2008 | TU Eindhoven | Universitair docent (tenured) |
| 7/2001 - 9/2002 | ECLA Berlin | Visiting Assistant Professor am European College of Liberal Arts. Von 9/2001 bis 9/2002 Managing Board (Direktorium) |
| 8/1999 - 12/1999 | University of Notre Dame (USA) | Visiting Research Fellow und Visiting Assistant Professor |
| 1995 - 2002 | Universität Essen | Hochschulassistent (Lehrstuhl Prof. Dr. V. Hösle) |
| 1993 - 1995 | Oxford/London | Übersetzungstätigkeit f. Oxford University Press und British Museum Press |
| 1992 - 1994 | University Oxford | Tutor für Moralphilosophie und Politische Philosophie (Magdalen und St. Hilda's College) und am Institute for Scholars in International Studies (St. Anne's College) |
| 2/2002 | RWTW Aachen | Habilitation und Venia legendi für das Fach Philosophie "Grounding Right and Wrong - Transcendental Arguments in Ethics" |
| 1989.95 | Magdalen College University of Oxford | Promotion zum DPhil (first submission) "An Essay in Kantian Ethics" (Supervisoren: E.G. Taylor, R.C.S. Walker) |
| 1993.94 | ENS Fontenay St. Cloud/ Paris | Diplôme Philosophie |
| 1989 | Universität Konstanz | Diplom Biologie (Spezialisation in Neurophysiologie) Studium Biologie, Kunstgeschichte, Philosophie |
| 2008 | Life member Clare Hall Cambridge |
| 2007 | Centre f. Research in the Arts, Social Sciences and Humanities/ Cambr. |
| 1999 | Forschungsstipendium der Fritz-Thyssen-Stiftung |
| 1994 | Forschungsstipendium des Instituto Italiano per gli Studi Filosofici |
| 1989-92 | Rhodes Scholarship |
| 1982-89 | Studienstiftung des deutschen Volkes |
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5. Varia
Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Übersicht über die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Christian Illies. Informationen zu Forschungsprojekten und Kooperationen können Sie hier einsehen.
Politische Anthropologie
Die Politische Philosophie denkt über das menschliche Zusammenleben nach und stützt sich dabei auf ein oft nur implizit gegebenes Bild des Menschen; denn in welcher Weise wir leben wollen hat viel damit zu tun, wie wir uns selbst verstehen. Die verschiedenen anthropologischen Konzepte hinter politischen Theorien sollen genauer bestimmt und kritisch evaluiert werden, vor allem hinsichtlich ihrer Kompatibilität mit den Ergebnissen der empirischen Wissenschaften des Menschen. Eine Kernfrage ist dabei, wie eine liberale politische Theorie mit Forschungsergebnissen umgehen kann, die die Vorstellung eines autonomen Subjekts in Frage stellen.
Ethik der Manipulation und Einflussnahme
Der eigentliche Sinn ethischer Reflexionen liegt darin, praktisch zu werden. Aber oft, vielleicht meistens handeln wir nicht als autonome, reflektierende moralische Wesen (das Subjekt der traditionellen Ethik), sondern werden durch äußere Umstände und Einflüsse (z.B. Institutionen, Policy, Artefakte) dazu gebracht, etwas zu tun – oft ohne uns dessen bewusst zu sein. Doch die uns lenkenden Einflüsse fanden und finden wenig Aufmerksamkeit bei Ethikern, obgleich sie oftmals von großer moralischer Relevanz sind. Es geht darum, diesen lebenspraktisch zentralen, aber von der Ethik vernachlässigten Bereich zu erhellen und Kriterien zu finden, mit denen Weisen der Einflussnahme bis hin zur Manipulation ethisch bewertet werden können. (Dieses Forschungsprojekt steht in Zusammenhang mit Fragen der Technikphilosophie, aber auch mit der Politischen Anthropologie.)
Evolution und Ethik
Im Anschluss an Arbeiten zur Philosophie der Biologie (z. B. Darwin, Freiburg 1999; mit V. Hösle) geht es darum, was es für die Ethik bedeutet, wenn der Mensch als Produkt der Evolution verstanden wird. Denn auch als Kulturwesen sind wir ein biologischer Organismus ist und unserem Handeln, Fühlen und sogar Urteilen vielleicht weiter gehend von der Natur bestimmt als die Ethik lange Zeit annahm. Ist es möglich, an einer Ethik für Vernunftwesen festzuhalten? Bei diesem Forschungsschwerpunkt geht es also darum, inwieweit Kant und Darwin philosophisch kompatibel sind.
Synthetische Biologie
Die Biotechnologie hat die Grenzen der klassischen Gentechnik überschritten und versucht Organismen, biologische Systeme oder Strukturen zu erzeugen, die in der Natur so nicht vorkommen. Wie diese Prozesse zu kategorisieren, aber auch ethisch zu bewerten sind, und welche Regelungen und Beschränkungen wichtig wären, versucht eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe an der Europäischen Akademie für Technikfolgenabschätzung in Bad Neuenahr herauszufinden.
Philosophie der Architektur
In der Architektur drücken sich Überzeugungen und Antworten aus, die eine Zeit auf viele Fragen gibt, technische, politische, ethische, metaphysische oder anthropologische. Gebäude spiegeln daher Weltbilder – aber sie gestalten diese zugleich Denn unsere Bauweise legt Lebensformen und Überzeugungen nahe und hat so auch eine große gesellschaftliche wie theoretische Gestaltungskraft. In dem Projekt zur Architektur wird versucht, dieses spannende Potential der Architektur philosophisch auf den Begriff zu bringen und so vielleicht gedankliche Bausteine für eine bessere (oder wenigstens reflektiertere) Bauweise zu liefern.