Standardclone
Clonekonzept
Die Rechnerinstallation für die Universität Bamberg erfolgt nicht über Einzelinstallation des Betriebssystems und der jeweiligen Programme, sondern durch ein vorinstalliertes Gesamtsystem (Clone). Als Cloneprogramm wird Symantec Ghost verwendet. Der Clone enthält den entsprechenden gesamten Festplatteninhalt (Betriebssystem, Office, Mailprogramm etc.) sowie bestimmte Voreinstellungen des Betriebssystems und der Programme. Ausserdem wurde die Treiberdatenbank speziell hinsichtlich der in der Universität verwendeten Rechner erweitert, d.h. alle Gerätetreiber werden vollautomatisch erkannt und installiert. Zusätzliche Datenträger werden nicht benötigt. Soll ein PC neu installiert werden (weil beispielsweise das Betriebssystem beschädigt wurde), wird lediglich die Clonedatei auf die Festplatte kopiert. Sobald sich dieser "Roh-clone" auf der Festplatte befindet, muss dieser nur noch bezüglich des Nutzers individuell konfiguriert werden. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht in erster Linie in der Zeitersparnis durch das vorinstallierte Gesamtsystem.
Für das vorinstallierte System gelten folgende Gesichtspunkte:
- Usability: Sowohl Betriebssystem als auch Programme werden mit möglichst sinnvollen Einstellungen vorab versehen, um dem Benutzer durch intuitive Bedienbarkeit ein effizientes Arbeiten zu ermöglichen. So wurde beispielsweise das WindowsXP-Startmenü auf die klassische Ansicht umgestellt, um die Anwendungsfreundlichkeit zu erhöhen. Um Überaschungen bezüglich vermeintlich verschwundenen Menüpunkten zu verhindern, wurde die Option "Persönlich angepasste Menüs verwenden" global deaktiviert, d.h. alle Menüs werden standardmäßig vollständig angezeigt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die Programme innerhalb des Startmenüs in Untermenüs (wie z.B. "Multimedia", "Grafik" etc.) eingeordnet.
- Privacy: Der Clone wurde mit Hilfe spezieller Antispysoftware (Antispy, Spybot) von Spyware gesäubert. Spyware sind Programme, welche ohne Zustimmung des Benutzers Informationen (z.B. über das Surfverhalten des Nutzers) an dritte weitergeben. Des Weiteren wurden Werbelinks und Registrierungsaufforderungen aus den verwendeten Programmen (z.B. Netscape, Realplayer) entfernt.
- Security: Der Clone ist mit einem Virenscanner ausgestattet, welcher sich automatisch auf dem aktuellen Stand hält, um auch neu auftauchende Viren erkennen und bekämpfen zu können. Des Weiteren wird das Betriebssystem mittels eines automatischen Update-Services (SUS) ständig aktualisiert, um auftauchende Sicherheitslücken (welche beispielsweise die Fernsteuerung des PCs erlauben) schnell schliessen zu können.
- Compatibility: Bei der Clonekonzeption wird speziell darauf geachtet, dass das System möglichst kompatibel bezüglich des Homesystems des Benutzers ist. Zum einen soll dadurch dem Nutzer die Einarbeitungszeit in eine neue Computerstruktur weitestgehend erspart werden, zum anderen soll die Installation von Softwarepaketen, welche sowohl in der Universität als auch zuhause genutzt werden können (wie beispielsweise bei dem Mailprogramm Mozilla Thunderbird), möglichst einheitlich gestaltet sein.
Um die Privatsphäre des Nutzers zu wahren sowie aus Gründen der Virenresistenz kommt der Internetbrowser Firefox und das Mailprogramm Mozilla Thunderbird zum Einsatz. Microsoft Outlook und Outlook Express sind zwar installiert, deren Verwendung wird allerdings aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen. Die Nutzung des Microsoft Internet-Explorers wird aus Sicherheitsgründen nur dort empfohlen, wo mit Firefox Seiten nicht korrekt dargestellt werden sollten.