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Veranstaltungshinweise

Bewerbung für die Summer School 2012


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Weihnachtsfeier des Instituts Klassische Philologie und Philosophie


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FGPh-Vortrag von Dr. Marko J. Fuchs


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Veranstaltungshinweise

Prof. Dr. Harald Seubert

Anschrift:
An der Universität 2
96047 Bamberg

Tel.: + 49 951 863 1951
haraldseubert(at)aol.com

Privatanschrift:
Siedlerstraße 151
90480 Nürnberg
Fax: +49 911 50 33 77

Raum: U2/105-106
Sprechzeiten: Donnerstag, 16 - 17 Uhr

Zur Person

Geboren am 12. 05. 1967 in Nürnberg, aufgewachsen in Nürnberg und Inzell / Oberbayern.

Ausbildung und berufliche Tätigkeiten

AbiturSchulbesuch: 1974 – 1987 in Nürnberg, Abiturabschluss am Willibald Pirckheimer-Gymnasium im Mai 1987
StudiumNovember 1987 – März 1992 an der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Philosophie, Literaturwissenschaft, Neuere Geschichte und Zeitgeschichte, sowie Sozialwissenschaften und evangelische Theologie. März 1992: Examina.
SS 1990: Studium An der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt / Main
WS 1990/91 Studium in Wien
PromotionsstudienSeit SS 1992: Weitere philosophische und theologische Studien an der Ludwig-Maximilian-Universität München.
Wesentliche akademische Lehrer waren die Herren Professoren Dr. Manfred Riedel (+), Dr. Werner Beierwaltes, Staatsminister a,D. Dr. Hans Maier, Dr. Dieter Henrich, Dr. Rudolph Berlinger (+), Dr. Robert Spaemann (alle Philosophie); Dr. Michael Stürmer (Geschichte), Dr. Theodor Verweyen (Germanistik), Dr. W. Pannenberg, Dr. Friedrich Mildenberger (Theologie), Dr. Joachim Matthes (+, Soziologie).
PromotionWS 1997/98 mit einer Arbeit über Heidegger, Nietzsche und die Metaphysik, an der FAU Erlangen-Nürnberg (Doktorvater: Prof. Dr. Manfred Riedel)
HabilitationWS 2002/03: Mit einer Arbeit über Platons Rechtslehre an der Martin Luther-Universität Halle/Wittenberg. Beide Arbeiten sind in modifizierter Form als Buchpublikationen erschienen.
Forschuntstätigkeit innerhalb und außerhalb der UniversitätMai 1994: Benennung als persönlicher Referent des Direktors der Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen.
SS 1995-1999: Mitarbeit in den Forschungsgruppen von Herrn Staatsminister a.D. Prof. Dr. Hans Maier (Totalitarismus-forschung) und Herrn Prof. Dr. Stephan Otto (Renaissance und frühe Neuzeit): beides München.
Akademische Lehrtätgikeit1992-1999: als Lehrbeauftragter für Religionsphilosophie an Lehrtätigkeit der evang.-theol. Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Im gleichen Zeitraum für Literatur- und Geistesgeschichte am deutschen Seminar der selben Universität.
Seit 1998 bis 2004 wissenschaftlicher Assistent,
seit Februar 2003 als Privatdozent an der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg.
Seit September 2006 als Universitätsprofessor für Kulturphilosophie und Ideengeschichte des deutschen Sprachraums an der Adam Mickiewicz-Universität Poznan (Posen)/Polen.
Seit WS 2006/07: als lehrbeauftragter auswärtiger Professor für Religionsphilosophie an der (evangelischen) theologischen Fakultät, heute Fachbereich Theologie der Universität Erlangen-Nürnberg.
Mit Wirkung zum Sommersemester 2009 Umhabilitation an die Otto Friedrich-Universität Bamberg.
Seit WS 2010/11: Mitglied des Professoriums der Hochschule für Politik, München und professorale Lehrtätigkeit am Romano Guardini-Lehrstuhl für Religionsphilosophie an der Ludwig Maximilians-Universität, beides München .
Sprachen: Englisch, Französisch, Latin, Altgriechisch, Hebräisch, Polnisch (Grundkenntnisse), weitere romanische Sprachen: Lesefähigkeit.
GastdozenturenGastdozenturen und längere Vortragsreisen seit 1994/95: in Polen, Portugal, Griechenland, Italien und Spanien. Umfangreiche Vortragstätigkeit in akademischen und außerakademischen Kreisen im In- und Ausland seit 1995.
DrittmitteleinwerbungDrittmitteleinwerbung und Organisation: Herausgeber und Koordinator der Schriftenreihe und Kooperation zwischen den Universitäten Halle und Federico II Napoli: Collegium hermeneuticum (mehr als 10 Bände).
Weiterhin Einwerbung von insgesamt 200.000,- Euro für Wissenschaftliche Kongresse und Forschungsprojekte (DFG, Volkswagen, Land Sachsen-Anhalt u.a.).
FamilienstandVerheiratet mit Chris, geb. Hiekisch (seit 2001), zwei Söhne.

Publikationen (Auswahl)

Eine Übersicht zu den Vorträgen und Publikationen von Prof. Dr. Seubert finden Sie  hier.

1. Monographien

  • Religion. Eine Einführung. Fink/ UTB, Reihe PROFILE. 150 Seiten.
  • Jenseits von Sozialismus und Liberalismus. Politik und Moral am Beginn des 21. Jahrhunderts. München 2010, 250 Seiten.

2. Sonstige selbständige Veröffentlichungen

  • Schelling – interkulturell gelesen. Nordhausen 2006 (150 Seiten).
  • Max Weber – interkulturell gelesen. Nordhausen 2006 (150 Seiten).

3. Herausgebertätigkeit

  • Günter Rohrmoser, Glaube und Vernunft am Ausgang der Moderne. Hegel und die Philosophie des Christentums. Aus dem Nachlaß herausgegeben von Harald Seubert. Augsburg 2009.
  • Manfred Riedel, Bürgerliche Gesellschaft. Eine Kategorie der klassischen Politik und des modernen Naturrechts. Aus dem Nachlaß herausgegeben von Harald Seubert und Friedemann Sprang. Stuttgart 2011 (Franz Steiner Verlag).

4. Aufsätze und Abhandlungen

  • ‚Verwechselt mich vor Allem nicht!’ Nietzsches Text-Partitur und ihre Realisationen. Grundprobleme einer Hermeneutik von Rezeption, in: R. Lesmeister und E. Metzner (Hgg.), Nietzsche und die Tiefenpsychologie. Freiburg/Br., München 2010, S. 19-53.
  • Die Aporie einer phänomenologischen Anthropologie. Hans Blumenbergs großer Nachlaßtext, in: Sozialwissenschaftliche Literatur-Rundschau 2 / 10, S. 13-25.

5. Rezensionen

  • Rolf Kühn, Gottes Selbstoffenbarung als Leben, in: Jahrbuch für Religionsphilosophie 9 (2010), S. 207-212.
  • Holger Zaborowski, „Eine Frage von Irre und Schuld?“. Martin Heidegger und der Nationalsozialismus, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 1 (2011), S. 65-67.

6. Übersetzungen

  • Babette B. Babich, ‚Eines Gottes Glück voller Macht und Liebe’. Beiträge zu Nietzsche, Hölderlin, Heidegger, übersetzt von Harald Seubert unter Mitwirkung von Heidi Byrnes und der Autorin. Weimar 2009. 200 Seiten.
  • Babette B. Babich, Nietzsches Wissenschaftstheorie, übersetzt von Harald Seubert Frankfurt/New York 2010. 350 Seiten.

7. Arbeiten in Vorbereitung

  • Politische Philosophie im 21. Jahrhundert. Vermessung eines Terrains. (erscheint 2011) (ca. 300 Seiten).
  • Zwischen Glaube und Vernunft. Religion, Philosophie, Kultur (erscheint 2011) (ca. 500 Seiten).

Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Übersicht über die Forschungsschwerpunkte von Prof. Dr. Harald Seubert. Informationen zu Forschungsprojekten und Kooperationen können Sie hier einsehen.

Historisch problemgeschichtlich

erstreckt sich das Spektrum meiner philosophischen Arbeit in Forschung und Lehre von der antiken Philosophie (insbesondere die Vorsokratiker und Platon) über die Epochenschwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit zu Kant und der nachkantischen Philosophie. Ein weiterer Akzent liegt auf der Philosophie der Moderne und der Krise der Metaphysik, ausgehend von Nietzsche und Heidegger bis in die Gegenwart. Nach den Qualifikationsschriften zu Heidegger und Nietzsche (Promotion, 1997, als Buch 2000) und der Habilitation zu Platon (2003, als Buch 2005) wendete ich mich in den vergangenen Jahren besonders intensiv Aspekten der Kantischen und nachkantischen Philosophie, aber auch der Genealogie der Philosophie der Moderne zwischen Analytischer Philosophie, Phänomenologie und Hermeneutik zu. Dabei arbeite ich insbesondere an der Rekonstruktion der gemeinsamen Wurzeln mittlerweile divergierender Strömungen der Philosophie der Moderne, insbesondere von Phänomenologie und Hermeneutik einerseits und Analytischer Philosophie andrerseits. Vor dem Interesse, problemgeschichtliche und systematische Fragestellungen im Sinn komplementärer Erhellung aufeinander zu beziehen, sollen daraus Folgerungen für die philosophische Systematik gewonnen werden.

Weitere Schwerpunkte meiner wissenschaftlichen Arbeit in Forschung und Lehre liegen auf dem Feld der Praktischen Philosophie, insbesondere der Politischen Philosophie und ihrer Ideengeschichte von der Antike über die Formationen Politischer Theoriebildung in der Neuzeit bis in die Gegenwart. Im Zentrum meiner Arbeit stehen insbesondere Platon, Nicolaus Cusanus, Spinoza, Hobbes, Kant und die nachkantische Philosophie, sowie Nietzsche, Husserl und Heidegger.

Mein Verständnis von Politischer Theorie und Ideengeschichte steht dabei in der Folge der ‚Rehabilitierung der praktischen Philosophie’ (M. Riedel) und der Wiederaneignung ihres Erbes bei Autoren wie Joachim Ritter, Wilhelm Hennis oder Hans Maier.

Besonderes Augenmerk gilt der Frage, wie die klassischen Autoren und Konzeptionen in der veränderten politischen und ethischen Situation der globalen Welt im frühen 21. Jahrhundert zur Geltung zu bringen sind und wie sie für eine Politische Philosophie in der veränderten Lage fruchtbar gemacht werden können. Dem Zusammenhang von Politischer Philosophie, Internationalen Beziehungen und Strategie gilt dabei in der Folge der klassischen Arbeiten von Raymond Aron u.a. in einer Verbindung von normativen und deskriptiven Fragestellungen mein besonderes Augenmerk.

Systematisch

konzentriert sich mein Lehr- und Forschungsprofil einerseits auf Praktische Philosophie und Ethik sowohl im Blick auf die Geschichte der Disziplin als auch auf aktuelle Diskussionen über Ethikbegründung und in jüngerer Zeit auf Angewandte Ethik. Medizinischer Ethik kommt dabei im Zusammenhang inner- und außeruniversitärer Kooperationen, v.a. mit Neurologen, Psychiatern und Psychoanalytikern, ein besonderes Gewicht zu. Medizinethische Fragestellungen eröffnen zwischen Wissenschaft und ethischer Norm ein Feld von wissenschaftstheoretischen, anthropologischen, handlungstheoretischen, aber auch naturphilosophischen und ontologischen Implikationen, deren Klärung und Bestimmung mein besonderes, durch einschlägige Publikationen dokumentiertes Interesse gilt. Daneben arbeite ich seit langem auf dem Feld der Rechts- und Staatsphilosophie, sowie der politischen Philosophie. Grenzfragen zwischen Theoretischer und Praktischer Philosophie sind von besonderer Bedeutung. Auf dem Feld der fundamentalen Ethik arbeite ich im Anschluss an Ansätze bei H. J. Krämer und E. Tugendhat an einer ‚integrativen Ethik’, die kognitivistische und intuitionistische Ansätze, Pflichten- und Tugendethik, diskursethische Prozeduralität und Glücksethik in ein austariertes Gleichgewicht bringen soll.

In jüngerer Zeit wende ich mich vor dem Hintergrund der kulturhermeneutischen Probleme im Zeitalter von Globalisierung und weltweiter Vernetzung Fragen der Kulturphilosophie im interkulturellen Kontext und der Herausarbeitung interkultureller Implikationen der Philosophie, insbesondere auch der philosophischen Religionstheorie, zu.

Im Feld der Theoretischen Philosophie gilt mein durch einschlägige Publikationen dokumentiertes Interesse einer rekonstruktiven, indirekten Metaphysik, die mit Mitteln von analytischer und hermeneutischer Sprachphilosophie und Zeichentheorie (Peirce) leitende Problembestände der überlieferten Ersten Philosophie aus kritischer Aneignung neu fruchtbar macht. Begriffsgeschichtliche (J. Ritter) und metaphorologische (H. Blumenberg) sowie symboltheoretische (E. Cassirer) Rekonstruktionen werden dabei in Ergänzung zu argumentationsanalytischen Verfahren und zu Ansätzzen analytischer Philosophie fruchtbar gemacht. Die ontologische Problematik, Fragen der Erkenntnis, Wahrheitstheorien, Subjektivität und Intersubjektivität, aber auch die Gedächtnis und Erinnerung stehen thematisch im Zentrum von schon publizierten und von kurz vor dem Abschluss stehenden Studien.

Methodisch arbeite ich an einer Rekonstruktion der Typen philosophischer Dialektik, die zugleich in ihrem Verhältnis zu Rhetorik und Topik und vor der Frage ihrer Einholbarkeit in sprachlich semantische Rekonstruktionen befragt werden (u.a. im Anschluss an die jüngere angelsächsische Diskussion bei Brandom u.a.).