Dritte Zeugnisübergabefeier der Fakultät WIAI
WIAI-Gründungsdekan Elmar J. Sinz überreichte zum dritten Mal Absolventen ihre Diplom-Zeugnisse. Und machte Mut: Weil Unternehmen Schwierigkeiten hätten, die neuen BA- und MA-Abschlüsse einzuordnen, könnten Diplomabschlüsse beim Start ins Berufsleben von Vorteil sein.
Zum nun bereits dritten Mal erhielten die Absolventen und Absolventinnen der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) in feierlichem Rahmen ihre Diplomzeugnisse. Zusammen mit anderen Fakultätsprofessoren konnte Gründungsdekan Prof. Dr. Elmar J. Sinz am 4. Dezember 20 Diplomanden des vergangenen Sommersemesters das Abschlusszeugnis überreichen und sie somit offiziell ins Berufsleben entlassen. Für die Statistik: Die Durchschnittsnote betrug 2,25 und die durchschnittliche Studiendauer 10,76 Semester.
In seiner Festrede erinnerte der Dekan an die gewaltigen Umbrüche innerhalb des deutschen Bildungssystems (Stichwort Bologna). Den Alumni und Alumnea versicherte er jedoch, dass ein universitäres Diplom trotz der neuen Studienabschlüsse auch langfristig seinen Stellenwert behalte. "Ein Diplomabschluss könne sogar von Vorteil sein, weil Unternehmen Schwierigkeiten mit der Einordnung der neuen Bachelor- und Masterabschlüsse haben", betonte Sinz. Die interdisziplinäre Ausbildung der Fakultät WIAI stelle in jedem Fall ein gutes Rüstzeug für die Zukunft der Absolventen dar.
Eine besondere Stellung nehme in diesem Zusammenhang auch die Vernetzung innerhalb des Hochschulsystems ein. "Diese Vernetzungen, nicht nur der Universitäten, sondern auch der Absolventen, sind sinnvoll und notwendig. Deshalb fordere ich Sie auf, sich über diesen Tag hinaus mit uns zu vernetzen!", so der Dekan. Die Absolventen mögen Botschafter für die ?Marke? Universität Bamberg sein, diese nicht nur weiterempfehlen, sondern auch auf materielle und immaterielle Weise fördern.
In seiner Dankesrede im Namen der Absolventen würdigte Lukas Carlé vor allem die regen und interessanten Diskussionen sowohl im Hauptstudium als auch im Rahmen der Diplomarbeit. Neben dem Erlernten gebe das Studium aber noch etwas sehr Wichtiges mit: "Einen Schatz kann uns niemand mehr nehmen, und das sind Freunde, die wir gefunden haben, und Kontakte, die wir knüpfen konnten."
Inwieweit der Abschluss als Diplom-Wirtschaftsinformatiker oder -informatikerin im Berufsleben hilfreich sein wird, muss sich freilich noch zeigen. Ein positives Beispiel ist Andreas Hart, der seit vier Monaten als Quality-Manager bei Microsoft in Zürich tätig ist und dem die Ausbildung an der Fakultät WIAI beim Sprung ins kalte Wasser geholfen hat. Ohne Erfolg verlief dagegen bisher die Jobsuche für Katrin Wabra, die jetzt durch eine stärkere Ausrichtung auf betriebswirtschaftliche Aspekte ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen will. Die bisherigen Praktika-Erfahrungen zeigten ihr jedoch, dass das Studium in Bamberg eine gute Basis bildet, auf der man im Berufsleben aufbauen kann.
News Wintersemester 2004/2005 vom 14.12.04