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Stichprobenmerkmale

Kohortensukzession

Um historische Veränderungen bei der Absolvierung der Schnittstellen zu dokumentieren und analysieren zu können (z.B. Übergänge in die Ausbildung in Abhängigkeit vom Lehrstellenangebot, Auswirkungen von Bildungsreformen), werden in späteren Jahren neue Startstichproben gezogen (Kohortensukzession).

 

Institutionenbasierte vs. Individualstichproben

Zur Erfassung der strukturellen und kompositorischen Merkmale institutioneller Lernumwelten werden im Bereich des Kindergartens, der Schule und der (Fach )Hochschule Clusterstichproben gezogen, d.h. es werden beispielsweise möglichst alle Kinder einer Kindergartengruppe oder alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse als Panelteilnehmer gewonnen. In den Folgejahren werden alle Personen weiterverfolgt, auch dann, wenn sie sich nicht mehr in ihrem Gruppen- oder Klassenverband oder im selben Fachbereich an derselben Universität befinden. Somit werden auch die Bildungsverläufe von Klassenwiederholern, Schularten- und Studienfachwechslern, Schul- und Studienabbrechern dokumentiert, um z.B. Analysen zu den Bildungskarrieren von Risikoschülern zu ermöglichen. Bei den Neugeborenen und in den Bereichen der beruflichen Ausbildung und Weiterbildung im Erwachsenenalter lassen sich institutionenbasierte Stichproben gar nicht oder nicht mit einem akzeptablen Aufwand realisieren, sodass hier Individualstichproben der Vorzug gegeben wird bzw. alle Schülerinnen und Schüler der Clusterstichproben nach ihrem Übergang vom allgemein bildenden Schulsystem in das berufliche Ausbildungssystem individuell verfolgt werden.

 

Förderschulen für Schüler/-innen mit Lernbehinderungen

Analog zu den PISA-Studien werden im NEPS Förderschulen für Schüler/-innen mit Lernbehinderungen berücksichtigt. Schüler/-innen mit Lernbehinderungen können dann an der Bildungspanelstudie teilnehmen, wenn sie in der Lage sind, die für das NEPS zentralen Kompetenztests zu bearbeiten. Um dies zu ermöglichen, werden Kompetenztests so reduziert und abgestimmt, dass sie im Schwierigkeitsniveau an das Fähigkeitsniveau der Förderschüler/-innen angepasst sind.

 

Oversampling

Um außerdem spezifische Analysen zu Personen mit Migrationshintergrund zu ermöglichen, werden Oversamplings zu diesen Personenguppen vorgenommen. Zumindest für Personen aus türkischstämmigen Familien und für Personen aus Spätaussiedlerfamilien aus der ehemaligen Sowjetunion werden die Fallzahlen so umfassend gewählt, dass jeweils gruppenspezifische Analysen möglich sind. Ein Oversampling erfolgt auch in den Förderschulen.