24.04.13
Die Prüfungsvorbesprechungen (BA-V-Modulprüfung und Magister/Diplom) werden im Rahmen eines Kandidatenseminars am 14.05.2013 stattfinden.
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17.04.13
Seit heute können sich alle BA-Studierende, die planen, ihre Abschlussarbeit im WS 2013/14 zu schreiben, in eine Liste einschreiben, die am Schwarzen Brett aushängt.
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Fotos: K. Wied
Online-Chefredakteurin referierte an der Universität Bamberg
Wie sieht er denn aus, der neue Onlineauftritt der WAZ-Mediengruppe? Das hat Online-Chefredakteurin Katharina Borchert nicht verraten. Aber sie hat auf die neuen Webseiten neugierig gemacht. Es sei kein klassischer Relaunch, mit dem etwas Etabliertes überarbeitet werde, sondern man sei kurz davor, "das Internet quasi neu zu erfinden - im Vergleich zu dem, was die WAZ bislang online anbietet." Borchert, die seit August vergangenen Jahres bei der WAZ-Mediengruppe für den Onlinebereich zuständig ist, verfolgt also hehre Ziele, wie in ihrem Vortrag an der Uni Bamberg am Ende des Wintersemesters 2006/2007 deutlich wurde. Borchert referierte zum Thema "Vom Print- zum Multimedium - Wandel von Medienunternehmen". Dazu geladen hatte der Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft und die Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien. Der Vortrag fand im Rahmen der Reihe "Journalismus und Web 2.0" statt, die von Mitteln der Frauenförderung der Universität Bamberg und durch das Studentenprojekt futuredays von feki.de finanziell unterstützt wurde.
Arbeitstitel "Westeins"
Katharina Borchert wurde Mitte 2006 dafür angestellt, die Internetauftritte der Regionalzeitungen der WAZ-Gruppe in NRW - der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, der Westfalenpost, der Westfälischen Rundschau und der Neuen Ruhr/Rhein Zeitung - mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten unter einem Onlinedach zusammenzuführen. Das Projekt trägt den Arbeitstitel "Westeins". Den richtigen Titel nannte Borchert nicht, denn der ist "super Verschlusssache". Insgesamt arbeiten daran zurzeit 140 Projektbeteiligte.
Borcherts Ziele
Mehrere Ziele sind mit der Neugestaltung des Onlineauftritts der WAZ verbunden: Erstens geht es Borchert darum, eine neue Dachmarke zu etablieren und so die Mediengruppe für die Zukunft zu rüsten. Zweitens soll systematisch Onlinejournalismus betrieben werden, bei dem es nicht nur darum geht, Texte aus den Printausgaben der Zeitungen online zu stellen, sondern die Vorteile des Internets zu nutzen. Will heißen: die Aktualität und die Interaktivität. Um aktuell zu sein, soll demnächst in mehreren Schichten gearbeitet werden, und um den Austausch mit den Nutzern zu fördern, sollen möglichst alle Angebote kommentierbar sein, Foren eingerichtet werden, Weblogs sowohl von Redakteuren als auch von Nutzern eingebunden werden, und es soll Raum geben für eine Community. Außerdem soll alles, was aus Platzgründen in den Printtiteln der WAZ-Mediengruppe nicht veröffentlicht wird, online publiziert werden. Denn ein Vorteil des Internets gegenüber den etablierten Massenmedien im Print-, Hörfunk- und Fernsehbereich ist die wörtliche "Bodenlosigkeit" des Netzes, wie es Borchert formulierte. Zeilen- oder Sendezeitvorgaben gibt es in diesem Medium nicht. Doch eines bleibt begrenzt: die Aufmerksamkeit des Publikums. Drittens soll die regionale Ausrichtung der WAZ-medien auch online verstärkt werden. Im Moment laufe "größtenteils der dpa-Ticker" ein. Darauf möchte Borchert zulünftig weitgehend verzichten und regionale Informationen bringen.
Organisatorische Umgestaltungen
Um diese Ziele zu erreichen, werden auch strulturelle Veränderungen vorgenommen: Es ist eine gemeinsame Onlineredaktion geplant, die aus 20 Redakteuren und vier oder fünf Mediengestaltern besteht. Die Mitarbeiter werden in einem Newsroom arbeiten - mit integriertem Audio- bzw. Videobereich. Zugleich soll ein Teil der Verantwortung für den Onlineauftritt in den mehr als 80 Lokalredaktionen der WAZ-Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen blleiben. Dies ist aber nur durch die Aufstockung des Personals in den Redaktionen zu erreichen. Dem ist sich Borchert anscheinend bewusst, obgleich sie nur vage Aussagen zur Finanzierung des Projekts machte.
Pilotprojekt "Westropolis
Ein festes Datum für den Onlinestart steht bislang noch nicht fest. Am 26. Februar 2007 startet zunächst einmal das Pilotprojekt "Westropolis.de". Westropolis ist eine offene Plattform für Kulturkritik von Fernseh- über Theater- bis hin zu Buchkritik. Dafür werden zurzeit Beta-Tester gesucht - und für später schon mal Autoren. Wer sich als Beta-Tester anmelden oder später als Autor für Westropolis schreiben möchte, sollte eine E-Mail an juliette.guttmann(at)westeins.de schicken.
von Kristina Wied
Moderation: Dr. Jan Schmidt
Die Zuhörer