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		<title>Universität Bamberg News</title>
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			<title>Universität Bamberg News</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 22 Feb 2012 15:23:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Elf Schicksale aus elf Ländern</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/Ausstellung-Abseits-der-Schlachtfelder/</link>
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			  Ausstellung zu Till Mayers Porträts von Kriegsopfern
			  
			   <br/><hr/>von Rabea Nikolay<hr/><br/>	  
			  
			   Die aktuelle Ausstellung in der Teilbibliothek 4 „Abseits der Schlachtfelder“ berichtet über die Schicksale von Menschen, die durch Kriege geprägt wurden. Bei der Eröffnung erzählte der Fotograf Till Mayer von seinen Erlebnissen mit den Kriegsopfern vieler Länder. </description>			   
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			   <h1>Elf Schicksale aus elf Ländern</h1>
			   <h2>Ausstellung zu Till Mayers Porträts von Kriegsopfern</h2> 
			   <br/><hr/>von Rabea Nikolay<hr/><br/>
			   
			   Die aktuelle Ausstellung in der Teilbibliothek 4 „Abseits der Schlachtfelder“ berichtet über die Schicksale von Menschen, die durch Kriege geprägt wurden. Bei der Eröffnung erzählte der Fotograf Till Mayer von seinen Erlebnissen mit den Kriegsopfern vieler Länder. <hr/>
			   <br/>			   
			   Bilder bewirken häufig mehr als tausend Worte: Diese besondere Anziehungskraft von Fotos wurde bei der Eröffnung der aktuellen Ausstellung in der Teilbibliothek 4 „Abseits der Schlachtfelder“ am 14. Februar 2012 deutlich. Gastgeber Dr. Fabian Franke, Direktor der Universitätsbibliothek, freute sich über die zweite Ausstellung des Fotografen und Journalisten Till Mayer, die die Universitätsbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Bamberg des Bayerischen Roten Kreuzes zeigt. „Wenn wir mehr teilen würden, könnten wir die schlimmste Armut überwinden und hätten trotzdem genug, um das Leben zu genießen.“&nbsp; Diesen Gedanken Till Mayers wolle die Universitätsbibliothek mit dieser Ausstellung in die Universität tragen, erklärte Franke seine Motivation den zahlreichen Gästen am Abend der Ausstellungseröffnung.
„Nicht nur Brillen sind Sehhilfen, Fotos auch“, erläuterte Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, Präsident der Universität Bamberg und selbst ambitionierter Hobbyfotograf, in seinem Grußwort. Fotos können Aufmerksamkeitspunkte darstellen, die man mit dem bloßen Auge nicht richtig wahrnimmt. Die Bilder der Ausstellung zeigen genau solche Situationen, die zum Nachdenken anregen, so Ruppert. <br /><br />„Es braucht schon etwas Mut, diese Bilder zu betrachten“, erklärte Evalies Meier, Vorsitzende des Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes in Bamberg. „Diese Ausstellung gibt den Menschen, die abseits der Schlachtfelder im Stillen leiden, ein Gesicht“. Fotograf und Initiator der Ausstellung Till Mayer arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Roten Kreuz zusammen. Als Delegierter reiste er in viele Kriegs- und Krisengebiete dieser Welt. Die Ausstellung „Abseits der Schlachtfelder“ zeigt mit seinen in schwarz-weiß gehaltenen Fotos aus den Jahren 1996 bis 2010 elf Schicksale aus elf Ländern – fernab von kreischendem Bombenalarm.
<h3>„Die Kinder haben Augen wie alte Menschen“</h3>
Mayers Fotos porträtieren Menschen, die eines miteinander verbindet: Kriege und Konflikte haben ihr Leben für immer geprägt, sie an Körper und Seele verwundet und ihnen geliebte Menschen geraubt. Er wolle dem stillen Leiden der Frauen und Männer ein Gesicht geben, so der Fotograf. Mit Leid und Elend wurde der Fotograf deshalb in den letzten 18 Jahren während seiner Auslandsreisen häufig konfrontiert. Distanz zu halten fällt ihm manchmal schwer: Nach einem Einsatz in Äthiopien beispielsweise nahm Till Mayer ein Jahr lang keine Aufträge mehr an, erzählte er den Ausstellungsbesuchern. In einem Dorf litten die Menschen unter Hungersnot und die Kinder verhungerten vor seinen Augen. „Das schlimmste war, dass die Kinder Augen hatten wie alte Menschen. Das werde ich nie vergessen“, berichtete er. Ihm sei unbegreiflich gewesen, dass so etwas im 21. Jahrhundert passieren könne. 
<h3>Täter und Opfer</h3>
Der Fotograf porträtiert auf der einen Seite Menschen, die aktuell und direkt durch Kriege betroffen sind, wie im Irak oder Iran. Seine Fotos aus Vietnam dagegen sind Beispiele dafür, wie ein Krieg noch Jahrzehnte später nachwirken kann: Mayers Fotos erzählen die Geschichte einer Familie mit sechs Kindern, die durch das <em>Gift Agent Orange</em> an Krebs erkrankten. Ebenso erschütternd ist das Schicksal einer vietnamesischen Besenbinderin: Sie brachte ein behindertes Kind zur Welt, da verließ der Vater des Kindes sie, um sich der Verantwortung zu entziehen – keine ungewöhnliche Handlung. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf die andere Seite des Vietnam-Krieges – die Seite der Verursacher. Ein Foto behandelt zum Beispiel die Geschichte von <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,685629,00.html" target="_blank" >Barry Romo</a>, einem&nbsp; Vietnam-Veteranen und heutigen Kriegsgegner. 
<h3>Hilfe durch eine Kuh</h3>
Wie aber geht der Künstler mit solchen Erlebnissen um? Wie schafft er es, so viel Leid zu sehen und nur selten helfen zu können? Es sei zwar schwierig, aber man müsse versuchen, Distanz zu halten, antwortet Mayer. „Es ist schwer zu verstehen, wie so ein Leid existieren kann in einer Welt, in der es jedem gut gehen könnte.“ Gerade deshalb sei es wichtig, alle Möglichkeiten zur Hilfe auszuschöpfen. Till Mayer hat einen Weg dafür gefunden: Seine Fotos sollen nicht nur aufrütteln, sondern auch zu Spenden aufrufen. Besonders freut ihn, dass die Ausstellung schon in Schulen zu sehen war, denn vor allem jungen Menschen will er erklären, was Krieg bedeutet und wie die Folgen aussehen können.
Einige dieser Schulen haben ein Projekt ins Leben gerufen: Sie sammeln Spenden und kaufen dafür in Vietnam Kühe, um sie bedürftigen Familien&nbsp; zu schenken. Das erste Kalb jeder Kuh wird dann an die nächste arme Familie weitergegeben. Eine Kuh kostet etwa 270 Euro. „Aber niemand muss gleich eine ganze Kuh spenden. Ein Stück, vielleicht ein Kuhfleck, ist ein guter Anfang“, so der Fotograf.
<h3>Die Ausstellung</h3>
Die Ausstellung kann noch bis zum 2. März 2012 besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Ort: Teilbibliothek Sprach- und Literaturwissenschaften (TB 4), Heumarkt 2
Öffnungszeiten:<br />Montag - Freitag: 8.30 - 24.00 Uhr<br />Samstag: 10.00 - 20.00 Uhr<br />Sonntag: 13.00 - 20.00 Uhr
Vom 5. bis 20. März 2012 werden Till Mayers Fotos im Bistumshaus St. Otto Bamberg, Heinrichsdamm 32, ausgestellt. <br /><br />]]></content:encoded>
			<category>Kultur &amp; Sport</category>
			<category>Uni international</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 15:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>„Schnittstelle von Nicht-mehr und Noch-Nicht“</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/absolventenfeier-sowi-ws-11-12/</link>
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			  Absolventenfeier der SoWi im Welcome-Hotel
			  
			   <br/><hr/>von Philipp Demling<hr/><br/>	  
			  
			   „Gehen Sie Ihren Weg, aber vergessen Sie Ihre Alma Mater nicht“ – So lautete die Botschaft an die Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die im Ziegelbau des Welcome-Hotels ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen.</description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>„Schnittstelle von Nicht-mehr und Noch-Nicht“</h1>
			   <h2>Absolventenfeier der SoWi im Welcome-Hotel</h2> 
			   <br/><hr/>von Philipp Demling<hr/><br/>
			   
			   „Gehen Sie Ihren Weg, aber vergessen Sie Ihre Alma Mater nicht“ – So lautete die Botschaft an die Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, die im Ziegelbau des Welcome-Hotels ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen.<hr/>
			   <br/>			   
			   Prof. Dr. Johann Engelhard, Dekan der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (SoWi) beendete seine Rede an die Absolventinnen und Absolventen mit einer Anekdote: Der berühmte Dirigent Arturo Toscanini versucht, einem miserabel spielenden Leierkastenmann einige seiner musikalischen Kenntnisse zu vermitteln. Zwar scheitert er damit – der Straßenmusikant spielt&nbsp; am nächsten Tag genauso schlecht – doch hat sich etwas verändert: Hunderte von Zuhörern haben sich um ihn versammelt und lauschen andächtig seinen schiefen Tönen. Neben ihm hängt ein Schild mit der Aufschrift: „Schüler von Arturo Toscanini“. Damit forderte Engelhard die Studierenden auf, zu Botschaftern ihrer Universität zu werden: „Es kann von Vorteil sein, wenn man sagt, wo und bei wem man studiert hat.“ 
Der Dekan feierte am 4. Februar mit 63 von insgesamt 366 Absolventinnen und Absolventen der Fakultät SoWi im Welcome Hotel diese „Schnittstelle von Nicht-mehr und Noch-Nicht“ zwischen Universität und beruflicher Tätigkeit. Sie sollten Bilanz ziehen über „die gemeinsame Zeit des Lernens, der Freude, des Streits und des Ärgers“, aber auch, wie die Universität sie durch die Ausbildung menschlicher und fachlicher Fähigkeiten bei ihrer Persönlichkeitswerdung vorangebracht habe. „Sie sollten sich dabei bewusst sein, dass mit Ihrem Weggang von der Universität große Freiheiten des sanktionslosen Experimentierens nun praktischen Zwängen weichen.“ Mit den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften hätten die Absolventen jedoch Disziplinen studiert, die einen kulturellen Eigenwert besäßen und die ihnen Freiheiten und Chancen gäben, sich in die Welt einzubringen, war sich Engelhard sicher. 
<h3>Kompetenzen fließen zu, Geld fließt ab</h3>
Für 15 Absolventen der Fachrichtungen Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftspädagogik, Europäische Wirtschaft, BWL und European Economic Studies dürfte dies in besonderem Maß zutreffen, denn sie wurden während der Fakultätsfeier für ihre exzellenten Studienleistungen ausgezeichnet. Eine von ihnen war die Soziologin Liliya Leopold, die 2005 als Kontingentflüchtling aus Weißrussland nach Deutschland kam und 2007 in Bamberg ihr Studium begann. Sie erreichte die Bestnote 1,0. 
Auch Miriam Triebel schloss ihren Master in Europäischer Wirtschaft mit der ausgezeichneten Gesamtnote von 1,2 ab. Sie hielt im Namen aller Absolventinnen und Absolventen eine Rede zu den<em> Zu- und Abflüssen während des Studiums</em> – eine Aufzählung über die Vor- und Nachteile des Studentenlebens mit wirtschaftswissenschaftlichem Augenzwinkern also: Zu den „Zuflüssen“ zählte sie neben den fachlichen und persönlichen Kompetenzen auch die Auslandsaufenthalte und die&nbsp; Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz, die dadurch ermöglicht werden. Typische „Abflüsse“ während eines Studiums seien geklaute Fahrräder und Mahngebühren für nicht rechtzeitig in die Bibliothek zurückgebrachte Bücher.
<h3>„Bleiben Sie Mensch“</h3>
Um ihre Zukunft sollten sich die SoWi-Absolventinnen und Absolventen keine Sorgen machen, riet Gastredner Dr. Joachim Deinlein, der vor 14 Jahren selbst sein Wirtschaftsstudium in Bamberg abschloss und heute Vize-Präsident eines Münchner Beratungsunternehmens ist. „Sie werden mit Ihrem Abschluss eine qualifizierte Arbeit finden“, versicherte Deinlein in seiner Rede. „Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie interessiert, entwickeln Sie Profil und bleiben Sie Mensch!“, wünschte er. 
Die Grußworte der Universitätsleitung überbrachte der Vize-Präsident für Lehre und Studierende Prof. Dr. Sebastian Kempgen: „Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem erfolgreichen Abschluss und wünsche Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Weg. Und ich bedanke mich für Ihr Vertrauen. Danke, dass Sie Bamberg als Studienort gewählt haben!“
Neben der Vergabe der Zeugnisse an die Absolventen gab es einen weiteren Höhepunkt der Fakultätsfeier: Dekan Johann Engelhard überreichte die Fakultätspreise für exzellente Lehre. Ausgezeichnet wurde Dr. Sandra Buchholz für den Bereich Sozialwissenschaften. Sie arbeitet seit 2003 am Lehrstuhl für Soziologie I und promovierte 2008 über die Flexibilisierung des Erwerbsverlaufs. Für die Wirtschaftswissenschaften erhielt Diplom-Kaufmann Björn Asdecker den Fakultätspreis. Er ist seit 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Produktion und Logistik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf Supply Chain Management und Retourenmanagement.
Eine Bildergalerie zur Absolventenfeier im Wintersemester 2011/12 finden Sie im <a href="http://vc.uni-bamberg.de/moodle/course/view.php?id=6355" target="_blank" class="intern" >   Virtuellen Campus</a>.]]></content:encoded>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			<category>Ehemalige &amp; Alumni</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 22:04:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Federnde Leichtigkeit in der Aufführung des Messias </title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/Semesterschlusskonzert-WS2011-12/</link>
			<description>
			  Semesterschlusskonzert der Otto-Friedrich-Universität Bamberg 
			  
			   <br/><hr/>von Rupert Plischke<hr/><br/>	  
			  
			   Händels Oratorium „Messias“ ist seit 270 Jahren hochgeschätzt: Die Zuschauerplätze für die Uraufführung waren sehr begehrt und die Kritiker fühlten „Herz und Ohr in höhere Sphären“. Chor und Orchester der Universität Bamberg führten das Stück nun im Semesterschlusskonzert auf – in einer ausverkauften Konzerthalle. </description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Federnde Leichtigkeit in der Aufführung des Messias </h1>
			   <h2>Semesterschlusskonzert der Otto-Friedrich-Universität Bamberg </h2> 
			   <br/><hr/>von Rupert Plischke<hr/><br/>
			   
			   Händels Oratorium „Messias“ ist seit 270 Jahren hochgeschätzt: Die Zuschauerplätze für die Uraufführung waren sehr begehrt und die Kritiker fühlten „Herz und Ohr in höhere Sphären“. Chor und Orchester der Universität Bamberg führten das Stück nun im Semesterschlusskonzert auf – in einer ausverkauften Konzerthalle. <hr/>
			   <br/>			   
			   So begehrt waren die Plätze bei der Uraufführung des Messias im Jahr 1742, dass die Manager das Publikum aufforderten, in einfacherer Kleidung zu erscheinen: die Damen ohne platzraubende Reifröcke, die Herren ohne Degen. Auch bei vergleichbarem Ansturm an der Abendkasse hätte eine Kleiderordnung wohl nicht viel bewirkt: Die Bamberger Konzerthalle war am&nbsp; 11. Februar 2012 ausverkauft. Ob dies am unermüdlichen, mittlerweile 25-jährigen musikalischen Wirken von&nbsp; Dr. Michael Goldbach, Universitätsmusikdirektor an der Universität Bamberg, am wieder wachsenden Interesse vieler jüngerer Zuhörer oder an der nach wie vor ungebrochenen Anziehungskraft der Händelschen Musik lag, sei dahingestellt. In jedem Fall wurde der Abend dem Publikum zum eindrucksvollen Erlebnis, zum Beleg für die verbindende und überwältigende Kraft, die Musik entfalten kann. 
<h3>Satter, breiter Klang und Mittelstimmencharme</h3>
Dabei spielt natürlich Händels Routiniertheit beim Einsatz und der Neuerfindung musikalischer Mittel eine große Rolle – nicht umsonst hatte sein Komponistenkollege Hasse leicht süffisant bemerkt, Händel habe bisweilen auf recht plakative Weise „das Geräusch geliebt“ – und die weit über 200 Musiker scheuten sich unter der konzentrierten Führung von Goldbach nicht, die zahlreichen Effekte innerhalb der Arien und Chöre und vor allem die Kontraste zwischen den einzelnen Stücken eindeutig herauszustellen. Dies zeigte sich schon in der Orchesterouvertüre, bei der das Orchester in recht sattem, breitem Klang mit wuchtigen Doppelpunktierungen einsetzte, während im folgenden Allegro die Fugato-Passagen dann in deutlich verschlankter, federnder Leichtigkeit vorgeführt wurden.
Erfreulich und beeindruckend war zugleich, wie es dem Dirigenten in der angesichts des Mammutwerks relativ knappen Probenzeit gelungen war, die Disziplin im Zusammenspiel einzuüben und in der Aufregung des Abends zu wahren: Alle Stimmen traten, wo nötig, jeweils deutlich hervor, sodass der musikalische Verlauf jenseits eines bloß oberflächenorientierten Wohlklangs erkennbar wurde. Neben den Bläsern konnten gerade die Bratschen dabei, wie später in einigen Chorsätzen, ihren warmen Mittelstimmencharme entfalten, während die zahlreichen Bässe, unterstützt von der wuchtigen Orgel, das zuverlässig kraftvolle, satt ausgegossene Fundament setzten.&nbsp;
<h3>Momente ergreifender Gefühlsintensität</h3>
Ähnliche Klangkultur und Detailarbeit prägten auch den Chor, der stabil im Tempo und sicher in der Intonation durch die drei Teile der Christusgeschichte führte und dabei die Stimmungen der Solisten aufgriff bzw. vielfach spiegelte. Dadurch wurde auch der besondere Reiz der meisterhaften Textvertonung herausgearbeitet: das Vorausgreifen, teilweise Widerlegen oder Konterkarieren des Textes durch die Musik, die überleitende Hinführung zur Gefühlswelt der nächsten Aria oder das überdeutliche Markieren schroffer Gegensätze, die weit über den Text hinausweisen. Dazu trugen auch die vier jüngeren Gesangssolisten bei, die schon öfter mit dem Universitätsorchester musiziert hatten: die mit strahlendem Sopran über allen Musikern liegende Eva-Maria Helbig ebenso wie Corinna Mühl, deren Alt bzw. tiefer Sopran Momente ergreifender Gefühlsintensität erzeugte. Tenor Rüdiger Ballhorn sowie Bariton Stephan Heinemann fassten ihren Part eher mit lyrischer, vermittelnder Grundhaltung auf und boten Beachtliches auch in ihren hochvirtuosen Arien.
270 Jahre nach der Uraufführung vom 13. April 1742 wirkt Händels Werk – in guten Händen – also noch immer ungebrochen, wohl ähnlich der Beschreibung des Rezensenten der Uraufführung in Dublin: die Musik vermochte es, „das hingerissene Herz und Ohr in höhere Sphären zu heben und zu bezaubern“. Langer, tosender Applaus und Standing Ovations der Zuhörer haben dies am Samstag eindeutig bestätigt. ]]></content:encoded>
			<category>Kultur &amp; Sport</category>
			<category>Startseite</category>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			
			<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 16:42:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gekommen um zu bleiben</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/portraet-haig/</link>
			<description>
			  Sprachwissenschaftler Geoffrey Haig im Porträt
			  
			   <br/><hr/>von Nils Ebert<hr/><br/>	  
			  
			   Geoffrey Haig hat an Orten überall in der Welt gelebt, gearbeitet, geforscht und unterrichtet. Nun ist er Professor für Sprachwissenschaft in Bamberg. Im Interview erzählt er von seinem langen Weg in die Domstadt, berichtet von der Studienzeit in Kiel und lässt uns an seiner Leidenschaft für den Nahen und Mittleren Osten teilhaben.</description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Gekommen um zu bleiben</h1>
			   <h2>Sprachwissenschaftler Geoffrey Haig im Porträt</h2> 
			   <br/><hr/>von Nils Ebert<hr/><br/>
			   
			   Geoffrey Haig hat an Orten überall in der Welt gelebt, gearbeitet, geforscht und unterrichtet. Nun ist er Professor für Sprachwissenschaft in Bamberg. Im Interview erzählt er von seinem langen Weg in die Domstadt, berichtet von der Studienzeit in Kiel und lässt uns an seiner Leidenschaft für den Nahen und Mittleren Osten teilhaben.<hr/>
			   <br/>			   
			   Steigt man den Bamberger Domberg hinauf, überquert den malerischen Domplatz und lässt Dom und Neue Residenz hinter sich, gelangt man in die Obere Karolinenstraße. Nach wenigen hundert Metern, auf denen einem eine Vielzahl mittelalterlicher bis barocker Bauten begegnet, erreicht man die Hausnummer 8, den sogenannten Langheimer Hof, ehemals Stadtquartier der Zisterzienserklöster Ebrach, Langheim und Heilsbronn. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem das Büro von Prof. Dr. Geoffrey Haig, Inhaber des neugegründeten Lehrstuhls für Allgemeine Sprachwissenschaft. Während draußen Minusgrade herrschen, lädt Haig zu einer Reise ein, die vom Süden Englands über Neuseeland nach Kiel, von dort über die Türkei und die Zwischenstation Bamberg nach Australien und Schweden führt - und schließlich wieder in Bamberg endet. 
<h3>Sprachkontakte im Nahen und Mittleren Osten</h3>
Im Juli 2010 folgte Haig dem Ruf nach Bamberg. Sein Lehrstuhl für Allgemeine Sprachwissenschaft ist dem Bamberger <a href="http://www.uni-bamberg.de/orientalistik/" target="_blank" >Institut für Orientalistik</a> angegliedert. Eine Ansiedlung der Allgemeinen Sprachwissenschaft innerhalb der Orientalistik sei eine deutschlandweit einmalige Konstellation, so Haig. Sie trägt einerseits seinem Forschungsschwerpunkt – Kleinsprachen des Nahen und Mittleren Ostens – Rechnung, andererseits stellt der Lehrstuhl eine Brücke zwischen den philologischen Fächern und der Orientalistik dar. Insbesondere widmet sich Haig den Sprachen, die sich heute im Gebiet des antiken Mesopotamien wiederfinden und in der Osttürkei, dem Nordirak und dem Westiran gesprochen werden. „Die dortigen Sprachgemeinschaften sind seit Jahrhunderten eng miteinander verzahnt. Es findet sich ein Mosaik an vielen kleinen Sprachen, die sich gegenseitig beeinflusst haben“, erläutert der Linguist.
Nationalstaaten, die die Einführung offizieller Amtssprachen mit sich brachten, entstanden erst im 19. und 20. Jahrhundert. Am weitesten verbreitet sind hier Varianten des Kurdischen und unterschiedliche iranische und semitische Sprachen. „Speziell die Dynamik der Kontaktprozesse dieser Sprachen interessiert mich sowie ihr Status als Minderheitensprachen innerhalb neu entstandener Nationalstaaten“, umreißt Haig sein Forschungsanliegen. „Methodisch übernehme ich viel aus der Dokumentationslinguistik, um Sprachmaterial zu erfassen und auszuwerten, um so ein fundiertes Bild herauszuarbeiten, wie sich Sprachen im Kontakt verändern. Das trieb mich in den letzten Jahren an.“ 
<h3>Keine Angst vor der Zukunft</h3>
Geoffrey Haig wurde in Exeter im Südwesten Englands geboren. Seine Familie siedelte nach Neuseeland über, als er elf Jahre alt war. Einige Jahre später zog es Haig nach Europa zurück, wo er zunächst als Handwerker arbeitete. In Kiel begann er im Alter von 25 Jahren schließlich ein Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Sprachwissenschaft. „Erst als ich nach Kiel kam, habe ich Deutsch gelernt: im Selbststudium, durch meine Bücher und im Gespräch mit anderen“, erinnert sich der Professor. Während seines Studiums hat er gearbeitet, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren: als Möbelpacker, Tellerwäscher oder auf Messen. Schließlich gab er Englischunterricht und übersetzte. „Damals habe ich oft von der Hand in den Mund gelebt, aber ich bin immer durchgekommen.“ Den heutigen Studierenden rät Haig, sich vor ihrer Zukunft nicht zu fürchten, in sich zu vertrauen und auch mal eine Entscheidung ohne vorherige Absicherung zu treffen. „Als junger Mensch in Deutschland muss man keine Angst haben, es werden sich immer Möglichkeiten finden lassen. Von einem halben Jahr Arbeitslosigkeit geht die Welt nicht unter.“
<h3>Die erste Reise in die Türkei und der erste Kontakt mit dem Kurdischen</h3>
Während seines Studiums entschloss sich Haig, Türkisch als seine erste nicht-europäische Sprache zu lernen. Wenig später reiste er in die Türkei, wo ihn überwältigende Eindrücke dazu bewegten, das Studium der türkischen Sprache auszubauen. Ende der 1980er Jahre verbrachte er schließlich ein Jahr als Stipendiat in Ankara. Viele der Menschen, auf die Haig traf und mit denen er ins Gespräch kam, waren Kurden. Der Linguist bemerkte, dass es zur kurdischen Sprache nur wenig wissenschaftliche Literatur gab. „Es ist absurd: 20 bis 25 Millionen Menschen sprechen Kurdisch und in Deutschland leben schätzungsweise 6-700.000 Kurden. Es gibt aber an keiner Universität in Deutschland eine wissenschaftlich fundierte und institutionell verankerte kurdische Sprachwissenschaft.“ Haig beschäftige sich daraufhin intensiv mit dem Kurdischen und seinen verschiedenen Ausprägungen. Bis heute wünscht er dem Kurdischen eine größere universitäre Aufmerksamkeit. In Bamberg sieht der Professor nun die Möglichkeit, das Kurdische zu verankern, beispielsweise durch Sommerschulen. „Diese wären bundesweit einmalig und würden dazu beitragen, das Profil der Bamberger Orientalistik um einen weiteren Schwerpunkt zu erweitern.“ 
<h3>„Wo ist denn Bamberg?!“</h3>
Nachdem Haig in Kiel seinen Abschluss in Allgemeiner und vergleichender Sprachwissenschaft erworben hatte, begann er zu promovieren. Währenddessen verbrachte er auch zwei Jahre in Bamberg, um an der Universität Kurse in orientalischen Sprachen zu belegen. „Nach dieser Zeit hatte ich die Domstadt aber bereits abgehakt und ein weiteres Bleiben oder eine Rückkehr ausgeschlossen.“ Im Anschluss an seine Promotion ging Haig zunächst nach Australien und arbeitete an der Australian National University in Canberra. Es folgten Anstellungen unter anderem an den Universitäten Bielefeld und Kiel und ein Forschungsaufenthalt am Swedish Collegium for Advanced Studies. Schließlich bewarb er sich auf den Lehrstuhl für Allgemeine Sprachwissenschaft. Die anschließenden Gespräche überzeugten Haig umgehend, nach Bamberg zurückzukehren. „Die Stadt ist allerdings nicht überall so bekannt wie manch anderer meiner Wohnorte“, lacht er. Die erste Reaktion, als er kürzlich auf einer Fachkonferenz in Schweden vorschlug, die nächste Tagung an seiner Universität stattfinden zu lassen, sei ein entgeistertes: „Wo ist denn Bamberg?!“ gewesen. Mittlerweile steht aber fest: Die nächste Tagung wird tatsächlich hier in Bamberg ausgerichtet. 
<h3>„Ich muss nicht noch mal weg“</h3>
Heute weiß Haig: „Ich muss nicht noch mal weg.“ Um seine Forschungsvorhaben umzusetzen, könne er sich keinen besseren Ort als Bamberg vorstellen. An der Stadt schätzt Haig, dass er alles stressfrei mit seinem Fahrrad erreichen kann. Auch die Freundlichkeit der Bamberger ist Haig sehr positiv aufgefallen. „Und in das Fränkische höre ich mich mit viel Sympathie so langsam hinein.“
In seiner Freizeit hat Haig ein besonderes Hobby: er trommelt afro- und südamerikanische Rhythmen. „Es ist ein pures, zweckloses Vergnügen, das nichts mit Worten zu tun hat.“ Hätte Haig ein freies Jahr zur Verfügung, würde er es der kurdischen Sprache widmen, viel Zeit mit seiner Familie verbringen, vielleicht nach Neuseeland gehen, häufig in der Natur unterwegs sein und: trommeln.]]></content:encoded>
			<category>Wissenschaft &amp; Praxis</category>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			<category>Porträts</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Thu, 16 Feb 2012 12:37:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Historische und persönliche Identitätssuche</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/frauenbeauftragte/veranstaltungen/forum-genderforschung/lesung-mit-sabine-gruber/</link>
			<description>
			  Lesung im Rahmen des Forums Genderforschung
			  
			   	  
			  
			   Das Forum Genderforschung lud Ende Januar zu einer Lesung ein: Die Wiener Autorin Sabine Gruber verknüpft in ihrem Roman "Stillbach oder die Sehnsucht" historische und politische Ereignisse mit der Biographie von drei jungen Frauen, die auf der Suche nach selbstbestimmtem Leben ihre Heimat verlassen. </description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Historische und persönliche Identitätssuche</h1>
			   <h2>Lesung im Rahmen des Forums Genderforschung</h2> 
			   
			   
			   Das Forum Genderforschung lud Ende Januar zu einer Lesung ein: Die Wiener Autorin Sabine Gruber verknüpft in ihrem Roman "Stillbach oder die Sehnsucht" historische und politische Ereignisse mit der Biographie von drei jungen Frauen, die auf der Suche nach selbstbestimmtem Leben ihre Heimat verlassen. <hr/>
			   <br/>			   
			   ]]></content:encoded>
			<category>Kultur &amp; Sport</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Mon, 13 Feb 2012 15:27:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Jazzige Vollwertkost vom Feinsten</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/jazzkonzert-ws-11-12/</link>
			<description>
			  Uni-Bigband präsentierte abwechslungsreiches Repertoire
			  
			   <br/><hr/>von Andrea Lösel<hr/><br/>	  
			  
			   Ob Swing, Rock, Blues, Soul oder Funk – die Bigband der Universität Bamberg brilliert in allen Spielarten des Orchester-Jazz. Das bewies sie auch bei ihrem traditionellen Jazzkonzert am Sonntag im Audimax. </description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Jazzige Vollwertkost vom Feinsten</h1>
			   <h2>Uni-Bigband präsentierte abwechslungsreiches Repertoire</h2> 
			   <br/><hr/>von Andrea Lösel<hr/><br/>
			   
			   Ob Swing, Rock, Blues, Soul oder Funk – die Bigband der Universität Bamberg brilliert in allen Spielarten des Orchester-Jazz. Das bewies sie auch bei ihrem traditionellen Jazzkonzert am Sonntag im Audimax. <hr/>
			   <br/>			   
			   Gleich die ersten Takte preschten nach vorne: In geschmeidigem Rhythmus, mit knackigen Einwürfen und einem warmen, kräftigen Sound eröffnete die Uni-Bigband Bamberg am vergangenen Sonntag, den 5. Januar, ihr Jazzkonzert. In dieser griffigen Umsetzung gelang ihr mit der Nummer <em>In The Stone</em> der kalifornischen Funkgruppe<em> Earth, Wind &amp; Fire</em> ein Bilderbuchstart. 
<h3>Klassiker und „New Standards“</h3>
Das traditionelle Jazzkonzert der Uni-Bigband Bamberg&nbsp; ist längst kein Geheimtipp mehr, weswegen das Audimax am Sonntagabend trotz frostiger Temperaturen draußen gut gefüllt war. „Groovige Rhythmen und swingenden Sound“, versprach Bandleader Dr. Roland Kocina vom Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik. Und das bekamen die Zuschauer auch geboten: Neben der Qualität der Musik war vor allem die musikalische Bandbreite beeindruckend. Natürlich durfte Bob Troups Swing-Standard <em>Route 66</em> ebenso wenig fehlen wie<em> There’s The Rub</em> von Jazz-Koryphäe Gordon Goodwin und seiner Big Phat Band. Vor allem jedoch konnten an diesem Abend seltener gehörte Stücke durchstarten: So kam das Konzert gänzlich ohne die großen Namen der Jazz-Legenden Glenn Miller, Duke Ellington und Benny Goodman aus. Stattdessen spannte Kocina den musikalischen Bogen von klassischem Swing über Funk und Soul bis hin zu Latin Jazz unterschiedlichster Couleur. &nbsp;
<h3>Exotische Klänge und feurige Rhythmen</h3>
Anspruchsvollen Instrumentalstücken von Gordon Goodwin folgten mit <em>Chu Cho</em> und<em> Chega de Saudade</em> lateinamerikanische Rhythmen. Dabei sorgte die agile Percussion- und Rhythmussektion mit Congas, Bongos und Maracas für einen Hauch von feuriger südländischer Lebensfreude.&nbsp; Lässig groovte Kocina zu den energiegeladenen Klängen, wechselte zwischen präzisem, fast klassischem Dirigat und betont legeren Bewegungen aus dem Handgelenk. Zwischen den Stücken gab er sich als versierter, detailverliebter Entertainer, erzählte kleine Anekdoten über Musiker und deren Kompositionen. 
<h3>Glänzende solistische Ausflüge</h3>
Die hohe musikalische Qualität der Bigband zeigte sich vor allem in zahlreichen Solo-Passagen aus allen Sparten des Ensembles, die in kaum einem Stück fehlten. Einer der Höhepunkte war sicherlich Paul Gehrigs furioses Schlagzeugsolo in Louis Primas Evergreen <em>Sing, Sing, Sing</em>. Unter anderem mit den Saxofonisten Sebastian Thienel (Tenorsaxofon) und Oliver Herrmann (Altsaxofon), dem Trompeter Andreas Stieler und dem Gitarristen Norbert Schramm hat die Bigband ausgezeichnete Instrumentalisten in ihren Reihen, die in harmonischer Feinabstimmung geradezu aufblitzten und für ihre Leistung zahlreich mit Szenenapplaus bedacht wurden. Mal weich und warmherzig, mal sirenenhaft laut und klar legten sich die Stimmen der beiden Sängerinnen Rosali Haas und Nicole Wagner über das gewohnt präzise rollende Rhythmusfundament und die kraftvollen Bläsereinschübe. 
Zwei Stunden lang ließ die Uni-Bigband mit blitzsauberen Bläsereinsätzen, E-Gitarrenschnörkeln und perlenden Pianoläufen Kälte und anstehende Prüfungen vergessen. Dazwischen präsentierte die sechsköpfige Jazzcombo mit knackigen Basslines und Saxofon-Soli ihr Können. Kurzum: ein rundum gelungener Abend mit jazziger Vollwertkost vom Feinsten!
<h2>Semesterabschlusskonzert</h2>
Das <a href="http://www.uni-bamberg.de/musikpaed/konzerte/" target="_blank" >Semesterabschlusskonzert</a> des Chors und Orchesters der Universität Bamberg unter der Leitung von Michael Goldbach findet am Samstag, den 11. Februar 2012, um 19:00 Uhr in der Konzerthalle Bamberg statt. <br />Eintritt: 12 € / 6 € ermäßigt – Vorverkauf an den Pforten der Universität K16 und F 21.]]></content:encoded>
			<category>Kultur &amp; Sport</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:22:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Suche nach einer verlorenen Sprache</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/germ-didaktik/news-didaktik-der-deutschen-sprache-und-literatur/erasmus-dozentenaustausch/</link>
			<description>
			  Dozentenaustausch der Deutschdidaktik mit Polen
			  
			   	  
			  
			   Im polnischen Nysa lernen Kinder der polnischen Mehrheit in der Schule die Minderheitensprache Deutsch. Der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur startete eine Kooperation mit einem Besuch vor Ort.</description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Suche nach einer verlorenen Sprache</h1>
			   <h2>Dozentenaustausch der Deutschdidaktik mit Polen</h2> 
			   
			   
			   Im polnischen Nysa lernen Kinder der polnischen Mehrheit in der Schule die Minderheitensprache Deutsch. Der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur startete eine Kooperation mit einem Besuch vor Ort.<hr/>
			   <br/>			   
			   ]]></content:encoded>
			<category>Wissenschaft &amp; Praxis</category>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			<category>Uni international</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:09:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Von der Aufklärung zur Gegenwart und wieder zurück</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/lesung-schlueter/</link>
			<description>
			  Lesung mit Wolfgang Schlüter
			  
			   <br/><hr/>von Philipp Demling<hr/><br/>	  
			  
			   Gespickt mit geschichtlichen Details und doch kein historischer Roman: „Die englischen Schwestern“ von Schriftsteller Wolfgang Schlüter passt in keine Schublade. Im Rahmen der Reihe „Literatur in der Universität“ las der derzeitige Stipendiat der Villa Concordia aus seinem Werk.</description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>Von der Aufklärung zur Gegenwart und wieder zurück</h1>
			   <h2>Lesung mit Wolfgang Schlüter</h2> 
			   <br/><hr/>von Philipp Demling<hr/><br/>
			   
			   Gespickt mit geschichtlichen Details und doch kein historischer Roman: „Die englischen Schwestern“ von Schriftsteller Wolfgang Schlüter passt in keine Schublade. Im Rahmen der Reihe „Literatur in der Universität“ las der derzeitige Stipendiat der Villa Concordia aus seinem Werk.<hr/>
			   <br/>			   
			   Weiß-rot-blau weht der Union Jack im mediterranen Wind. Die helle Mittagssonne bringt die stolze Flagge noch besser zur Geltung. Doch die tatsächliche Situation auf dem britischen Kriegsschiff steht in krassem Widerspruch zu dieser zur Schau gestellten Erhabenheit: Die britische Flotte liegt vor Neapel und hat die „Nausea Nautica“, die Seekrankheit, an Bord. Mit Branntwein und Sauerkraut versuchen die Soldaten, ihre höllischen Kopfschmerzen zu vertreiben. Die Toten werden in ein Segeltuch genäht und, soweit es eben möglich ist, ordnungsgemäß bestattet. Wem die Glieder faulen, der bekommt meist keine Narkose – ohnehin nur in Form hochprozentiger alkoholischer Flüssigkeiten – denn die meisten Soldaten fallen beim Anblick der Säge sowieso in Ohnmacht.
Diese Szenerie stammt aus Wolfgang Schlüters 2010 erschienenen Roman <em>Die englischen Schwestern</em>, aus dem er am 31. Januar im Rahmen der Reihe <em>Literatur in der Universität</em> las. Die englischen Schwestern, das sind zwei Nichten von Benjamin Franklin, dessen politisches und kulturelles Wirken Schlüter neben vielen anderen historischen Anekdoten beschreibt. Es ist das Jahr 1798, die Zeit der Napoleonischen Kriege. Das europäische „Mächtekonzert“ – Großbritannien, das Königreich Neapel, Österreich, Preußen und die Niederlande – versucht, die Auswirkungen der Französischen Revolution einzudämmen oder, besser noch, rückgängig zu machen. Napoléon Bonaparte hatte 35.000 Mann losgeschickt, um vor der Nilmündung gegen die Briten zu kämpfen. Diese schlugen die Flotte des Generals und späteren Kaisers schließlich in die Flucht.
<h3>„Individuelle Erfahrung des Unsagbaren“</h3>
„Die Militärhistorie ist die individuelle Erfahrung des Unsagbaren“, schreibt Wolfgang Schlüter in seinem rund 400 Seiten starken Roman. Das Werk schlägt einen historischen Bogen von der späten Aufklärungszeit bis in die Gegenwart und wieder zurück. Es klärt den Leser darüber auf, welche Spuren vom heutigen Berlin ins „Königreich beider Sizilien“ führen und was eine Glasharmonika mit dem Vesuv gemeinsam hat. Und es erzählt von einem deutschen Landschaftsmaler, der in den Schwefelsümpfen vor Neapel verschwindet.
Ein „gewöhnlicher“ historischer Roman ist Schlüters Buch jedoch nicht. Die Erzählung startet im heutigen Berlin, danach werden immer wieder neue Erzählstränge als scheinbar authentische historische Zeugnisse eingewoben, die in anderen Epochen spielen, etwa Berichte der Harmonika-Spielerin Marianne Kirchgeßner, die über 200 Jahre lang lebte. Außerdem werden die historischen Kulissen immer wieder von detaillierten Charakterstudien durchbrochen.
<h3>Die Lady und ihre „Boudoir-Diplomatie“</h3>
Eine dieser Charakterstudien las Schlüter im Raum 025 der U2 vor: In die Erzählung von der misslichen Lage der britischen Kriegsflotte vor Neapel mischte er eine kenntnisreiche Darstellung von Lady Emma Hamilton, der damaligen Mätresse des britischen Admirals Horatio Nelson, und ihrer „Boudoir-Diplomatie“: Durch „Einflüsterungen, Bitten und kalkulierten Tränenfluss“ beeinflusste sie etliche Entscheidungen des legendären britischen Seehelden.
„Wie lange haben Sie denn gebraucht, um alle diese geschichtlichen Fakten zu recherchieren?“ fragte eine Studentin im Anschluss an die rund einstündige Lesung. „Ich hab` da ein bisschen was dazu gelesen“, antwortete der Schriftsteller bescheiden. Besonders hilfreich sei eine Dissertation zum Thema <em>Lady Hamiltons Attitüden</em> von Ulrike Ittershagen gewesen, gab der Autor seinem Publikum einen Buchtipp mit auf den Heimweg. Für diese Attitüden, also für die Darstellung antiker Kunstwerke als „lebende Bilder“, war Lady Hamilton europaweit berühmt. Erneut zum Leben erweckt wurden sie nun durch Schlüters Lesung an der Universität Bamberg. 
<h2>Zum Autor</h2>
Wolfgang Schlüter, Jahrgang 1948, studierte in Hamburg, Berlin und Wien Musikwissenschaft und Philosophie. Seit 1994 arbeitet er als freier Autor und Übersetzer englischer Belletristik. Im April 2011 kam er als Stipendiat des Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia nach Bamberg. „Wir wollten Wolfgang Schlüter schon letzten Sommer zur Lesung einladen“, erklärt Prof. Dr. Friedhelm Marx, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft. „Damals hat es leider nicht geklappt – umso erfreulicher, dass er heute für uns liest.“ Der Universität sei der Autor auch in anderer Weise verbunden: Erst kürzlich teilte er in einem Seminar zum Thema „Kreatives Schreiben“ seine Erfahrungen mit studentischen Jungautorinnen und -autoren.&nbsp;&nbsp; ]]></content:encoded>
			<category>Kultur &amp; Sport</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 16:17:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>In Franken daheim – in der Welt zuhause</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/portraet-schuetz/</link>
			<description>
			  Psychologin Astrid Schütz im Porträt
			  
			   <br/><hr/>von Andrea Lösel<hr/><br/>	  
			  
			   Im April 2011 ist Astrid Schütz dem Ruf an die Universität Bamberg gefolgt – zurück an die Universität ihrer Studienzeit, Promotion und Habilitation. Über den Dächern Bambergs spricht sie darüber, wie nah Praxis und Theorie beieinander liegen und wie aus Verwunderung gelegentlich herausfordernde Forschungsprojekte entstehen.  </description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1>In Franken daheim – in der Welt zuhause</h1>
			   <h2>Psychologin Astrid Schütz im Porträt</h2> 
			   <br/><hr/>von Andrea Lösel<hr/><br/>
			   
			   Im April 2011 ist Astrid Schütz dem Ruf an die Universität Bamberg gefolgt – zurück an die Universität ihrer Studienzeit, Promotion und Habilitation. Über den Dächern Bambergs spricht sie darüber, wie nah Praxis und Theorie beieinander liegen und wie aus Verwunderung gelegentlich herausfordernde Forschungsprojekte entstehen.  <hr/>
			   <br/>			   
			   Die schmucke Villa Remeis mit gelber Fassade und blauen Fensterläden ragt hinter Prof. Dr. Astrid Schütz in den Himmel. Vor ihr breiten sich die Dächer der Stadt Bamberg aus. Sie lässt den Blick vom Dom bis zum Michelsberg gleiten – ein Stück weiter hinten schimmert das Blau der Regnitz. Im April 2011 übernahm Schütz den Lehrstuhl für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität Bamberg – eine Rückkehr zu den Wurzeln, denn sie ist eine waschechte Fränkin: „Ich bin in Würzburg geboren, in Nürnberg aufgewachsen und habe anfangs in Erlangen und dann in Bamberg studiert, promoviert und habilitiert.“
Im Garten der Villa Remeis stand die Professorin schon als kleines Mädchen an der Hand ihrer Bamberger Großmutter. Noch heute unternimmt sie gelegentlich Spaziergänge mit ihrer Familie dorthin, auf eine Tasse Kaffee oder heißen Granatapfelsaft mit Honig. „Den Blick auf die verwinkelten Gassen und die roten Ziegeldächer vermisse ich, wenn ich längere Zeit anderswo bin“, sagt sie. Sie war und ist privat wie beruflich gerne unterwegs – und kehrt ebenso gerne wieder nach Hause zurück. 
<h3>Forschungsergebnisse für die Praxis nutzen</h3>
Doch nicht nur schöne Erinnerungen, auch berufliche Gründe haben Astrid Schütz wieder nach Bamberg gezogen. Zusammen mit der Leitung des Lehrstuhls wurde ihr die Verantwortung für das <a href="http://www.uni-bamberg.de/perspsych/leistungen/transfer/kompetenzzentrum-kap/" target="_blank" >Kompetenzzentrum für Angewandte Personalpsychologie (KAP)</a> übertragen, was für Astrid Schütz einen Teil des „sehr guten Angebots“ der Universität Bamberg ausmacht. Theorie und Praxis stärker verbinden – so lautet das Motto der Psychologin. „Das KAP ermöglicht genau das“, davon ist sie überzeugt: Es soll Einzelpersonen und Unternehmen Dienstleistungen anbieten, damit diese ihre Mitarbeiter effizienter auswählen, deren Potential besser erkennen und entsprechend weiterentwickeln können. 
Noch arbeiten Schütz und ihre Mitarbeiter hinter verschlossenen Türen. Im Sommersemester soll das KAP dann eröffnet werden und auch die ersten Aufträge sind bereits eingegangen. „Wir konzipieren ein Assessment-Center für das Klinikum Nürnberg Nord und haben ein Projekt mit der Lufthansa“, berichtet sie. Mit Kollegen entwickelte sie einen Test zu emotionaler Intelligenz. Dieser wird in einem Pilotprojekt bei der Auswahl von Flugbegleitern und Führungskräften eingesetzt. 
<h3>Fachwissen für eine breitere Öffentlichkeit</h3>
Astrid Schütz betreibt Grundlagenforschung, etwa zur Bedeutung von Persönlichkeitsunterschieden in sozialen Interaktionen. Sie will diese Forschungsergebnisse aber auch an die Öffentlichkeit bringen und für die Arbeitswelt nutzbar machen. So ist sie Mitherausgeberin des <em>Journal of Individual Differences</em> und hat für zahlreiche internationale Fachzeitschriften Beiträge verfasst – aber auch drei Bücher für ein breites Publikum, teils in Kooperation mit Kollegen: <em>Je selbstsicherer, desto besser?</em> sowie <em>Positives Denken</em> und <em>Stressbewältigung am Arbeitsplatz</em>. Ihr Ziel ist es, „wissenschaftlich abgesicherte Ergebnisse so aufbereiten, dass sie jeder verstehen kann“.
Häufig stand Verwunderung oder Ärger am Beginn ihrer Forschungsprojekte. So auch beim Thema positives Denken: „Motivationstrainer bringen oft&nbsp; Phrasen wie ‚Jeder kann alles schaffen, wenn er daran glaubt‘“, erklärt Schütz. „Doch was davon stimmt wirklich und ist wissenschaftlich abgesichert?“ Gemeinsam mit einem Kollegen hat sie darum Forschungsergebnisse ausgewertet und sie mit Anekdoten und Beispielen illustriert. „Optimismus hat neben den bekannten Vorteilen auch bislang kaum beachtete Schattenseiten!“, fasst Schütz ihre Studien prägnant zusammen: „Selbstüberlastung, Unterschätzung von Risiken und soziale Konflikte sind mögliche Probleme.“
<h3>Hinaus in die Welt</h3>
Schütz‘ Anspruch, nicht im vielzitierten Elfenbeinturm zu arbeiten, spiegelt sich auch in zahlreichen Forschungsaufenthalten wider, die sie oft in die Ferne führten, in den Anfangsjahren vor allem in die USA. Bereits im Studium war sie „immer mal weg“, zum Praktikum in Schottland, später mit einem Fulbright-Stipendium für ein Jahr im amerikanischen Süden, an der University of Alabama. Ronald Reagan war zu diesem Zeitpunkt Präsident. „Ein herausragender Selbstdarsteller“, erinnert sich die Psychologin. Ihre Beobachtungen zu seinem Auftreten bildeten unter anderem die Grundlage für ihre Dissertation <em>Selbstdarstellung von Politikern. Analyse von Wahlkampfauftritten</em>. 
Nach ihrer Promotion war Astrid Schütz als Stipendiatin der Humboldtstiftung für zwei Forschungsaufenthalte insgesamt 15 Monate wieder in den USA, diesmal mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. „Das war eine wichtige Weichenstellung für mein Leben: Ich hatte die Gelegenheit, mit mehreren sehr renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu forschen und zu publizieren. Das hat mich nachhaltig geprägt.“ 
Wo die USA einst unangefochtene Spitze war, hat Europa in den letzten Jahrzehnten aufgeholt: „Mittlerweile ist europäische psychologische Forschung stark vernetzt und in mancherlei Hinsicht wegweisend geworden“, weiß Schütz zu berichten. Sie unterhält viele Kontakte in die USA und kooperiert daneben mit Forschern in europäischen Ländern wie Griechenland, Spanien, England und Portugal – im vergangenen Jahr war sie Gastgeberin für einen Humboldt Post-Doc aus der Türkei.
<h3>Der Kreis schließt sich</h3>
Die vergangenen zwölf Jahre hat Schütz vornehmlich an der TU Chemnitz verbracht, wo sie Professorin für Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik war. „Es war eine tolle Erfahrung, in Chemnitz das Institut für Psychologie mit aufzubauen. Spannend waren auch Kooperationen mit Kollegen aus naturwissenschaftlichen und technischen Disziplinen“, fasst sie ihre Zeit dort zusammen. In Bamberg weiß sie vor allem den Teamgeist und das angenehme Klima zu würdigen: „Die Verwaltung unterstützt uns enorm, wenn es darum geht, neue Ideen in Forschung und Lehre zu verwirklichen“, sagt sie. Auch die kurzen Wege schätzt sie sehr: Den Weg von ihrem Zuhause in der Gartenstadt zu ihrem Büro im Marcus-Haus etwa legt sie mit dem Rad zurück. 
<h2>Antrittsvorlesung</h2>
Astrid Schütz hält ihre Antrittsvorlesung zum Thema <em>&quot;Think positive!?&quot; - Selbstwahrnehmung und Emotionsregulation als Schlüsselkompetenzen in Beruf und Privatleben</em> am Dienstag, den 7. Februar 2012, um 19:00 Uhr c.t. im Marcus-Haus, Hörsaal M3/232N. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung!]]></content:encoded>
			<category>Wissenschaft &amp; Praxis</category>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			<category>Uni international</category>
			<category>Startseite</category>
			<category>Porträts</category>
			
			<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 14:23:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title> Gefällt mir · Kommentieren · Teilen</title>
			<link>http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/artikel/ein-monat-facebook/</link>
			<description>
			  Der erste Monat der Universität auf Facebook
			  
			   <br/><hr/>von Regina Neumann<hr/><br/>	  
			  
			   1.325 gefällt das. 284 sprechen darüber. 69 waren hier: Warum die Otto-Friedrich-Universität nun auch eine Facebook-Seite hat, was sie dort tut und weshalb ein „Shitstorm-Frühwarnsystem“ auf der Wunschliste steht.</description>			   
			   <content:encoded><![CDATA[
			   <h1> Gefällt mir · Kommentieren · Teilen</h1>
			   <h2>Der erste Monat der Universität auf Facebook</h2> 
			   <br/><hr/>von Regina Neumann<hr/><br/>
			   
			   1.325 gefällt das. 284 sprechen darüber. 69 waren hier: Warum die Otto-Friedrich-Universität nun auch eine Facebook-Seite hat, was sie dort tut und weshalb ein „Shitstorm-Frühwarnsystem“ auf der Wunschliste steht.<hr/>
			   <br/>			   
			   „Endlich live! Ab heute kann uns jeder sehen :-)“, so lautete vor genau einem Monat das erste offizielle Posting der Universität Bamberg auf Facebook. Die Einträge zuvor hatte niemand sehen können, der nicht dem sechsköpfigen Redaktionsteam angehörte. Gespannt fieberten dessen Mitglieder vor den Bildschirmen mit, lasen die Begrüßungspostings der anderen universitären oder universitätsnahen Facebook-Seiten. Sie waren am Ende des ersten Tages begeistert über knapp 500 Fans, also über Nutzer, die auf den „Gefällt mir“-Knopf geklickt haben. Mittlerweile sind es 1.384 Fans, 284 von ihnen haben Kommentare hinterlassen und 69 haben sich per Handy vor Ort „eingeloggt“. 
<h3>Uni Bamberg goes facebook - ein langer Weg</h3>
„Wir waren alle unglaublich gespannt, was passieren wird, und sind nun sehr zufrieden mit dem Start“, erzählt Florian L. Mayer vom Institut für Kommunikationswissenschaft, der Projektleiter des Facebook-Auftrittes der Universität. Online sichtbar ist die Seite seit dem 5. Januar 2012, der Grundgedanke entstand aber bereits im Jahr 2009, als man darüber diskutierte, wie sich die Universität Bamberg in den Social Media präsentieren könnte. 
Eine konkrete Gestalt bekam die Idee in einem Seminar des Master-Studiengangs Kommunikationswissenschaft, in welchem Social-Media-Konzepte für die Universität entwickelt wurden. „Die Studierenden leisteten in diesem Seminar wichtige Vorarbeit“, bemerkt Mayer. Zusammen mit dem Dezernat Z/KOM - Kommunikation &amp; Alumni entwickelten sie eine Kommunikationsstrategie, die auch die Universitätsleitung überzeugte. 
Bevor jedoch die Universität ihre Facebook-Seite veröffentlichen konnte, mussten erst noch verschiedene universitäre Einrichtungen ins Boot geholt und viele Vorurteile und Bedenken aus dem Weg geräumt werden – Wer ist für die Inhalte verantwortlich? Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? „Dass wir diesen Weg nicht bedenkenlos gehen konnten, war der Universitätsleitung von Anfang an ebenso klar wie die Tatsache, dass wir diesen Weg gehen müssen, wenn wir die Studierenden und andere Interessierte erreichen wollen“, bringt Präsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert den pragmatischen Beschluss der Universitätsleitung auf den Punkt. „Es ist doch wie im richtigen Leben: Nur weil man die Unfallstatistik kennt, schließt man sich ja auch nicht in der Wohnung ein und geht nicht mehr auf die Straße. Wir verfolgen das Projekt mit Sympathie und großem Interesse.“
<h3>„Die Studierenden dort abholen, wo sie aktiv sind“</h3>
Das Online-Angebot soll gezielt Studierende ansprechen. Denn obwohl die Universität bereits viele Medien – teils auch kostenintensive – einsetzt (z.B. die Universitätsmagazine <a href="http://www.uni-bamberg.de/uni-publikationen/unikat/" target="_blank" >uni.kat</a>, <a href="http://www.uni-bamberg.de/uni-publikationen/univers-forschung/" target="_blank" >uni.vers Forschung</a>, <a href="http://www.uni-bamberg.de/uni-publikationen/univers-studium/" target="_blank" >uni.vers Studium</a> oder die <a href="http://www.uni-bamberg.de/kommunikation/news/" target="_blank" >Uni Bamberg News</a>), werden manche davon von den Studierenden kaum genutzt. „Eine Umfrage ergab, dass diese Medien häufig nicht einmal bekannt sind“, so Mayer. „Mit Facebook holen wir die Studierenden dort ab, wo sie aktiv sind.“ Neben dieser primären Zielgruppe spricht die Universität aber auch alle anderen Universitätsangehörigen an, Studieninteressierte und Alumni, Medienvertreter und Freunde der Universität. 
<h3>Siezen oder Ihrzen?</h3>
Neben solchen zentralen Fragen – also Fragen nach den Hauptzielgruppen, Inhalten und Themen – mussten auch unzählige Details entschieden werden: Wie oft sollen Beiträge erscheinen? Sollen die User gesiezt oder geihrzt werden? Aktuell gibt es zwischen fünf und zehn Mal pro Woche Veranstaltungsempfehlungen, Nachberichterstattungen und Informationen, die das Studium betreffen. Bilderrätsel, Rubriken wie <em>Wusstet ihr scho</em><em><em>n …</em>?</em> und <em>Kennt ihr schon</em><em><em> …</em>?</em> bieten Wissenswertes und Unterhaltsames über den Uni-Alltag und laden zum Posten, Kommentieren und Raten ein. Für das „Sie-oder-Ihr-Problem“ fand sich übrigens ein eleganter Mittelweg, erläutert Mayer: „Werden alle angesprochen, ihrzen wir; antworten wir einem User direkt, wird gesiezt.“ 
<h3>„Social Media lebt vom Dialog“</h3>
Facebook bietet den Studierenden eine Plattform, um zu interagieren und mit der Universität in Dialog zu treten. Hinter dem Facebook-Auftritt verbirgt sich das Redaktionsteam: Florian Mayer, die Leiterin&nbsp;und die Medien- und Newsverantwortlichen des Dezernats Z/KOM sowie zwei studentische Hilfskräfte. Diese verbringen im Moment „gefühlte 24 Stunden“ mit Facebook. „Das hat sich zwar schon etwas gebessert, aber selbst wenn wir gerade nicht vor dem Bildschirm sitzen: Im Kopf sind wir fast die ganze Zeit auf der Facebook-Seite eingeloggt“, erzählen die beiden Hiwis. Kommentare und Postings sind ausdrücklich erwünscht und werden auch nicht zensiert, denn es sei am wichtigsten, dass die Seite lebendig ist. „Social Media lebt vom Dialog“, so der Projektleiter Mayer. 
Einen respektvollen Umgang miteinander regelt die <a href="http://www.facebook.com/UniBamberg?sk=app_137224166346644" target="_blank" >Netiquette</a>, eine Art Verhaltenskodex für Online-Seiten. „Obwohl es bereits einzelne witzige und hilfreiche Reaktionen zum Facebook-Auftritt gab, würden wir uns über noch mehr Feedback sehr freuen“, erklärt Tanja Eisenach, kommissarische Leiterin des Dezernates für Kommunikation. „Nur so können wir unseren Auftritt verbessern und unseren Fans die Postings liefern, die sie lesen wollen.“
<h3>Ein „Shitstorm-Frühwarnsystem“ muss noch erfunden werden</h3>
„Ich finde es wichtig, dass auch Problemthemen nicht unter den Tisch fallen und diskutiert werden können, beispielsweise die Studienbedingungen an der Universität“, so Florian Mayer. Natürlich sei man sich bewusst, dass solche Themen eine Sturmflut aufgebrachter Reaktionen auslösen können – die Kehrseite von Kommunikation in Echtzeit. Deshalb würde sich Mayer ein „Shitstorm-Frühwarnsystem“ wünschen. Shitstorm nennt man das Phänomen, wenn sich auf einer Internetseite in großer Menge Kritik entlädt – sachliche und unsachliche. „Wenn es so etwas gäbe, könnten wir Administratoren unsere Facebook-Pausen ein bisschen sorgenfreier gestalten“, lacht Mayer. Für den Notfall liege aber auch ein Krisenkommunikationskonzept parat, erklärt Tanja Eisenach. 
Bis jetzt sei aber alles sehr zufriedenstellend und fair gelaufen, sind sich Mayer und Eisenach einig. Auch die beiden studentischen Hilfskräfte sind zufrieden mit der Entwicklung der Fanzahlen: „Wir würden uns natürlich freuen, wenn noch mehr dazu kommen – bei 12.400 Studierenden sehen wir Entwicklungspotenzial.“
<h2>Weitere Informationen</h2>
Den Facebook-Auftritt der Universität finden Sie unter: <a href="http://www.facebook.com/UniBamberg" target="_blank" >www.facebook.com/UniBamberg</a>
Anregungen, Feedback, Veranstaltungstipps und Themenvorschläge können auch direkt an die Facebook-Redaktion geschickt werden: <a href="http://www.facebook.com/UniBamberg" target="_blank" class="mail" >facebook@uni-bamberg.de</a>]]></content:encoded>
			<category>Reportagen &amp; Hintergründe</category>
			<category>Wissenschaft &amp; Praxis</category>
			<category>Lehre &amp; Studium</category>
			<category>Service &amp; Verwaltung</category>
			<category>Ehemalige &amp; Alumni</category>
			<category>Startseite</category>
			
			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 23:23:00 +0100</pubDate>
			
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