Bamberger Studierende steigen mit PRAGMA e. V. in die Politikberatung ein

Das Pragma-Angebot: Wahlkampf mit verlässlichen Daten über Wünsche der betroffenen Menschen (Bild: ©heifisch, Pixelio)

Sie suchen weitere Mitstreiter, um ein noch professionelleres Paket anbieten zu können: Pragma-Vorstand (v.l.) Jan-Eric Blumenstiel, Johannes Kimmel, Daniel Frerichs (Bild: Michael Meyer)
Die Universität Bamberg als idealer Ausbildungsort
„Neben den methodischen Studieninhalten konnten wir nicht zuletzt auch von unserem verwaltungswissenschaftlichen Studium profitieren, das wir ebenfalls hier in Bamberg gelehrt bekommen. Dies hat uns für die Praxis mit dem nötigen Hintergrundwissen über Kommunalpolitik, sowie über das Berufsleben im öffentlichen Dienst und in der Politik ausgestattet“, so Frerichs weiter. Die Verwaltungswissenschaft ist, wie die methodische Ausbildung, ein Schwerpunkt und ein Aushängeschild des Politikstudiums in Bamberg und wird in dieser Intensität nur an wenigen Universitäten angeboten.
Diese Qualifikationen und ein wissenschaftliches Konzept verschaffen PRAGMA eine sehr gute Position in Auftragsverhandlungen. „Das ist der Unterschied unserer Arbeit zu herkömmlicher Politikberatung. Wir sorgen dafür, dass Wahlkämpfe nicht mehr aus dem Bauch heraus, sondern auf einer analytisch-empirischen Basis geführt werden, indem wir beispielsweise Wählerbefragungen durchführen, und, mit diesen als Grundstock, ein vollständiges Paket aus Beratung und Unterstützung bei politischen Strategieentscheidungen anbieten können. Durch diesen Kompetenzvorsprung ist eine auf den Wähler zielgerichtete Kampagnenplanung möglich“, beschreibt Jan-Eric Blumenstiel, stellvertretender Vorsitzender, die Herangehensweise. Die Hauptleistung von PRAGMA ist daher auch nicht unbedingt die Umfrage an sich, sondern vor allem die maßgeschneiderte und bedarfsgerechte Beratung. So geschehen im letzten bayerischen Kommunalwahlkampf, bei dem im Rahmen des ersten großen Projekts ein Kandidat erfolgreich unterstützt werden konnte.
Zwar ist es PRAGMA nicht erlaubt, aufwändige Arbeiten – wie telefonische Umfragen – mit universitärer Ausstattung durchzuführen. „Nichtsdestotrotz haben wir von Anfang an große Zustimmung und Unterstützung von Universitätsangehörigen erfahren und können uns immer an die Mitarbeiter von BACES wenden, wenn wir fachliche Unterstützung benötigen“, sagt Johannes Kimmel, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender.
Nach vielen Anschreiben an mögliche Auftraggeber und ähnlichem Kontaktaufbau, beispielsweise während diverser Praktika oder über den eigenen Internetauftritt, konnte sich PRAGMA mittlerweile auch bundesweit einen Namen machen. Dabei kommt ihnen die Mund-zu-Mund-Propaganda zufriedener Kunden zugute. Für die am 28. September 2008 stattfindende Landtagswahl in Bayern konnte dadurch bereits ein Auftrag verbucht werden. Darüber hinaus laufen momentan Verhandlungen über Wahlkampfberatungsprojekte in Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Für den Sommer ist überdies ein großes Evaluationsprojekt geplant.
Das große Ziel der Bamberger Politikberater ist es, ein empirisch fundiertes Gesamtkonzept inklusive Pressearbeit und Wahlkampfmaterial anbieten zu können. Denkbar sind zusätzlich Diskussionsrunden und Medienanalysen, um dem Auftraggeber verlässliche Daten über die Stimmung in der Wählerschaft liefern zu können. Um derartige Projekte zu realisieren, werden noch weitere Interessierte zur Unterstützung gesucht. Neben Studierenden der Sozialwissenschaften wären besonders Kommunikationswissenschaftler und Informatiker gern gesehene Mitstreiter, um das Beratungsangebot ausweiten zu können.
Auch wenn Frerichs, Blumenstiel, Kimmel und Co. abschlussbedingt in absehbarer Zukunft ausscheiden müssen, soll PRAGMA weiter an der Universität Bamberg erhalten bleiben. So können dann auch nachfolgende Studentenjahrgänge ihre methodisch-wissenschaftlichen Kenntnisse in der Praxis anwenden und sich auf das Berufsleben optimal vorbereiten. Für die Zukunft sind schon dementsprechende Projekte, wie Workshops oder ähnliche Fortbildungsmöglichkeiten für Studierende, geplant.
Wer sich weiter über die Arbeit von PRAGMA oder Unterstützungsmöglichkeiten informieren möchte, kann dies über den Internetauftritt
http://www.pragma-beratung.de/ tun.
Uni-Bamberg News vom 05.06.08