24.04.13
Die Prüfungsvorbesprechungen (BA-V-Modulprüfung und Magister/Diplom) werden im Rahmen eines Kandidatenseminars am 14.05.2013 stattfinden.
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17.04.13
Seit heute können sich alle BA-Studierende, die planen, ihre Abschlussarbeit im WS 2013/14 zu schreiben, in eine Liste einschreiben, die am Schwarzen Brett aushängt.
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Mit den politischen Magazinen erfüllt die ARD einen Teil ihrer öffentlichen Aufgabe. Dennoch wurden sie in die Nebensendezeit verschoben und anschließend sogar gekürzt.
Ist diese Kürzung gerechtfertigt? Wie reagieren Redaktionen auf die Änderungen? Und wie kommen sie bei den Zuschauern an? Diese und andere brisante Fragen wurden unter dem Titel „Politische Magazine in der ARD – erst verschoben, dann gekürzt“ an der Universität Bamberg am 31. Januar 2006 diskutiert. Die Diskutanten waren Sigmund Gottlieb (Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks Fernsehen), Sonia Mikich (Redaktionsleiterin des politischen Magazins „Monitor“) und Fritz Wolf (freier Medienjournalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, den Fachdienst epd-medien und die Fachzeitschrift journalist tätig ist).
Sigmund Gottlieb verteidigte die Sendezeitkürzungen. Wichtigstes Argument sei in diesem Fall die Stärkung des Nachrichtenmagazins „Tagesthemen“ gewesen. Diese Sendung wird nun bereits um 22.15 Uhr ausgestrahlt – anstatt um 22.30 Uhr. Außerdem ist Gottlieb überzeugt „dass die Reduktion auf 30 Minuten die Fantasie der Redakteure anregt“. Die Knackpunkte der Themen sollen herausgefiltert und Unrelevantes weggelassen werden. Allerdings versicherte Gottlieb: „Die 30 Minuten sind jetzt fix.“
Der Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft knüpft mit dieser Veranstaltung an eine Tradition an. Unter dem Titel "Journalistisches Kolloquium" wurden seit Ende der 1980er bis zum Ende der 1990er Jahre ähnliche Diskussionsabende geführt.
Sonia Mikich sprach sich deutlich gegen die Entscheidungen der ARD aus: „Wir haben heftig dagegen gekämpft, aber wir standen recht alleine da.“ Komplexe Themen kurz und schnell abzuhandeln schade dem Genre. „Monitor“ werde deshalb weiterhin Beiträge in der gewohnten Länge senden – dafür aber weniger. Allgemein stehen politische Magazine ihrer Meinung nach viel zu sehr unter Beschuss. Als Grund dafür sieht Mikich die „bekloppte Quotenhörigkeit vieler ARD- Hierarchien“.
Fritz Wolf entgegnete Gottlieb mit Ironie: „Kürzte man die Magazine weiter auf 25 bis 20 Minuten Sendezeit, so müsse ja eigentlich die Kreativität der Redakteure explodieren.“ Der freie Medienjournalist ist gegen die „Schlankheitskur“ der Polit- Magazine. Wolf sieht die Kürzungen als typisches Beispiel der Entpolitisierung des Fernsehprogramms. Selbst in politischen Magazinen kämen zuerst bunte Themen.
Organisiert wurde die Podiumsdiskussion von den Teilnehmern des Kolloquiums „Diskussion aktueller Medienthemen“. Dieses wurde im Wintersemester 2005/2006 erstmals angeboten und bot den Kursteilnehmern die Möglichkeit, etwa die Pressearbeit oder die technische Organisation zu übernehmen. Initiatorin der Podiumsdiskussion und Leiterin des Kolloquiums ist Kristina Wied, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft. Sie übernahm die Moderation der Diskussion.
Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von der Studenteninitiative feki.de über das Projekt „futuredays“.
Text: Stefanie Stang
Fotos: Oliver Fischer