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Deloitte.Mittelstandsinstitut erforscht Erfolgsfaktoren für den Mittelstand

Von Eva-Maria Spreitzer

Rektor Godehard Ruppert (links) und Wolfgang Becker freuen sich über die neue Kooperation mit der Wirtschaft (Bilder: Julian J. Rossig)

„Die Praxisrelevanz stetig steigern“: Wolfgang Becker erläutert die Arbeitsziele des Instituts

Agieren mittelständische Unternehmen anders als Aktiengesellschaften und Großkonzerne? Und wenn dem so ist, nach welchen Mechanismen lassen sich diese Unterschiede gezielt verbessern oder beurteilen? Das am 15. Mai neu gegründete Deloitte.Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg will genau das eingehend erforschen: den Mittelstand und seine speziellen Charakteristika.

Professor Dr. Dr. habil. Wolfgang Becker vom Lehrstuhl für Unternehmensführung und Controlling konnte in enger Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche GmbH am 15. Mai das Deloitte.Mittelstandsinstitut an der Universität Bamberg feierlich eröffnen. „Oftmals wird beklagt, dass die Praxis zu wenig an Universitäten repräsentiert wird“, führte Becker vor der Geschäftsleitung des Kooperationspartners Deloitte & Touche GmbH und seinen Studierenden aus, „doch mit einem Projekt wie dem Mittelstandsinstitut kann diese Behauptung an unserer Universität nun nicht mehr aufrecht erhalten werden.“ Rektor Professor Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert sah in der neuen Partnerschaft Synergien für beide Seiten: „Durch das Mittelstandsinstitut kann die Wirtschaft wertvolle Kompetenzen der Lehre und umgekehrt abrufen. Eine Zusammenarbeit, die für beide Seiten wichtige Erkenntnisse bringen wird.“

„Megathemen“ der Zukunft herausfinden

Die Vision von Deloitte ist es, enger verzahnt mit der Wissenschaft zusammenzuarbeiten und auf diese Weise die „Megathemen“ von morgen gemeinsam zu erkennen, wie es Professor Dr. Wolfgang Grewe, Sprecher der Geschäftsführung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, erläuterte. Doch auch die Definition des Untersuchungsgegenstandes „Mittelstand“ wird Diskussionen aufwerfen und ein thematischer Ausgangspunkt für das Institut sein. Die Wissenschaft tue sich oft schwer mit einer einheitlichen Definition, so Wolfgang Becker. „Sind es nun mehr die qualitativen Merkmale oder die bloßen quantitativen Kennzeichen, die den Mittelstand von Großkonzernen unterscheiden? Das sind die Themen, die nun an der Universität Bamberg erforscht werden sollen“, gab Becker Einblicke in seine zukünftigen Arbeitsschwerpunkte.

Zielgenaue Lösungen

Zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern und studentischen Hilfskräften will der neue wissenschaftliche Direktor echte Lösungen für den Mittelstand finden, die exakt auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt sind: Anhand von Panelforschung sollen Erfolgsfaktoren herausgearbeitet werden. „Trotz der unabhängigen Struktur des Deloitte.Mittelstandsinstituts, das sich über Drittmittel finanziert, werden mit Deloitte während der Forschung enge wechselseitige Abstimmungen getroffen, um die Praxisrelevanz stetig zu sichern“, sagte Becker. Seine Studierenden sind jedenfalls auf die Ergebnisse ebenso gespannt wie der wissenschaftliche Direktor selbst.

News Sommersemester 2007 vom 23.05.07