Er ist längst ein unverzichtbares Instrument bei Finanzierung, Rating und Kooperationen: der Businessplan. Ein von Bamberger Studierenden erarbeitetes Geschäftskonzept wurde auch dieses Jahr wieder beim Businessplan-Wettbewerb Nordbayern ausgezeichnet.
Ein Team von Studierenden der Universität Bamberg gehörte zu den Siegern beim diesjährigen Businessplan-Wettbewerb Nordbayern (BPWN). Im Rahmen eines externen Consulting-Projektes waren sie damit beauftragt, für die Bamberger Firma ?BMS International GmbH? einen Businessplan zu entwerfen. Mit ihm will die Firma in Zukunft Kapitalgeber für ihre strategische Neustrukturierung gewinnen.
Unverzichtbares Instrument: der Businessplan
Wo immer es um Finanzierung, Rating, Kooperationen und Partnerschaften, Unternehmensplanung und Kontrolle von neuen Geschäftsbereichen geht: Der Businessplan ist heute zum unverzichtbaren Instrument geworden. Dem trägt der Lehrstuhl von Prof. Dodo zu Knyphausen-Aufseß Rechnung. Im Rahmen des Gründerseminars bietet er Studierenden die Möglichkeit, unter Anleitung von Doktoranden des Hochschul-Programms EXIST-HighTEPP (s.u.) Businesspläne für eigene oder fremde Geschäftskonzepte zu entwerfen.
Das jetzt ausgezeichnete studentische Team war von November 2003 bis April 2004 im Rahmen eines externen Consulting-Projektes damit beauftragt, für die in Bamberg ansässige Firma ?BMS International GmbH? einen Businessplan zu verfassen, der dem Unternehmen bei der Gewinnung von Kapitalgebern helfen soll. Zugleich nahmen die Studierenden mit ihrer Arbeit am BPWN teil. Dieser Wettbewerb findet seit 1998 statt und soll nordbayerische Unternehmer und Gründer zur Unternehmensplanung aktivieren, unternehmerisches Know-how vermitteln, junge Ideenträger mobilisieren und zum Networking untereinander anregen. Für die besten Teilnehmer des BPWN winken am Ende stattliche Preisgelder. Am 22. April war es soweit: Bei der Prämierungsveranstaltung in Regensburg gehörte das Team des Lehrstuhls (Veit Blumschein, Martin Bruns, Jörn Dreger und Martin Ihrig) zu den glücklichen Gewinnern.
Hochschul-Programm für gründungsorientierte Ausbildung
EXIST-HighTEPP, das "High Technology Entrepreneurship Post Graduate Program", ist ein Teilprogramm von EXIST, einem Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Förderung von Existenzgründungen an Hochschulen. Es hat zum Ziel, die gründungsorientierte Ausbildung an Hochschulen zu verbessern und technologieorientierte Unternehmensgründungen zu unterstützen. Insgesamt sechs Stipendiaten aus den Fachbereichen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Naturwissenschaften managen Gründungsprojekte und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildung an den beteiligten Universitätsstandorten Bamberg und Regensburg sowie der dortigen Gründerlandschaft.
Das Management von Gründungsprojekten erfordert interdisziplinäres Wissen. Dies können die Betriebswirte in mehrwöchigen Labor- oder Unternehmenspraktika in der Informationstechnik und im Bereich der Life Sciences erwerben. Die Naturwissenschaftler nehmen dagegen an wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildungsprogrammen - auch an ausländischen Hochschulen - teil. Die Stipendiaten arbeiten zudem an Projekten in der Gründungsforschung, die ihnen zur Promotion verhelfen und sie für eine wissenschaftliche Laufbahn qualifizieren.
EXIST-HighTEPP strebt also zweierlei an: zum einen die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich Gründungsmanagement und zum anderen die Ausbildung hoch qualifizierter Führungskräfte für innovative, technologieorientierte Unternehmen. Das Postgraduiertenprogramm ist ein Verbundprojekt der Universitäten Bamberg und Regensburg. Die Schwerpunkte der jeweiligen Hochschulregionen ermöglichen es, Projekte aus den Bereichen der Life Sciences und der Informationstechnologie parallel zu bearbeiten.
EXIST-HighTEPP arbeitet intensiv mit renommierten Partnern aus Start-up-Firmen, Venture-Capital-Gesellschaften, Unternehmensberatungen und etablierten Technologieunternehmen zusammen. Der internationale Austausch hat einen hohen Stellenwert: Den Stipendiaten steht die Möglichkeit offen, Ausbildungsmodule an ausländischen, insbesondere US-amerikanischen Hochschulen zu absolvieren. Darüber hinaus sind auch Forschungsaufenthalte im Ausland geplant.
News Sommersemester 2004 vom 08.06.04