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Dr. Marko Fuchs - Wissenschaftlicher Assistent

 

Anschrift:

Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Lehrstuhl für Philosophie I96045 Bamberg

Tel.: + 49 951 863 3503
marko.fuchs(at)uni-bamberg.de

Raum: U2/226
Zu den Sprechzeiten

 

 

 

 

1995 - 2003

Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena

2003

Magister Artium in den Fächern Philosophie, Anglistische Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte

2005 – 2008

Promotion bei Prof. Dr. Birgit Sandkaulen und Prof. Dr. Johannes Brachtendorf

Thema der Dissertation: Sum und cogito – Grundfiguren zeitlichen Selbstseins bei Augustinus und Descartes

2008 – 2009

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Martin-Grabmann-Institut für mittelalterliche Theologie und Philosophie der Ludwig-Maximilians-Universität München

Seit 2009

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Philosophie I der Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Publikationsliste:

1. Monographie

Sum und cogito – Grundfiguren endlichen Selbstseins bei Augustinus und Descartes. Paderborn u. a.: Schöningh, 2009.

2. Aufsätze

‚Univozität und Distinktion. Metaphysische Grundstrukturen bei Duns Scortus, Suárez, Descartes und Spinoza.‘ Erscheint in den Proceedings zur Tagung: ‚Suárez´s Metaphysics. Disputationes Metaphysicae in their Historical and Systematic Context‘, 01.-03.10.2008, Prag.

‚Die Identität des Freundes: Derrida, Spinoza, Aristoteles.‘ In: Christian Schäfer/Uwe Voigt (Hg.). Memoria – Intellectus – Voluntas. Festschrift für Erwin Schadel. Frankfurt/Main (u. a.): Peter Lang, 2011, pp. 51-66. 

‚Ethik und Metaphysik. Strukturelle und systematische Überlegungen zur Gerechtigkeitstheorie bei Martha Nussbaum, Aristoteles und Albertus Magnus.‘ Münchener Theologische Zeitschrift 62 (2011), pp. 236-248.

‚Spiegel und Bild. Die Konstellation von Selbst- und Gotteserkenntnis bei Augustinus.‘ In: S. Neuber/R. Veressov (Hgg.). Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Geschichte der Philosophie. München: Fink, 2010, pp. 79-92.

‚Gesetzesgerechtigkeit, Naturrecht und Naturgesetz bei Thomas von Aquin.‘ In: B. K. Hoppál (Hg.). Aquinói Tamás és a Tomizmus ma – Thomas Aquinas and Thomism Today. Budapest: Harmattan, 2010, pp. 125-149.

‚Grundprobleme endlichen Selbstseins: Husserl, Heidegger, Sartre, Henrich.‘ In: Phänomenologische Forschungen Jg. 2008, pp. 89-111.

3. Lexikonartikel

Artikel ‚Descartes‘. Erscheint in: The Oxford Guide to the Historical Reception of St. Augustine. Hg. Johannes Brachtendorf. Oxford: Oxford University Press.

Artikel ‚Descartes‘. In: The Encyclopedia of Time. Hg. H. James Birx. Los Angeles (u.a.): Sage, 2009, Bd. I, pp. 290-294.

4. Rezension

Rezension von: Giannis Stamatellos. Plotinus and the Presocratics. A Philosophical Study of Presocratic Influences in Plotinus’ Enneads. New York: State University of New York Press, 2007. In: Bryn Mawr Classical Review 31.09.2007 http://ccat.sas.upenn.edu/bmcr/2007/2007-09-31.html

Auf dieser Seite finden Sie eine kurze Übersicht über die Forschungsschwerpunkte von Dr. Marko Fuchs. Informationen zu Forschungsprojekten und Kooperationen können Sie hier einsehen.

Theorien der Gerechtigkeit in Antike und Mittelalter

Ein Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage nach der Rezeption antiker Ethik, insbesondere der aristotelischen Theorie der Gerechtigkeit, durch mittelalterliche Autoren wie Thomas von Aquin und Albertus Magnus. Hierbei in von besonderem Interesse, inwieweit durch die von diesen Autoren vorgenommen Integration der Konzeption des Naturrechts die aristotelische Ethik auf neue Grundlagen gestellt wird, die sie auch für heutige normative Modelle praktischer Philosophie anschlussfähig macht.

Ethik als System an der Schwelle von Spätscholastik und neuzeitliche Philosophie

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bildet das veränderte Verständnis der Grundlegung von praktischer Philosophie an der Schwelle von der Spätscholastik zur Neuzeit. Hierbei steht der paradigmatische Systementwurf Spinozas im Vordergrund, der für die weitere Entwicklung nicht nur der Ethik eine maßgebliche Rolle gespielt hat. Stellt sich in historischer Absicht die Frage, inwieweit der spinozische Zug zum System bereits innerhalb der spanischen Spätscholastik vorbereitet wird, besonders im Entwurf des lange Zeit vernachlässigten Gabriel Vázquez, so ist in systematischer Hinsicht von Interesse, welche intrinsischen Probleme mit dem Entwurf einer Ethik als einem konsequent durchgeführten philosophischen System verbunden sind.

Theorien endlichen Selbstseins

Vor dem Hintergrund der Geisttheorie Augustins liegt das Interesse an historischen Konzeptionen endlichen Selbstseins und dessen philosophischer Selbstvergewisserung. Dabei stehen neben dem klassischen Entwurf Descartes‘ vor allem moderne phänomenologische Ansätze (Husserl, Heidegger, Sartre) im Zentrum.

Theorien der Freundschaft

Das Thema Freundschaft bildet in der Antike einen maßgeblichen Bestandteil der Ethik als Philosophie des guten Lebens. Dagegen tritt die Freundschaft schon im Mittelalter, vor allem aber in der neuzeitlichen Philosophie in den Hintergrund und erfährt erst in jüngster Zeit wieder eine verstärkte Zuwendung. Der Schwerpunkt des Forschungsinteresses liegt auf der Tragfähigkeit klassischer Freundschaftskonzeptionen, vor allem der des Aristoteles, deren Rezeption und Transformation u. a. bei Thomas von Aquin und Spinoza und deren dekonstruktivistischer Kritik durch Derrida.