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News

24.04.13

Prüfungsvorbesprechungen

Die Prüfungsvorbesprechungen (BA-V-Modulprüfung und Magister/Diplom) werden im Rahmen eines Kandidatenseminars am 14.05.2013 stattfinden.
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17.04.13

BA-Arbeit im WS 2013/14

Seit heute können sich alle BA-Studierende, die planen, ihre Abschlussarbeit im WS 2013/14 zu schreiben, in eine Liste einschreiben, die am Schwarzen Brett aushängt.
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Karikaturenausstellung: Grobe Wahrheiten - Wahre Grobheiten


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Bamberg - Lemberg: Kowi-Studierende auf Exkursion in der Ukraine


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Tutorien im Sommersemester 2013 bei Herrn Holger Müller M.A.


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Aktuelle Meldungen aus der KoWi

Podiumsdiskussion: Sport und Medien in Bamberg

von Corinna Domnick und Lena Schumm

Am 4. Februar 2010 luden Prof. Markus Behmer und die Studierenden des Seminars "Kommunikationsraum Bamberg" ein letztes Mal zur Podiumsdiskussion über Strukturen in Bamberg ein. Im Fokus des Gesprächs stand dieses Mal die Sportberichterstattung durch die Bamberger Medien. Protagonisten waren Birthe Johannes (Office-Bloggerin der Brose Baskets), Thorsten Vogt (TV Oberfranken), Peter Seidel (Fränkischer Tag) und Dominic Gebauer (Radio Bamberg). Durch den Abend führten die Studentinnen Anke Reinhard und Franziska Hübner.

Viel Einigkeit – wenig Diskussion

Es war eine Diskussionsrunde, die zum großen Teil ohne Kontroverse auskommen musste. Wie in den vorangegangenen Podiumsgesprächen wurde einmal mehr der vielzitierte Satz bemüht: Bamberg ist „ein Dorf“. Eine Stadt, in der man sich kennt, in der Kommunikation häufig noch auf der persönlichen Ebene stattfindet. Und die anwesenden Sportjournalisten und die Vertreterin der Brose Baskets kennen sich offensichtlich sehr gut. Nicht nur auf geschäftlicher Ebene, auf der man voll des Lobes über die professionelle PR-Arbeit der Brose Basekts einerseits und die journalistische Sportberichterstattung andererseits war. Die Sportbegeisterten verbindet auch eine ähnliche Vergangenheit: allesamt Studenten bzw. Absolventen der Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität, kamen sie durch Praktika oder Volontariate in die örtlichen Medien – und zum Sport in Bamberg. So betonte Birthe Johannes auch, dass die PR-Arbeit der Brose Baskets sehr lokalbezogen sei, man kenne alle Redakteure und Moderatoren.

Kritische Berichterstattung „nicht in Gefahr“

Die nicht zu übersehende Eintracht zwischen den anwesenden Vertretern aus PR und Journalismus warf allerdings bei den Moderatorinnen einige Fragen auf. Insbesondere die Doppelrolle Thorsten Vogts als Journalist bei TV Oberfranken und Moderator des Brose Baskets Magazins „Inside“ wurde kritisch hinterfragt. Aber auch hier waren sich alle Anwesenden einig: die kritische Berichterstattung sei dadurch nicht gefährdet, so die einhellige Meinung. „Inside hat nichts mit der aktuellen Berichterstattung über die Brose Baskets zu tun. Das sind zwei Paar Schuhe“, verteidigte sich Vogt. Rückendeckung bekam er dabei von Dominic Gebauer, der einen Kollegen von Radio Bamberg als Beispiel anführte: Matthias Steger. Obwohl er Stadion-Sprecher der Brose Baskets sei, gebe es trotzdem eine kritische Berichterstattung über die Basketball-Mannschaft, davon zeigte er sich überzeugt. Wenn Steger als Hallensprecher fungiere, habe er keinen Einfluss auf die Berichterstattung. Peter Seidel vom Fränkischen Tag allerdings betonte, dass die Sache nicht so ganz einfach sei: „Ich bin froh, dass ich nicht Hallensprecher sein muss.“ Die lokale Tageszeitung genieße bei ihren Lesern eine hohe Glaubwürdigkeit, die er nicht gefährden wolle. Birthe Johannes ist der Meinung, dass eine Zusammenarbeit zwischen PR und Journalismus in einer kleinen Stadt wie Bamberg unumgänglich und ein Mehrwert für die Zuschauer sei.

Ohne Sponsoren geht es nicht

In der vorangegangenen Podiumsdiskussion erhoben die Vertreter der Bamberger Kulturszene den Vorwurf gegen Radio Bamberg, dass eine Präsentation der Künstler in Radio und Fernsehen oft nur gegen Bezahlung möglich sei. Werbung statt Lokalreport war das Stichwort. Die Frage, ob auch die Sportberichterstattung vom Geld der sportlichen Akteure abhinge, verneinte Seidel vehement. Für die Veröffentlichung im Fränkischen Tag spiele Geld keine Rolle. Ausschlaggebend sei allein das Interesse der Zuschauer. Sportveranstaltungen mit großer Resonanz – wie die Spiele der Brose Baskets – würden in der Berichterstattung folglich eben eher berücksichtigt als Veranstaltungen mit geringen Zuschauerzahlen, so Seidel. Thorsten Vogt betonte, dass TV Oberfranken auf eine ausgewogene Berichterstattung Wert lege. Dass der Schwerpunkt dennoch auf einigen wenigen Sportarten liegt, begründete er damit, dass sich Sportarten wie zum Beispiel Kegeln für eine Fernsehberichterstattung schlicht nicht eigneten. „Bei uns ist etwas nettes, actionreiches gefordert“, sagt Vogt. Allerdings sei bei einigen Sportarten der Erwerb der Sendelizenzen so teuer, dass eine Berichterstattung ohne Sponsor nicht möglich sei. Ein Beispiel dafür sind die Eschenbacher Volleys, die mangels Sponsoren noch kaum Einzug in die Berichterstattung bei TV Oberfranken gefunden haben. Dominic Gebauer hob hervor, dass Radio Bamberg prinzipiell jedem Sport offensteht. Allerdings müsse man auch hier an die Finanzierbarkeit der Produktion und Ausstrahlung denken.

Gewünscht: Mehr Breitensport in der Tageszeitung

Trotz der allgemeinen Zufriedenheit mit der Sportberichterstattung in Bamberg blieben bei den Akteuren noch einige Wünsche offen. Während der Sport bei TV Oberfranken und Radio Bamberg gegenüber anderen Themenbereichen eine hohe Priorität besitzt, würde Peter Seidel der Rubrik im Fränkischen Tag gerne mehr Platz einräumen. Da er unter der Woche nur zwei Zeitungsseiten zur Verfügung habe, sei die Themensetzung sehr beschränkt. Der lokale Breitensport komme dadurch oft zu kurz. Radio Bamberg und TV Oberfranken hingegen bieten laut Aussage der Journalisten auch ungewöhnlichen Sportarten die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Gebauer betont: „Als Lokalradio ist es wichtig, sich von den überregionalen abzuheben und sich der Nischen zu bedienen“.

Hier finden Sie den Bericht über die Podiumsdiskussion "Kultur und Kommunikation in Bamberg".

Hier finden Sie den Bericht über die Podiumsdiskussion "Politik und Kommunikation in Bamberg".