Das Studium der Lehrämter in Bamberg

Die Lehrerbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsangebots der Universität Bamberg (Foto: olly/Fotolia).
Das Studium für ein Lehramt an Schulen unterscheidet sich vom Fach-Bachelor in einigen Bereichen erheblich. Zwar studiert man auch hier in Modulen, aber zum Referendariat wird man in Bayern nur mit bestandenem erstem Staatsexamen zugelassen. Die Staatsexamensnote wird zu 40 Prozent während des Studiums in Form von Modulleistungen erworben. 60 Prozent der Note errechnet sich aus den Prüfungsleitungen im Staatsexamen.
Berufswissenschaften haben eine große Bedeutung
Etwas anders verhält es sich beim BA/MA-Studiengang Berufliche Bildung/Fachrichtung Sozialpädagogik, der mit einem Bachelor of Education beziehungsweise einem Master of Education abschließt. Das erfolgreich abgeschlossene Masterstudium eröffnet hierbei den Weg zum Referendariat an beruflichen Schulen, das wiederum mit einer Staatsprüfung beendet wird. Die Kompetenz einer Lehrkraft fußt auf profunden Sachkenntnissen in ihren Unterrichtsfächern. Ihr Lehrerfolg hängt aber von ihrer Sicherheit in den Methoden der Wissensvermittlung und von ihren diagnostischen Fähigkeiten ab. Deshalb nehmen die erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Studien in allen Lehramtsstudiengängen einen breiten Raum ein. In diesem auch „Berufswissenschaften“ genannten Bereich kann unter anderem die Zulassungsarbeit zum Staatsexamen angefertigt werden.
Die Möglichkeit einer solchen vertieften Auseinandersetzung mit professionswissenschaftlichen Fragestellungen ist auch für Studierende des Masterstudiengangs Berufliche Bildung/ Fachrichtung Sozialpädagogik gegeben, da die Master-Thesis auch im Bereich EWS/Berufspädagogik verfasst werden kann; die Bachelor-Arbeit hingegen erstellen die Studierenden im Bereich der Beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik.
Praktika bereiten auf Lehrerberuf vor
Bereits vor und während des Studiums sollen Praktika auf den späteren Beruf vorbereiten beziehungsweise Entscheidungshilfen zur endgültigen Berufswahl bieten. Zu dieser Vorbereitung zählt die Orientierung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen, der Einblick in betriebliche Abläufe in der Wirtschaft, das Kennenlernen der pädagogisch-didaktischen Aufgaben von Lehrkräften sowie die fachdidaktische Planung und Analyse von Unterrichtseinheiten anhand eigener Lehrproben.
Lehramtsstudierende sind also keineswegs Studierende in einem Fach – etwa Deutsch –, die eben später einmal als Lehrerinnen und Lehrer arbeiten. Vielmehr werden sie zu Fachleuten für Unterricht ausgebildet. Dies setzt breite Interessen, hohes Engagement und die Fähigkeit zur Selbstorganisation voraus, denn im Lehramtsstudium muss man sich in mehrere verschiedene Fachkulturen einleben.
Wer ein Lehramt anstrebt, muss also bereits für das Studium eine ganz spezifische Eignung vorweisen, um erfolgreich zu sein. Der Lehrerberuf selbst erfordert neben Fach- und Sachkenntnissen auch persönliche Kompetenzen und Fähigkeiten, die nicht explizit Gegenstände der Ausbildung sind, beziehungsweise sein können. Die Lehrerbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungsangebots der Universität Bamberg. Die an ihr beteiligten Fächer kooperieren eng in Fragen der Qualitätssicherung und Verbesserung der Lehrerbildung. Das Bamberger Zentrum für Lehrerbildung ist darüber hinaus Ansprechpartner für Studierende der Lehrämter hinsichtlich der Koordinierung der Studiengänge und der Durchführbarkeit von Studienplänen.
Weitere Informationen zum Lehramtsstudium finden Sie auf den Internetseiten des Bamberger Zentrums für Lehrerbildung.
Der Artikel ist dem aktuellen Universitätsmagazin uni.vers Modern studieren im Welterbe entnommen. Lesen Sie HIER weiter und mehr.
News & Pressemitteilungen vom 31.08.12